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Ein Apfel | © Stadt
Aktuelles – 07.09.2026
Aktuelles

Apfeltag 2026 auf dem Platzenberg

Bad Homburg feiert Streuobstwiesen, Artenvielfalt und regionalen Genuss
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Die Stadt Bad Homburg lädt für Sonntag, 20. September 2026, von 11 bis 17 Uhr zum diesjährigen Apfeltag auf den Platzenberg ein. Die beliebte Veranstaltung bietet Besucherinnen und Besuchern jeden Alters ein abwechslungsreiches Programm rund um Streuobstwiesen, Naturschutz, regionale Produkte und den Apfel als Symbol einer vielfältigen Kulturlandschaft. Mitveranstalter sind der Verein Landschaftsschutz Platzenberg, die Interessengemeinschaft Kirdorfer Feld, BUND, NABU, der Verein Berliner Siedlung sowie der Verein Naturfamilien und Umwelthelden.

 

Vor der beeindruckenden Kulisse des Platzenbergs erwartet die Gäste ein informativer und erlebnisreicher Tag inmitten einer einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft.

 

Wissenswertes rund um Apfel, Obst und Streuobstwiesen

An den Ständen der beteiligten Vereine und Naturschutzorganisationen erhalten Besucherinnen und Besucher umfangreiche Informationen über heimische Obstsorten sowie über die Anlage, Nutzung und den Erhalt von Streuobstwiesen. Fachkundige Ansprechpartner geben wertvolle Tipps für Grundstückseigentümer, Hobbygärtner und alle, die sich für regionale Naturschutzarbeit interessieren.

 

Der Pomologe Werner Nussbaum wird als ausgewiesener Fachmann für Obstkunde mitgebrachte Früchte bestimmen, historische und seltene Obstsorten erläutern sowie praktische Hinweise zur fachgerechten Obstbaumpflege geben. Interessierte können ihr eigenes Obst bestimmen lassen und mit dem Experten ins Gespräch kommen.

 

Familienprogramm zum Mitmachen und Erleben

Insbesondere Familien mit Kindern dürfen sich auf zahlreiche Mitmachangebote freuen. Der Apfeltag bietet jungen Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, den Weg vom Apfel zum Saft hautnah zu erleben. An der Saftpresse können Kinder eigenhändig Äpfel verarbeiten und das Ergebnis natürlich auch direkt probieren.

 

Das gemeinsame Entdecken, Lernen und Erleben stehen dabei im Mittelpunkt. Spielerisch wird vermittelt, welche Bedeutung Streuobstwiesen für Mensch und Natur haben und warum ihr Erhalt für kommende Generationen so wichtig ist.

 

Regionale Spezialitäten und Genuss aus der Heimat

Auch kulinarisch hat der Apfeltag wieder einiges zu bieten. Für das leibliche Wohl sorgen die beteiligten Vereine mit einer Auswahl heimischer Spezialitäten. Angeboten werden unter anderem Bratwürstchen, Kuchen sowie regionale Produkte rund um den Apfel.

 

Besucherinnen und Besucher können sich auf selbst gekelterten Apfelwein, erfrischenden Apfelsecco und naturtrüben Apfelsaft freuen. Damit lädt der Apfeltag nicht nur zum Lernen und Entdecken, sondern auch zum Genießen regionaler Erzeugnisse ein.

 

Führungen durch eines der wertvollsten Biotope der Stadt

Ein weiterer Programmpunkt sind geführte Rundgänge durch die Streuobstwiesen des Platzenbergs. Zertifizierte Naturführer des Naturparks Taunus begleiten interessierte Gäste durch die artenreichen Wiesenlandschaften und erläutern deren ökologische Besonderheiten.

 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren dabei Spannendes über die Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten, die in diesen Lebensräumen vorkommen, über die historische Entwicklung der Streuobstwiesen sowie über deren Bedeutung für Klimaschutz, Biodiversität und Naherholung. Die Führungen machen deutlich, warum diese einzigartigen Biotope das Landschaftsbild Bad Homburgs bis heute entscheidend prägen.

 

Imkerei hautnah erleben

Einblicke in die Welt der Bienen gibt Imker Manfred Rubel. Besucherinnen und Besucher können Honig und weitere Bienenprodukte probieren und erwerben sowie Wissenswertes über Bestäubung, Bienenschutz und ökologische Zusammenhänge erfahren.

 

Apfeltag seit mehr als 20 Jahren

Die Geschichte des Bad Homburger Apfeltags reicht bis ins Jahr 2005 zurück. Anlass für die erste Veranstaltung waren die zunehmenden Herausforderungen für die Streuobstwiesen in der Stadt. Mit dem Apfeltag sollte auf die Bedeutung der Streuobstwiesen für Mensch, Natur und Landschaft aufmerksam gemacht sowie ein Netzwerk engagierter Bürgerinnen und Bürger, Vereine und Naturschutzverbände geschaffen werden.

 

Die positive Resonanz der Bevölkerung und die zahlreichen erfolgreichen Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen führten dazu, dass der Apfeltag längst zu einer festen Institution im Veranstaltungskalender der Kurstadt geworden ist. Heute wird er im Wechsel in den vier prägenden Streuobstgebieten der Stadt durchgeführt: am Platzenberg, im Kirdorfer Feld, am Wingert in Ober-Erlenbach und am Pilgerrain in Gonzenheim.

 

Engagement für Natur, Landschaft und Biodiversität

Gerade am Platzenberg ist der Erhalt der Streuobstbestände in besonderem Maße vom Engagement privater Eigentümer abhängig, da sich dort vergleichsweise wenig Flächen im Besitz der Stadt befinden. Umso bedeutender ist die Unterstützung durch engagierte Bürgerinnen und Bürger, Vereine und ehrenamtliche Helfer.

 

Die Stadt Bad Homburg unterstützt den Schutz und die Entwicklung der Streuobstwiesen unter anderem durch intensive Öffentlichkeitsarbeit sowie finanzielle Fördermöglichkeiten im Rahmen ihres Streuobstwiesenförderprogramms.

 

Informationen gibt es auch vor Ort vom Produktbereich Umwelt und Landschaftsplanung sowie dem städtischen Ranger.

 

Umweltfreundliche Anreise empfohlen

Die Veranstalter raten dazu, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen. Da sich in unmittelbarer Nähe nur wenige Parkmöglichkeiten befinden, ist eine direkte Anfahrt mit dem PKW nicht möglich.

 

Der Platzenberg ist bequem über die Bushaltestellen Bommersheimer Weg und Stettiner Straße erreichbar, die von der Buslinie 3 angefahren werden. Von dort führt ein kurzer Fußweg von etwa fünf bis zehn Minuten über befestigte Wege durch die Wiesen direkt zum Veranstaltungsort.