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Internationale Wochen gegen Rassismus

Internationale Wochen gegen Rassismus

Oberbürgermeister Alexander Hetjes besuchte die Bad Homburger Synagoge, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.
Oberbürgermeister Hetjes beim Besuch der Synagoge. | © Bad Homburg

Vertiefung des Dialogs

Die Stadt Bad Homburg hat sich in diesem Jahr erstmals an der Internationalen Woche gegen Rassismus beteiligt, die alljährlich zum Gedenken an das Massaker von 1960 in Sharpeville (Südafrika) ausgerichtet wird. Aus diesem Anlass besuchten Vertreter der Stadt sowohl die Synagoge im Töpferweg als auch die Moschee der Ahmadiya Gemeinde im Schaberweg. Die Fachbereichsleiterin „Soziales, Jugend und Wohnen“, Barbara Callenberg, statte am Freitag, 22. März 2019,der Moschee im Niederstedter Weg einen Besuch. Nach dem herzlichen Empfang durch Mitglieder der Gemeinde wurde mit dem Vorsitzenden der Gemeinde, Nadeem Ahmad, und Imam Faiz Khan eine Vertiefung der interkulturellen und interreligiösen Zusammenarbeit gesprochen. Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes und Bürgermeister Meinhard Matern schauten zwei Tage später, am 24. März, bei der jüdischen Gemeinde der Kurstadt vorbei, die seit kurzem in der Synagoge im Töpferweg beheimatet ist. Bei dem Gespräch mit Eugen Sternberg, dem Vorsitzenden der Gemeinde, und Rabbiner Shalom Dovber Rabinovitz wurde vereinbart auch zukünftig den Dialog miteinander zu suchen und das friedliche Leben miteinander fortzuführen. Vertreter beider Gemeinden betonen die gute Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Homburg und möchten Ihre Kontakte zu anderen religiösen Gemeinschaften und der Stadt Bad Homburg weiterhin ausbauen und laden alle Interessierten herzlich ein, sich an diesem Dialog zu beteiligen.
Barbara Callenberg zu Besuch in der Moschee im Schaberweg. | © Bad Homburg

Hintergrund

Am Vormittag des 21. März 1960 fanden sich an verschiedenen Orten der kleinen südafrikanischen Stadt Sharpeville (50 km südlich von Johannesburg) zwischen 5.000 und 7.000 Menschen zusammen. Sie folgten einem Aufruf des Pan African Congress (PAC), der eine fünftägige gewaltfreie und friedliche Protestaktion angekündigt hatte. Die Menschen demonstrierten gegen die Passgesetze des Apartheid-Regimes. Diese regelten das „Aufenthaltsrecht“ der schwarzen Südafrikaner*innen. Die Anzahl der Schwarzen außerhalb der „homelands“ sollte so auf ein Minimum beschränkt werden, ihre Arbeitskraft aber weiter zur Verfügung stellen. Die Demonstranten setzten sich in Richtung Polizeistation im Sharpeviller Zentrum in Bewegung. Die Polizei hielt die friedlich demonstrierende Menge mit niedrig fliegenden Flugzeugen und Tränengas in Schach. Um kurz nach 13 Uhr eskalierte dann die Situation: Angeblich als Reaktion auf Steinewerfer schoss die Polizei in die Menge. Die Menschen flohen in Panik, die Polizei schoss weiter. 69 Menschen wurden getötet, darunter acht Frauen und zehn Kinder. Viele wurden verletzt, teilweise schwer. Zum Gedenken an das Massaker von Sharpeville wurde sechs Jahre später, 1966, der 21. März von den Vereinten Nationen zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausgerufen. Seit 1994 hat der Interkulturelle Rat die Initiativen und Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland koordiniert. Im Jahr 2008 wurde der Aktionszeitraum auf Grund der Vielzahl der Veranstaltungen und steigenden Beteiligung auf zwei Wochen ausgeweitet. Um diese Arbeit nachhaltig zu sichern, hat der Interkulturelle Rat im Jahr 2014 eine gemeinnützige Stiftung gegründet. Seit Januar 2016 laufen die operativen Arbeiten des Projektes Internationale Wochen gegen Rassismus über die Stiftung.
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