Bad Homburg v. d. Höhe. Wie erlebten die Menschen die Reformation, welche Hoffnungen und Interessen verbanden sie mit dem kirchlichen Umbruch, und welche Folgen hatte dieser für Gesellschaft und Politik? Diesen Fragen widmet sich Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges in ihrem Vortrag „Homburg und die Reformation im Spannungsfeld einer Zeitenwende“ am Mittwoch, 21. Oktober 2026, im Bad Homburger Stadtarchiv, Tannenwaldallee 50 (Gustavsgarten). Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Aus dem Stadtarchiv“ anlässlich des Jubiläums „500 Jahre Evangelisch in Bad Homburg“ statt.
Die Reformation fiel in eine Zeit tiefgreifender Veränderungen, die von Krisen, Unsicherheit und einem raschen gesellschaftlichen Wandel geprägt war. Der Wunsch nach einer kirchlichen Erneuerung gewann vor diesem Hintergrund zentrale Bedeutung. Doch wie nahmen die Menschen diese Entwicklungen wahr? Und welche Vorstellungen und Erwartungen verbanden unterschiedliche Akteure mit der Reformation?
Anhand der Ereignisse in Homburg und der Region des heutigen Hessen beleuchtet Schmidt-Voges die unterschiedlichen Interessen, Weltbilder und Hoffnungen, die den religiösen und gesellschaftlichen Umbruch prägten. Dabei richtet sie den Blick auch auf die konkrete Umsetzung reformatorischer Ideen: Wer setzte welche Veränderungen zu welchem Zeitpunkt und auf welche Weise durch? So eröffnet der Vortrag Einblicke in die sozialen und politischen Folgen der Reformation sowie in die Machtprozesse, die das frühe 16. Jahrhundert bestimmten.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr, Einlass ist ab 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.