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Stadt Bad Homburg erhält Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ | © Paul Mueller
Aktuelles – 23.07.2026
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Stadt Bad Homburg erhält Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“

Auszeichnung würdigt gelebte Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege.
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Bad Homburg v. d. Höhe. Die Stadt Bad Homburg v. d. Höhe ist mit dem Gütesiegel „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ des Landes Hessen ausgezeichnet worden.

Die Verleihung fand im feierlichen Rahmen im Schloss Biebrich in Wiesbaden statt. Mit der Auszeichnung würdigt das Hessische Innenministerium Arbeitgeber des öffentlichen Dienstes, die sich in besonderem Maße für die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Pflege einsetzen.

Der Auszeichnung ging ein intensiver Zertifizierungsprozess voraus. Gemeinsam mit dem Hessischen Innenministerium entwickelte die Stadtverwaltung in einem Workshop konkrete Ziele für die kommenden Jahre. Dabei waren Beschäftigte aller Ebenen eingebunden – von Auszubildenden über Mitarbeitende verschiedener Fachbereiche bis hin zu Führungskräften. So entstand ein breit angelegter Maßnahmenkatalog, der die unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse der Beschäftigten berücksichtigt.

Bereits während des Zertifizierungsprozesses hob das Innenministerium den hohen Standard hervor, den die Stadt Bad Homburg im Bereich der Familienfreundlichkeit bereits erreicht hat. Zahlreiche Angebote und flexible Arbeitsbedingungen sind seit Jahren fester Bestandteil der Personalpolitik.

„Die Auszeichnung bestätigt unseren Weg, Beruf, Familie und Pflege bestmöglich miteinander vereinbar zu machen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes. „Eine moderne Verwaltung braucht motivierte Mitarbeitende und attraktive Arbeitsbedingungen. Familienfreundlichkeit ist dabei längst kein Zusatzangebot mehr, sondern ein wichtiger Baustein einer zukunftsfähigen Arbeitgeberin.“Zu den bereits etablierten Maßnahmen gehören unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle mit großzügigen Gleitzeitregelungen, mobiles Arbeiten, die Möglichkeit, Führungspositionen in Teilzeit wahrzunehmen, sowie Teilzeitmodelle für Ausbildung und Studium. Ergänzt werden diese durch ein umfangreiches Fortbildungsprogramm, Patenprogramme für Nachwuchskräfte sowie regelmäßige Führungskräfteschulungen zu den unterschiedlichsten Themen.

Auch darüber hinaus bietet die Stadt ihren Beschäftigten zahlreiche Unterstützungsangebote: So stehen unter anderem Betreuungsplätze für Kinder von Mitarbeitenden, vielfältige Gesundheitsangebote, Betriebssportgruppen, JobRad sowie vergünstigte Fitness- und Freizeitangebote. Informationen rund um Familie, Pflege und Beruf sind zudem zentral über das städtische Intranet abrufbar.

Mit der Zertifizierung verpflichtet sich die Stadt zugleich, ihre familienfreundlichen Strukturen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Zu den vereinbarten Zielen gehören unter anderem die Weiterentwicklung des städtischen Leitbildes, die weitere Sensibilisierung von Führungskräften für Vereinbarkeitsthemen, die Evaluation der Regelungen zum mobilen Arbeiten und zur Arbeitszeit sowie der Ausbau digitaler Informations- und Fortbildungsangebote. Darüber hinaus sollen Beschäftigte während Elternzeit oder Mutterschutz künftig noch besser über Entwicklungen innerhalb der Verwaltung informiert werden.

Nach einem Jahr legt die Stadt dem Hessischen Innenministerium einen Zwischenbericht über den Stand der Umsetzung vor. Werden die vereinbarten Ziele innerhalb von zwei Jahren erreicht, kann das Gütesiegel um weitere vier Jahre verlängert werden. Eine finanzielle Förderung ist mit der Zertifizierung nicht verbunden – vielmehr basiert sie auf dem Engagement der jeweiligen Arbeitgeber und ihrer Beschäftigten.

Innenminister Roman Poseck betonte bei der Verleihung, dass leistungsfähige Verwaltungen und familienfreundliche Arbeitsbedingungen untrennbar zusammengehörten. Angesichts des Fachkräftemangels sei Familienfreundlichkeit ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für den öffentlichen Dienst.

Für die Stadt Bad Homburg ist die Auszeichnung deshalb zugleich Anerkennung und Ansporn. „Familienfreundlichkeit ist kein abgeschlossenes Projekt, sondern ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess“, so Hetjes. „Wir wollen auch künftig ein attraktiver Arbeitgeber bleiben und die Bedürfnisse unserer Beschäftigten in den unterschiedlichen Lebensphasen im Blick behalten.“