Bad Homburg v. d. Höhe. Mit Beginn der dunklen Jahreszeit hat die Stadtpolizei Bad Homburg vom 20. bis 23. Oktober 2026 an mehreren Schulen Verkehrssicherheitskontrollen durchgeführt. Im Mittelpunkt standen Fahrräder und E-Scooter sowie die Sensibilisierung der Schülerinnen und Schüler für ein sicheres und regelgerechtes Verhalten im Straßenverkehr.
Die Kontrollen fanden am Kaiser-Friedrich-Gymnasium, an der Gesamtschule am Gluckenstein und an der Humboldtschule statt. Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 147 Fahrräder und 16 E-Scooter. Dabei stellten sie an 92 Fahrzeugen eine fehlende oder unzureichende Beleuchtung fest. An 17 Fahrzeugen fehlten die erforderlichen Reflektoren, fünf Fahrzeuge waren nicht mit einer vorgeschriebenen Klingel ausgestattet.
„Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche sicher und gut sichtbar unterwegs sind. Die Kontrollergebnisse zeigen, dass hier weiterhin Aufklärungsbedarf besteht. Unser Ziel ist es, frühzeitig für mögliche Gefahren zu sensibilisieren und das Verantwortungsbewusstsein im Straßenverkehr zu stärken. Dabei sind auch die Eltern gefragt, regelmäßig auf die Verkehrssicherheit der Fahrzeuge ihrer Kinder zu achten“, betont Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie wichtig regelmäßige Sicherheitskontrollen gerade in den Herbst- und Wintermonaten sind. Insbesondere eine funktionierende Beleuchtung ist entscheidend, um bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmenden wahrgenommen zu werden. Fehlende oder mangelhafte Beleuchtung erhöht das Risiko gefährlicher Situationen und von Verkehrsunfällen.
Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr
Neben der technischen Ausstattung der Fahrzeuge spielt auch das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden eine wichtige Rolle. Das Missachten roter Ampeln, das Fahren auf nicht freigegebenen Gehwegen, die Nutzung
entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung oder die Ablenkung durch Smartphones können zu gefährlichen Situationen führen. Auch das Fahren zu zweit auf einem E-Scooter ist nicht erlaubt und birgt zusätzliche Risiken für die Fahrenden und andere Verkehrsteilnehmende.
Die Stadtpolizei nutzte die Kontrollen daher auch, um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen, auf festgestellte Mängel hinzuweisen und über mögliche Gefahren aufzuklären. Im Vordergrund stand dabei die Prävention und nicht die Ahndung von Verstößen. Die jährlich stattfindende Aktion soll dazu beitragen, das Bewusstsein für Verkehrssicherheit nachhaltig zu stärken.
Appell an Eltern und Erziehungsberechtigte
Die Stadt Bad Homburg appelliert an Eltern und Erziehungsberechtigte, die Fahrräder und E-Scooter ihrer Kinder regelmäßig auf ihre Verkehrssicherheit zu überprüfen. Besonders die Beleuchtung, Reflektoren und die jeweils vorgeschriebene Ausstattung sollten kontrolliert werden.
Ebenso wichtig ist es, Kinder und Jugendliche für die Einhaltung der Verkehrsregeln und einen rücksichtsvollen Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmenden zu sensibilisieren. Denn ein sicherer Schulweg beginnt mit einem verkehrssicheren Fahrzeug und verantwortungsbewusstem Verhalten.