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14.07.2022

Wenn die Wasserampel in die Kita kommt

Bad Homburg. Das Thema Wassernotstand ist leider ein sehr aktuelles. Erst kürzlich haben die Stadtwerke in Absprache mit der Stadtverwaltung die städtische Wasserampel auf Gelb gestellt. Die Bürgerschaft ist unter anderem dazu angehalten, sparsam mit Trinkwasser umzugehen, auf die Bewässerung von Rasenflächen zu verzichten und möglichst keine Pools zu befüllen. Doch auch im Stadtkonzern spielt der schonende Umgang mit Wasser für alle Fachbereiche eine wichtige Rolle.
Frei nach dem Motto „Früh übt sich, was ein Wassersparer werden will“ haben sich jetzt auch die Kindertagesstätten der Stadt Bad Homburg mit dem Thema auseinandergesetzt und ein entsprechendes Konzept erstellt. „Wasser nicht zu verschwenden ist für unsere Umwelt und das Klima von großer Bedeutung. Es ist wichtig, dass wir schon bei unseren Kleinsten das entsprechende Bewusstsein schaffen“, sagt Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor. Sie freut sich, dass die Wasserampel in den städtischen Kitas angekommen ist und umgesetzt wird.
In Zeiten, in denen die Wasserampel auf Grün steht, wird mit den Kindern grundsätzlich über die Notwendigkeit von Wasser und dessen Bedeutung gesprochen. So wird vorab an jede Einrichtung ein Plakat der der Wasserampel verschickt und diese in der Morgenrunde vorgestellt. Außerdem wird das Projekt „Plitsch und Platsch der Wasserkreislauf“ etabliert und Experimente zum Wasserverbrauch durchgeführt. So wird beispielsweise ein Loch in den Boden gegraben, um zu sehen, wie tief der Regen ins Erdreich eingedrungen ist.

Springt die Ampel auf Gelb werden erste konkrete Maßnahmen zum Einsparen von Wasser umgesetzt. Demnächst sollen in allen Kitas Zisternen zum Sammeln von Regenwasser aufgestellt werden, dass dann zur Bewässerung genutzt werden soll. Pflanzen beispielsweise sollen nur ganz gezielt gewässert werden. Zudem gilt:

- Beim Toilettengang wird stets die Sparspültaste genutzt.
- Der Geschirrspüler wird nur angestellt, wenn er vollständig gefüllt ist.
- Obst wird nicht unter fließendem Wasser gewaschen, sondern im gefüllten Spülbecken.
- Die Waschmaschine kommt nur kontrolliert zum Einsatz (Schmutzwäsche sammeln, nicht für drei Lätzchen eine Maschine starten)

In „gelben Zeiten“ werden zudem keine Planschbecken aufgestellt, Spielwasserbahnen nur mit einer begrenzten Menge an Wasser gefüllt und die Kinder werden beim Händewaschen oder Zähneputzen noch stärker begleitet, um Wasser zu sparen (u.a. den Hahn während des Putzens nicht laufen lassen). Verzichten müssen die Kinder in solchen Zeiten zudem auf den Einsatz von Spritzblumen und Gartenschläuchen; zudem gibt es keine Matschspiele.

Wird die Wasserampel auf Rot gestellt, muss bei Spiel und Bastelangeboten generell auf die Verwendung von Wasser verzichten, Rasenflächen, Büsche oder Bäume werden nicht mehr bewässert und Wasserspielplätze gesperrt.
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