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Kurparkgärtnerei wird fit für die Zukunft
Aktuelles – 10.09.2026
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Kurparkgärtnerei wird fit für die Zukunft

Betriebshof plant umfassende Neugestaltung des rund 9.700 Quadratmeter großen Areals
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Die Kurparkgärtnerei der Stadt Bad Homburg steht vor einem umfassenden Wandel. Das rund 9.700 Quadratmeter große Areal soll in den kommenden Jahren zukunftsfähig, funktional und nachhaltig weiterentwickelt werden. Dafür sind umfangreiche Umbaumaßnahmen geplant, bei denen sowohl die historische Substanz als auch die heutigen und künftigen Anforderungen an einen modernen Betriebshof berücksichtigt werden sollen.

 

„Mit der Neugestaltung der Kurparkgärtnerei schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass dieser wichtige Bereich des städtischen Betriebshofs auch langfristig gut aufgestellt ist. Wir wollen die vorhandenen Flächen sinnvoll nutzen, veraltete Strukturen ersetzen und gleichzeitig moderne und nachhaltige Lösungen umsetzen“, sagt Stadtrat Tobias Ottaviani.

 

Bereits vor rund zehn Jahren wurde die Aufzucht der Wechselbepflanzung aus wirtschaftlichen Gründen in der Kurparkgärtnerei eingestellt. Ein Großteil der Gewächshäuser ist seitdem außer Betrieb. Auch die früher vorhandenen Frühbeete wurden zugunsten von Wiesen- und Lagerflächen zurückgebaut.

 

Lediglich die Durchgangshalle am historischen Sozialtrakt sowie ein Gewächshaus zur Überwinterung von Pflanzen werden in den Wintermonaten noch beheizt. Die vorhandene Heizungsanlage ist inzwischen stark veraltet, störanfällig und für den heute noch benötigten Wärmebedarf überdimensioniert.

 

Die nicht mehr genutzten Gewächshäuser verursachen zudem weiterhin laufende Unterhaltungskosten von mehreren Tausend Euro pro Jahr – unter anderem für Rinnenreinigungen, die Reparatur von Glasbruch sowie die Wartung der elektrischen Belüftungsanlagen. Daher sollen die stillgelegten Gewächshäuser im Zuge der Neugestaltung zurückgebaut werden.

 

„Die heutigen Strukturen der Kurparkgärtnerei stammen teilweise aus einer Zeit, in der die betrieblichen Anforderungen noch ganz andere waren. Die nicht mehr genutzten Gewächshäuser verursachen weiterhin Kosten, während unsere Fahrzeughallen und Arbeitsbereiche den heutigen Anforderungen an Sicherheit, Funktionalität und Ausstattung teilweise nicht mehr entsprechen. Mit der geplanten Neugestaltung können wir die Abläufe künftig deutlich besser organisieren und gleichzeitig die Voraussetzungen für unseren wachsenden Elektrofuhrpark schaffen“, erklärt der Direktor des Betriebshofs, Stephan Rosik.

 

Auch Fahrzeughallen entsprechen nicht mehr den Anforderungen

Neben den Gewächshäusern stehen auch Veränderungen bei den Fahrzeughallen an. Zwei der insgesamt drei Hallen entsprechen hinsichtlich Funktionalität, Ausstattung und Sicherheit nicht mehr den heutigen Anforderungen. Insbesondere beim vorbeugenden Brandschutz besteht Handlungsbedarf. In den Hallen werden derzeit unter anderem landwirtschaftliche Geräte, Lastkraftwagen und Traktoren untergebracht. Außerdem werden dort zahlreiche Elektro-Kleinfahrzeuge geladen.

 

Eine der beiden Hallen beherbergt zusätzlich eine kleine Werkstatt. Auch diese Gebäude sollen im Zuge der Neugestaltung weichen. Der Rückbau der Gewächshäuser und der beiden Fahrzeughallen schafft die notwendigen Flächen für eine moderne und multifunktionale Gestaltung des Areals.

 

Der Abriss sowie die konkreten Planungen für die Neugestaltung sind für das kommende Jahr vorgesehen.

 

Neue Fahrzeughalle mit moderner Ladeinfrastruktur

Auf der Fläche der heutigen Gewächshäuser soll künftig eine moderne Fahrzeughalle entstehen. Sie soll hinsichtlich Ausstattung und Funktionalität sowohl den aktuellen als auch den zukünftigen Anforderungen des städtischen Betriebshofs gerecht werden.

 

Ein wichtiger Bestandteil ist eine zeitgemäße Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Damit soll die weitere Umstellung des städtischen Fuhrparks auf emissionsfreie Mobilität unterstützt werden.

 

Darüber hinaus ist in der neuen Halle ausreichend Platz für Kleingeräte wie Gartengeräte und Arbeitsmaschinen vorgesehen. Auch eine kleine Werkstatt soll wieder integriert werden. Sie kann künftig für Wartungs-, kleinere Reparatur-, Montage- und Instandsetzungsarbeiten genutzt werden.

 

Prüfung eines barrierefreien Neubaus für die Beschäftigten

Auch für den denkmalgeschützten Sozialtrakt stehen umfangreiche Sanierungsarbeiten an. Deshalb wird derzeit geprüft, ob anstelle einer Sanierung ein barrierefreier Neubau für die Beschäftigten der Kurparkgärtnerei errichtet werden kann.

 

Vorgesehen sind moderne sanitäre Anlagen und Umkleideräume sowie ein Multifunktionsraum. Dieser soll sowohl als Aufenthaltsraum für die Beschäftigten als auch für Besprechungen und Schulungen genutzt werden können.

 

Darüber hinaus wird geprüft, ob eine größere Zisterne zur Speicherung und Nutzung von Regenwasser realisiert werden kann. Auch eine Photovoltaikanlage auf den Dächern der Gebäude ist wünschenswert.

 

Nachhaltige Entwicklung des Betriebshofs

Mit der geplanten Neugestaltung soll die Kurparkgärtnerei langfristig funktionaler, sicherer und nachhaltiger aufgestellt werden. Moderne Ladeinfrastruktur, eine mögliche Photovoltaikanlage und die Nutzung von Regenwasser sollen dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und den Energie- und Wasserverbrauch nachhaltiger zu gestalten.

 

Die Neuausrichtung der Kurparkgärtnerei ist damit ein weiterer wichtiger Baustein bei der zukunftsorientierten und nachhaltigen Entwicklung des Betriebshofs der Stadt Bad Homburg.