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08.12.2021

Fugato-Orgeln treffen auf Rock und Pop

Bad Homburg v. d. Höhe. 2022 ist wieder ein Fugato-Jahr. Musste die für 2020 geplante 13. Auflage des Festivals aufgrund des Pandemie-Geschehens verschoben werden, erwartet die Besucherinnen und Besucher im kommenden Jahr wieder ein wahres Feuerwerk der Orgelmusik, dargeboten auf einer Auswahl der historischen Orgeln Bad Homburgs und meistenteils kombiniert mit anderen Instrumenten, Orchestern oder Medien. Der künstlerischen Leitung des Festivals ist es gelungen, dass ausgefallene Programm fast Eins-zu-eins zusammenzuhalten.
Vom 17. bis zum 25. September 2022 treten international bekannte Organisten und renommierte Künstler in Bad Homburg auf. Hochbegabte Nachwuchsmusiker bekommen wie immer die Chance, sich in Meisterklassen weiterzubilden oder sogar den Fugato-Förderpreis zu gewinnen. Dabei trifft die Orgel auf dem Fugato-Festival 2022 nicht nur auf Orchester, sondern es trifft auch Klassik auf Pop. „Wir haben bei der Ausrichtung der 13. Auflage des Festivals den Fokus auf neue, jüngere Zielgruppen gelegt“, erklärt Alexander Hetjes. Für den Oberbürgermeister ist klar: Die Orgel ist kein Instrument für ein ausschließlich älteres Publikum – im Gegenteil. Den Beweis will man beim kommenden Fugato-Festival mit einem jungen und modernen Programm antreten.

Bei den Auftaktkonzerten zum Fugato-Festival am Samstag, 17. September 2022 (19.30 Uhr), und am Sonntag, 18. September 2022 (17 Uhr), können sich die Gäste auf eine ganz besondere Begegnung freuen: Mit der Neuen Philharmonie Frankfurt und dem Jugend-Sinfonie-Orchester Hochtaunus treffen nämlich zwei innovative Orchester aufeinander, die in der Erlöserkirche Bad Homburg zusammen mit einer Rockband und Susanne Rohn an der Hammond-Orgel unter anderem Songs von Supertramp, Santana oder Genesis aufführen.

„Die Auftaktkonzerte sind in besonderer Form dazu geeignet, Orgelmusik in all ihrer Vielfalt zu präsentieren“, sagt Kurdirektor Holger Reuter. Er ist beeindruckend, was aus einer Orgel alles „herausgeholt“ werden kann. Orgelmusik sei grundsätzlich schon dazu geeignet, für Gänsehaut zu sorgen - in Verbindung mit Rock- und Popmusik sei diese garantiert. „Man bekommt bekannte Stücke auf der Orgel in einer völlig neuen Dimension präsentiert“, so der Kurdirektor weiter.

Neben den beiden Auftaktkonzerten wird es – schon traditionell - wieder eine Exkursion zu den Orgeln im Taunus und einen „Film und Orgel“-Abend geben. Im Programm findet sich auch eine Reminiszenz an das Hölderlin-Jahr 2020 – eine Lesung mit Orgel dreht sich um den deutschen Dichter. Zudem werden Meisterkurse für Studenten angeboten, die am Ende um den Publikumspreis, gestiftet vom Rotary Club Bad Homburg Schloss, spielen werden. Neu im Fugato-Programm sind Workshops für junge Organisten aus der Region und ein speziell für Schulen konzipiertes Angebot. So wird es Orgelkursen für Kinder und Jugendliche geben, zudem werden Geschichten zu und über die Orgel vermittelt.

Der Klavierabend mit Julius Asal ist für Festival-Donnerstag, 22. September 2022, terminiert. Mit dem Konzert eines der spannendsten Künstler der jungen Pianisten-Generation hat Fugato einen weiteren Höhepunkt zu bieten. Unter dem Titel „Orgelspieltechniken auf dem Klavier“ bringt der deutsche Pianist unter anderem Préludes von Debussy („Die versunkene Kathedrale“) und Cesar Franck („Prélude, Choral und Fuge“) zu Gehör. Julius Asal hat sich in den vergangenen Jahren als einer der herausragenden Interpreten seiner Generation etabliert. Er ist regelmäßiger Gast auf internationalen Festivals und trat bereits in prestigeträchtigen Konzertsälen auf. Solistische Erfahrungen sammelte er unter anderem mit Klangkörpern wie der Deutschen Radio Philharmonie, dem St. Andrew Symphony Orchestra und dem Brandenburgischen Staatsorchester. Der Pianist hat zahlreiche internationale Preise gewonnen, zuletzt beim Internationalen Klavierwettbewerb Palma d‘Oro und dem Internationalen Brahms Wettbewerb.

