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27.02.2019

Internationale Wochen gegen Rassismus

Die Fußballspielerin Célia Šašić ist ebenso dabei wie die TV-Moderatoren Ulrich Wickert und Mo Asumang. Die ehemaligen Präsidenten des deutschen Bundestags, Prof. Dr. Rita Süssmuth (CDU) und Dr. Wolfgang Thierse (SPD), engagieren sich ebenfalls bei den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“, die 2019 unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“ stehen. Und auch in Bad Homburg beteiligen sich in diesem Jahr erstmals junge Menschen an den Aktionstagen. In den beiden Jugendzentren Ober-Eschbach und Ober-Erlenbach finden zwischen dem 11. Und dem 24. März etliche Veranstaltungen zum Thema statt.
Im Jugendzentrum Ober-Eschbach wird sich vom 12. bis zum 22. März gegen Rassismus engagiert. Auf dem Programm steht ein vielfältiges Spiel- und Kreativangebot zum Thema Toleranz, Akzeptanz und Respekt. Unter anderem ist auch eine Kunstaktion geplant. Die Jugendlichen werden Flaggen verschiedener Länder gestalten und diese dann an Bäumen auf dem Außengelände des Jugendzentrums aufhängen. Anschließend können die Künstler dann mittels einer Schnur Verbindungen zu den verschiedensten Ländern spannen (zum Beispiel: Wo lebe ich, wo kommen ich und meine Familie her, wo bin ich am liebsten im Urlaub, wo möchte ich unbedingt mal hin). An diese Verbindungsschnüre können laminierte Kärtchen gehängt werden, auf denen die Jugendlichen beschreiben, warum diese Verbindung besteht und welche Bedeutung diese Verbindung für sie hat. Alle Kids und Jugendlichen ab 9 Jahren sind eingeladen, von Dienstag bis Freitag jeweils in der Zeit von 16 bis 20 Uhr am Projekt des Jugendzentrums teilzunehmen, um gemeinsam ein Zeichen für eine offene Gesellschaft, mehr Solidarität und Anerkennung zu setzen. Weitere Infos gibt es im Jugendzentrum Ober-Eschbach, Massenheimer Weg 6, oder telefonisch unter (06172) 13 83 293.
Auch im Jugendzentrum Ober-Erlenbach will man ein Zeichen gegen Rassismus setzen. Vom 11. bis 24. März wird neben verschiedene Spiel- und Kreativaktionen auch ein Sprayprojekt für und mit Jugendlichen angeboten. Die jungen Leute können dabei ihre eigenen Ideen und Entwürfe einbringen, um gemeinsam eine Wand zu gestalten. Teilnehmen an dem Projekt können Jugendliche ab der 5. Klasse, eine Anmeldung ist nicht nötig. Die Aktion findet von Montag bis Freitag jeweils in der Zeit von 16:00 bis 20:00 Uhr statt (am Dienstag, 19. März 2019, ist nur bis 18 Uhr geöffnet). Die Organisatoren freuen sich über jede(n) Einzelne(n) und vor allem auf viele spannende Ideen zur Umsetzung der Projekte, um so eine Botschaft gegen Rassismus nach außen zu senden. Weitere Informationen gibt es im Jugendzentrum Ober-Erlenbach, Holzweg 14a, oder telefonisch unter (06172) 49 53 890.

Warum der 21. März 1960?
Am Vormittag des 21. März 1960 fanden sich an verschiedenen Orten der kleinen südafrikanischen Stadt Sharpeville (50 km südlich von Johannesburg) zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen. Sie folgten einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte. Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes. Diese regelten das „Aufenthaltsrecht“ der schwarzen Südafrikaner*innen. Die Anzahl der Schwarzen außerhalb der „homelands“ sollte so auf ein Minimum beschränkt werden, ihre Arbeitskraft aber weiter zur Verfügung stellen.
Die Demonstranten setzten sich in Richtung Polizeistation im Sharpeviller Zentrum in Bewegung. Die Polizei hielt die friedlich demonstrierende Menge mit niedrig fliegenden Flugzeugen und Tränengas in Schach. Um kurz nach 13 Uhr eskalierte dann die Situation: Angeblich als Reaktion auf Steinewerfer schoss die Polizei in die Menge. Die Menschen flohen in Panik, die Polizei schoss weiter. 69 Menschen wurden getötet, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Viele wurden verletzt, teilweise schwer.
Zum Gedenken an das Massaker von Sharpeville wurde sechs Jahre später, 1966, der 21. März von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausgerufen. Seit 1994 hat der Interkulturelle Rat die Initiativen und Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland koordiniert. Im Jahr 2008 wurde der Aktionszeitraum auf Grund der Vielzahl der Veranstaltungen und steigenden Beteiligung auf zwei Wochen ausgeweitet. Um diese Arbeit nachhaltig zu sichern, hat der Interkulturelle Rat im Jahr 2014 eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Seit Januar 2016 laufen die operativen Arbeiten des Projektes Internationale Wochen gegen Rassismus über die Stiftung.
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