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13.02.2019

Stadt legt Amphibienteiche an

Die Stadt hat gleich mehrere Maßnahmen zum Schutz von Amphibien umgesetzt. In der Umgebung des Großen Tannenwalds wurden drei vorhandene, aber seit längerem verlandete Teiche zu Amphibiengewässern ausgebaut, indem unter anderem der Wasserspiegel angehoben wurde. An den Buschwiesen wurde ein weiterer Amphibienteich neu angelegt. Das Gewässer wird durch einen Abzweig aus einem vorhandenen Entwässerungsgraben gespeist.
Die Teiche sollen Erdkröten und weiteren seltenen Amphibienarten im Frühjahr als Laichplatz dienen. Im Herbst werden die Teiche voraussichtlich trockenfallen, was den Amphibien aber nicht schadet, im Gegenteil: Durch das Trockenfallen wird das Vorkommen an räuberischen Fischen dezimiert, die im Frühjahr Laich und Jungtiere von Amphibien fressen. Durch die Maßnahmen wird die Biodiversität im Großen Tannenwald sowie an den Buschwiesen und damit in ganz Bad Homburg grundlegend erhöht. Die Teichbauten haben mit Planung und Baubegleitung insgesamt rund 20.000 Euro gekostet.
Zudem wurde das untere Ende des Graben am Güldensöllerweg zu einem Kolk, das ist eine kleine, wassergefüllte Vertiefungen, erweitert. Die in der Folge langsamere Strömung im Bereich des Kolks verbessert für im Wasser treibende Erdkröten die Erreichbarkeit des Ufers.
Die Verwaltung befasst sich bereits seit längerem mit dem Thema Amphibienschutz. So werden seit einigen Jahren während der Laichzeit im Frühjahr Hinweisschilder an den Wanderwegen der Amphibien aufgestellt. In Dornholzhausen beispielsweise wurde an einzelnen Straßenabschnitten, an denen Amphibien wandern, mit LED-Wechselverkehrszeichen installiert, Aufstiegshilfen aus Regenwassereinläufen eingerichtet und ein Amphibienzaun an einem Waldweg aufgestellt, um die Population von Erdkröten im Forellenteich in Dornholzhausen zu schützen. Die Erdkröten wandern im Frühjahr aus dem Wald, dem Feld und den Gärten zur Paarung und zum Ablaichen an den Forellenteich. Da der Teich im Süden direkt an die Bebauung Dornholzhausens grenzt, ist hier immer ein Teil der Erdkröten vom Überfahren bedroht.
Im vergangenen Jahr haben Freiwillige rund 6.000 Erdkröten gesammelt und an den Forellenteich gebracht. Auch in diesem Frühjahr sind gemeinsame Aktionen mit dem BUND-Ortsverband zum Schutz der Erdkröten geplant.
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