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(v.li.) José Luis Lombardi, Claudia Wolf (beide Transdev), Lars Keitel (Bürgermeister Friedrichsdorf), Oberbürgermeister HG Alexander Hetjes, Bürgermeister HG Dr. OliverJedynak, Philip Verman (Leitung ÖPNV Stadt Bad Homburg) | © Stadt
Aktuelles – 08.09.2026
Aktuelles

Neuer Verkehrsvertrag für Bad Homburg und Friedrichsdorf

Bisheriger Betreiber Transdev bleibt Partner beim Stadtbusverkehr
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe/Friedrichsdorf. Bad Homburg und Friedrichsdorf stellen die Weichen für einen modernen und zukunftsfähigen Busverkehr: Mit einem neuen Verkehrsvertrag wird der Stadtbusverkehr beider Kommunen für weitere zehn Jahre gesichert. Der Vertrag läuft vom 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2036.

 

Im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung hat sich der bisherige Betreiber, die Transdev Rhein-Main GmbH, erneut durchgesetzt. „Damit bleibt ein seit 2016 bewährter Partner auch künftig für die Durchführung der Verkehrsleistungen im Auftrag der beiden Städte verantwortlich“, erklärt Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.

 

„Mit dem neuen Verkehrsvertrag werden damit zentrale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Busverkehrs in Bad Homburg und Friedrichsdorf geschaffen: Der Busverkehr ist langfristig gesichert, eine vollständig neue Fahrzeugflotte wird eingeführt, die Elektromobilität deutlich ausgebaut und die bewährte interkommunale Zusammenarbeit fortgesetzt“, so Dr. Jedynak weiter.

 

„Ein leistungsfähiger Stadtbusverkehr ist für die Stadt Friedrichsdorf von großer Bedeutung, da er den Menschen eine zuverlässige Mobilität ermöglicht und gleichzeitig den Standort für unsere Unternehmen stärkt. Ich bedanke mich bei der Stadt Bad Homburg für die gute Zusammenarbeit. Es ist ein starkes Zeichen, dass wir hier gemeinsam unterwegs sind“, betont Friedrichsdorfs Bürgermeister Lars Keitel die Bedeutung des Stadtbusverkehrs für seine Kommune.

 

Auch bei Transdev wird die erneute Vergabe als Zeichen der langjährigen guten Zusammenarbeit gewertet. „Wir freuen uns sehr, dass wir uns nach einem anspruchsvollen Vergabeverfahren erneut erfolgreich durchsetzen konnten. Die erneute Vergabe ist Ausdruck des Vertrauens, das Bad Homburg und Friedrichsdorf in unsere Arbeit setzen. Der Erfolg ist das Ergebnis einer über viele Jahre gewachsenen, vertrauensvollen Partnerschaft mit beiden Kommunen“, sagen Claudia Wolf und José Luis Lombardi von der Transdev.

 

Ein zentraler Bestandteil des neuen Verkehrsvertrags ist die Beschaffung einer komplett neuen Busflotte. Die neuen Fahrzeuge werden voraussichtlich über das Jahr 2027 verteilt schrittweise in Betrieb genommen. Die gestaffelte Umstellung ermöglicht einen reibungslosen Übergang vom bestehenden zum neuen Fuhrpark.

 

Dass Transdev den Verkehr auch künftig betreiben wird, bietet aus Sicht der beiden Kommunen besondere Vorteile: Die heute eingesetzten Fahrzeuge kann zunächst weiter im Linienverkehr genutzt und nach und nach durch die neuen Busse ersetzt werden. Der Einsatz zusätzlicher oder fremder Übergangsfahrzeuge ist daher nicht erforderlich. Für die Fahrgäste bleibt der Betrieb während der Umstellungsphase weitgehend auf den bestehenden Strukturen erhalten.

 

Schwerpunkt Elektrobusse

Ein besonderer Schwerpunkt des neuen Verkehrsvertrags liegt auf der Elektromobilität. Insgesamt werden 15 Elektrobusse beschafft. Damit wird künftig rund ein Drittel der Fahrzeugflotte elektrisch unterwegs sein. Zwölf Elektrobusse werden im Bad Homburger Stadtverkehr eingesetzt, drei Fahrzeuge im Friedrichsdorfer Verkehr.

 

Die neuen Elektrobusse entsprechen dem aktuellen Stand der Technik und sind insbesondere hinsichtlich ihrer Reichweite für den regulären Linienbetrieb ausgelegt. Sie sollen im täglichen Betrieb möglichst umfassend und bevorzugt eingesetzt werden.

 

„Mit dem Ausbau unserer E-Busflotte machen wir einen wichtigen Schritt hin zu einem klimafreundlicheren und zukunftsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Die Elektrobusse werden einen spürbaren Beitrag zur Reduzierung von Emissionen leisten. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass Elektromobilität im täglichen Linienverkehr längst angekommen ist“, sind Dr. Jedynak und Keitel überzeugt.

 

Die Umstellung auf alternative Antriebstechnologien wird durch umfangreiche Fördermittel unterstützt. Für die Beschaffung der Elektrobusse stellt das Bundesministerium für Verkehr rund 3,1 Millionen Euro Fördermittel bereit. Für die erforderliche Ladeinfrastruktur erhält die Stadt zusätzlich rund eine Million Euro.

 

Auch die erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit zwischen Bad Homburg und Friedrichsdorf wird mit dem neuen Verkehrsvertrag fortgesetzt. Beide Städte setzen weiterhin auf gemeinsam genutzte Strukturen. Wie bereits heute werden die Fahrzeuge, die in beiden Kommunen eingesetzt werden, auch künftig zentral über das Busdepot in Bad Homburg betrieben.

 

Die gemeinsame Organisation ermöglicht es, bestehende Strukturen und Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb weiter zu nutzen und Synergien zu schaffen. Gleichzeitig werden damit wichtige Voraussetzungen für einen leistungsfähigen und attraktiven öffentlichen Nahverkehr in der Region geschaffen.