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Stadtrat Tobias Ottaviani (r.) und Stadtförster Johannes Kreß.  | © Stadt
Aktuelles – 08.10.2026
Aktuelles

Jetzt mitmachen: Eicheln sammeln für den Eichelhäher

Beitrag zur natürlichen Verjüngung des Waldes
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Herbstzeit ist Eichelzeit! Überall im Wald sind die kleinen Erzeugnisse der Eichenbäume zu finden. Der Eichelhäher sammelt große Mengen an Eicheln und versteckt sie als Vorrat an zahlreichen Stellen. Nicht alle dieser Verstecke finden die Vögel später wieder. Die liegen gebliebenen Eicheln können keimen und so auf natürliche Weise zur Entstehung neuer Eichen und damit zur Verjüngung des Waldes beitragen.

 

Die Stadt Bad Homburg und der Betriebshof wollen dem Eichelhäher helfen und ihm die Eicheln schmackhaft servieren. Genau hier setzt der sogenannte Häherteller an. Auf den einfach aufgebauten Vorrichtungen werden Eicheln angeboten und zugleich vor Mäusefraß und schneller Verrottung geschützt. Die Eichelhäher holen sich die Früchte und tragen sie anschließend in ihr Revier. Auf diese Weise sorgen die Vögel mit ihrem natürlichen Verhalten dafür, dass Eichen ihre Samen weit über den Wald verbreiten und helfen dabei, neue Eichenstandorte zu begründen.

 

Im Rahmen des Kinderfests am Gotischen Haus wurden die Häherteller unter Anleitung des Stadtförsters Johannes Kreß gemeinsam mit den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebaut und individuell gestaltet. Die fertigen Häherteller werden anschließend von den Forstwirten im Stadtwald aufgehängt.

 

Ab sofort können Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Kinder ihre gesammelten Eicheln auf dem Wertstoffhof in der Georg-Schaeffler-Straße abgeben. Dort steht eine deutlich gekennzeichnete Sammelwanne. Größere Mengen können nach vorheriger Anmeldung auch direkt vom Stadtforst abgeholt werden. Gesammelt werden sollen ausschließlich Eicheln aus dem Stadtwald.

 

Das Projekt richtet sich bewusst auch an Kinder. So können sie unmittelbar erleben, wie Tiere, Pflanzen und Menschen im Wald zusammenwirken. „Wir möchten die natürlichen Zusammenhänge im Wald erfahrbar machen und gleichzeitig einen praktischen Beitrag zu einer naturnahen Wiederbewaldung leisten“, erklärt Stadtrat Tobias Ottaviani.