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Homburg und die Reformation im Spannungsfeld einer Zeitenwende
21.10.26 | Vortrag / Lesung

Homburg und die Reformation im Spannungsfeld einer Zeitenwende

Vortrag in der Reihe „Aus dem Stadtarchiv“
  • Barrierefrei

Re-Formatio. Homburg und die Reformation im Spannungsfeld einer Zeitenwende

Vortrag in der Reihe „Aus dem Stadtarchiv“
anlässlich des Jubiläums 500 Jahre Evangelisch in Bad Homburg“

Referentin: Prof. Dr. Inken Schmidt-Voges

Die Reformation ist in eine Zeit des raschen, komplexen und vielfältigen Wandels einzuordnen, der mit tiefgreifenden Krisen und Verunsicherung einherging. Wie wurden die dynamischen Veränderungsprozesse in der Bevölkerung wahrgenommen, und warum kam der Forderung nach einer kirchlichen Re-Formatio eine so zentrale Bedeutung zu?

Am Beispiel der Ereignisse in Homburg und der Region des heutigen Hessen werden die Interessen, Weltsichten und Hoffnungen, die verschiedene Akteure mit der Reformation verknüpften, beleuchtet. Ein abschließender Blick darauf, wer was wann und wie tatsächlich umsetzte, eröffnet eine Perspektive auf die sozialen und politischen Konsequenzen und Machtprozesse, welche die Welt im frühen 16. Jahrhundert prägten.

Datum

Mittwoch, 21.10.26 -

Beginn um 19:00 Uhr

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Eintritt

Eintritt frei

Adresse
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
Veranstalter
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Veranstaltungsort
Villa Wertheimber

1898 erwarben der Frankfurter Bankier Julius Wertheimber und seine Frau Ketty den Gustavsgarten und ließen durch den Architekten Franz von Hoven eine prächtige Sommerfrische-Villa im Stil der Neorenaissance errichten. Die Familie Wertheimber gehörte in Bad Homburg zum Kreis der Honoratioren. Im Dritten Reich musste die Tochter des Ehepaars Wertheimber, Juliane Krahmer, das Anwesen unter Preis veräußern. Sie emigrierte nach Frankreich und starb 1940 nahe Paris. In den 1940er Jahren war kurzzeitig die Marinemusikschule Frankfurt in der Villa untergebracht, 1947 richtete der Verein Hirnverletzenheim eine Klinik darin ein. Nach einem mehrjährigen Restitutionsprozess wurde das Anwesen an die Erben von Juliane Krahmer zurückgegeben, die es der Bundesrepublik verkauften. Das Hirnverletztenheim wurde im Laufe der Jahre um Therapie- und Bettenbauten erweitert und zu einer namhaften Neurologischen Klinik ausgebaut. 2004 schloss die Klinik ihre Pforten. Im April 2011 erwarb die Stadt Bad Homburg das Anwesen. Heute befindet sich in der Villa das Stadtarchiv, das in einem Anbau das "Gedächtnis der Stadt" verwahrt. Urkunden, Akten, Bücher, Karten, Pläne, Fotos, Postkarten, Schallplatten, Filme und vieles mehr kann man zu festen Öffnungszeiten im Lesesaal einsehen. Vorträge, Führungen und Stöbertage ergänzen das Angebot zur Bad Homburger Stadtgeschichte auf vielfältige Art und Weise . Im Obergeschoss der Villa befindet sich die „Hölderlin-Wohnung“, in der Schriftsteller*innen und Forscher*innen auf Einladung der Stadt Bad Homburg kostenfrei wohnen können.

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