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DB-Grundstück am Hessenring: Stadt setzt auf Erhalt der Grünfläche
Aktuelles – 26.08.2026
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DB-Grundstück am Hessenring: Stadt setzt auf Erhalt der Grünfläche

Bioklimatische Ausgleichsfläche
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Die Stadt Bad Homburg stellt klar, dass sie sich auf dem Grundstück der Deutschen Bahn (DB) am Hessenring, nahe der Bahnbrücke in der Verlängerung der Pappelallee, keine Wohnbauentwicklung vorstellen kann. Anlass sind aktuelle Veröffentlichungen und Angebote, wonach die DB das Grundstück zur Auktion anbietet und dadurch möglicherweise der Eindruck entsteht, eine Wohnbebauung sei an dieser Stelle vorgesehen oder möglich.

 

„Wohnraumentwicklung ist in Bad Homburg ausdrücklich erwünscht – aber nicht an dieser Stelle. Hier hat das grüne Stadtbild Vorrang“, betont Stadtsprecher Marc Kolbe.

 

Das Grundstück wird maßgeblich durch eine Baumreihe aus Säulenpappeln geprägt. Die Bäume und die weitere Begrünung auf dem Grundstück sind nicht nur ökologisch wertvoll, sondern prägen in besonderem Maße das Stadtbild und damit auch den Stadteingang von Bad Homburg. Der Erhalt dieser Qualität ist für die Stadt von besonderer Bedeutung.

 

Die Grünfläche entfaltet ihre Wirkung dabei nicht isoliert. Sie ist Teil eines zusammenhängenden Grünzuges entlang der wichtigen Verkehrsachse des Hessenrings bis zur Kreuzung Marienbader Platz und Ferdinandstraße. Diese städtebauliche und ökologische Qualität soll erhalten und geschützt werden.

 

Auch im gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern erarbeiteten Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK 2023) wird dieser Bereich als identitätsstiftend und erhaltenswert dargestellt. Das von der Stadt beschlossene Landschafts- und Freiraumentwicklungskonzept benennt den Bereich ebenfalls als prägenden Grünzug. Darüber hinaus unterliegt der vorhandene Baumbestand den Vorgaben der städtischen Baumschutzsatzung.

 

Für Irritationen kann unter Umständen die Darstellung im aktuell geltenden Flächennutzungsplan (RegFNP) sorgen. Dort ist die Fläche zwar als „Wohnbaufläche, Bestand“ dargestellt. Diese Darstellung ist jedoch vor  dem Hintergrund der bisherigen Maßstäblichkeit des regionalen Planwerks zu betrachten: Im RegFNP werden Nutzungen grundsätzlich erst ab einer  Flächengröße von 5.000 Quadratmetern dargestellt. Kleinere Flächen – wie das etwas mehr als 2.000 Quadratmeter große DB-Grundstück – werden daher nicht eigenständig ausgewiesen, sondern fallen aufgrund der Maßstabsebene des Plans in die Darstellung der angrenzenden, flächenmäßig größeren Nutzung.

 

Grundsätzlich ist bei der Darstellung von Wohnbauflächen im RegFNP daher davon auszugehen, dass darin auch ein gewisser Anteil öffentlicher und privater Grünflächen enthalten ist. Aus der Darstellung als „Wohnbaufläche, Bestand“ lässt sich deshalb keine konkrete Aussage über eine mögliche Wohnbebauung des DB-Grundstücks ableiten.

 

Der Maßstab soll mit dem derzeit in Aufstellung befindlichen neuen Flächennutzungsplan präzisiert werden. In diesem wird der Bereich mit dem DB-Grundstück künftig als „Grünfläche, Park, Bestand“ sowie als „Fläche mit bioklimatischer Ausgleichsfunktion“ dargestellt. Damit wird den bestehenden und zukünftigen Zielvorstellungen der Stadt für diesen Bereich Rechnung getragen.

 

„Bad Homburg braucht und unterstützt Wohnraumentwicklung. Gleichzeitig müssen wir die Qualitäten unserer Stadt und insbesondere prägende Grünzüge erhalten. Für das Grundstück am Hessenring ist deshalb klar: Eine Wohnbebauung ist hier nicht die Zielvorstellung der Stadt“, so Stadtsprecher Marc Kolbe abschließend.