Auch der Abschluss des Fugato-Festivals verspricht mit einer Kombination aus Multivision und Improvisation zu einem nicht alltäglichen Erlebnis zu werden. Auf einer großen Leinwand in der Erlöserkirche kann man nicht nur den Organisten beim Spielen beobachten; an der Sauer-Orgel kommt es auch zu einer Orgelimprovisation zu einem eigens für diesen Konzertabend gedrehten Film des Friedrichsdorfer Fotografen Reiner Harscher, der zuvor in der Erlöserkirche entstanden ist. Die Konzertbesucher begeben sich auf einen Drohnenflug über die Kirche und ins Kircheninnere und hören aus dem Stegreif gespielte Orgelmusik.

Veranstaltet wird die Musikreihe vom „Arbeitskreis Orgelfestival FUGATO“, in dem die Kur- und Kongreß-GmbH mit der Stadt Bad Homburg, dem Hochtaunuskreis und dem Kuratorium Bad Homburger Schloss kooperiert. Künstlerische Leiter sind Susanne Rohn, Kantorin der Erlöserkirche, der Pianist und Dirigent Lars Keitel (mittlerweile Bürgermeister in Friedrichsdorf) sowie der Musikjournalist Dr. Andreas Bomba. Eintrittskarten sind im Vorverkauf erhältlich bei Tourist Info + Service im Kurhaus Bad Homburg, Tel. 06172-178-3710, E-Mail: [email protected], oder bei Frankfurt Ticket RheinMain, Tel. 069-1340400, www.frankfurt-ticket.de.

Die Bad Homburger Orgeln bei FUGATO 2020

Erlöserkirche, Dorotheenstraße/Ecke Löwengasse: Die erweiterte Sauer-Orgel verkörpert den Orgeltyp der Jahrhundertwende mit seiner dynamisch reichhaltigen Palette von Grundtonregistern. Durch die Schwellvorrichtungen an drei Manualen kann die Lautstärke der Register dieser Manuale stufenlos verändert werden, was die Ausdrucksfähigkeit der Orgel wesentlich vergrößert. Repräsentiert diese Orgel die wilhelminische Ära und die musikalische Epoche der Spätromantik, so ermöglicht die Neue-Bach-Orgel, ältere Orgelmusik im passenden Klang darzustellen. Sie ergänzt dadurch die Sauer-Orgel, denn auf dieser ist das stilgerechte Spielen älterer Orgelmusik schwerlich möglich. Deshalb und speziell für diesen Zweck ließ die Gemeinde 1990 die zweite Orgel bauen. Ihre Disposition greift auf die einer Orgel von 1742 in Bad Berka (Thüringen) zurück, die von J. S. Bach entworfen worden ist. Das dritte Instrument in der Erlöserkirche ist ein von Bernhard Fleig 2008 gebautes Orgelpositiv.

St. Marien, Dorotheenstraße 13: Die katholische Kirche bekam als Erstausstattung im Jahre 1906 eine Orgel der Firma Klais in Bonn mit 29 Registern und 2 Manualen, die 1938 klanglich umgestaltet wurde. 1975 wurde durch die gleiche Firma eine neue Orgel errichtet, die eine Verbindung von Romantik und Moderne dadurch anstrebt, dass eine Anzahl von Registern aus der Orgel von 1906, aber auch der von 1938 eingefügt und in das neue Werk übernommen wurde.

Schlosskirche, Landgrafenschloss, Zugang über Herrngasse: Eine Besonderheit der Bürgy-Orgel (1787/1989) besteht in der Anlage eines Werks als Echo. Das Echo war in der Barockmusik überhaupt ein beliebter Effekt. Viele größere Orgeln der mittelrheinischen Region hatten ein Echowerk wie die Bad Homburger. Stilistisch ist die rekonstruierte Bürgy-Orgel der Schlosskirche dem Spätbarock verpflichtet. Sie repräsentiert die Zeit, in der Bad Homburg Residenz des Landgrafen und erfüllt von dem Wunsch nach Repräsentation war, nicht nur vom Landgrafen ausgehend, sondern auch von der wohlhabenden Bürgerschaft.
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