Bad Homburg v. d. Höhe. Die Stadtwerke Bad Homburg beabsichtigen, die Preise der Erdgasgrundversorgung zum 1. Januar 2027 anzupassen. Der Magistrat hat der entsprechenden Vorlage auf seiner jüngsten Sitzung zugestimmt, allerdings steht noch das Votum der Gremien aus.
Der Arbeitspreis pro Kilowattstunde soll steigen, gleichzeitig wird der monatliche Grundpreis deutlich gesenkt. Der Beschluss steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien.
Grund für den höheren Arbeitspreis sind vor allem steigende Netznutzungsentgelte und höhere Kosten für CO₂-Zertifikate. Die gesunkenen Einkaufskosten für Erdgas können diese zusätzlichen Kosten nicht vollständig ausgleichen.
Gleichzeitig haben die Stadtwerke die Kosten für die Grundversorgung neu betrachtet. Dabei wurde geprüft, welche Kosten tatsächlich vom Gasverbrauch abhängen und welche unabhängig vom Verbrauch entstehen. Das Ergebnis: Der Grundpreis kann in den verschiedenen Tarifgruppen deutlich gesenkt werden.
Ein Beispiel: Im Tarif VIVO Gas medi steigt der Arbeitspreis von 8,12 auf 8,58 Cent netto je Kilowattstunde. Der monatliche Grundpreis sinkt gleichzeitig von 21,64 auf 16,42 Euro netto.
Bei einem Verbrauch von 25.000 Kilowattstunden im Jahr bedeutet das insgesamt eine Mehrbelastung von rund 52 Euro netto pro Jahr. Das entspricht einer Erhöhung der gesamten jährlichen Kosten um etwa 2,3 Prozent.
Noch stehen nicht alle Kosten für das Jahr 2027 endgültig fest. Insbesondere die Netzentgelte werden erst im Oktober veröffentlicht. Auch gesetzliche Umlagen, Abgaben und Steuern können sich noch ändern. Deshalb werden die Preise nach Vorliegen aller endgültigen Daten noch einmal überprüft und entsprechend angepasst.
Die Stadtwerke informieren rechtzeitig über die endgültigen Preise für 2027.