Bad Homburg v. d. Höhe. Nicht nur wir Menschen erfreuen uns an den steigenden Temperaturen und der wieder aufblühenden Natur. Es beginnt auch überall zu summen und zu krabbeln. Wildbienen und andere Insekten und Kleintiere suchen nach Lebensraum und Nahrung.
Die Stadt Bad Homburg hat durch den Betriebshof am Platzenberg ein neues Sandarium errichten lassen, das nun fertigstellt wurde. Dabei handelt es sich um eine offene Sandfläche mit Steinen und Gehölzen. Die lockere und offene Bodenstruktur bietet ideale Bedingungen für bodennistende Wildbienenarten, die dort ihre Nester anlegen können. Ein natürlicher, ungewaschener Sand in Verbindung mit lehmigem Boden ist eine der besten Nistmöglichkeiten für Wildbienen.
Besonders geeignet sind Flächen in sonniger Lage, da Wildbienen Wärme benötigen, um aktiv zu sein. In Verbindung mit Totholz, von dem sie sich Material zum Bruthöhlenbau zu Nutze machen können, sind standorttypische Pflanzen wie heimische Gehölze zur Pollenbeschaffung essenziell. Wildbienen sind wichtig für die Erhaltung der Biodiversität, da sie als spezialisierte Bestäuber maßgeblich zur Vielfalt von Pflanzen beitragen.
Auch kleinere Reptilien profitieren von dem Sandarium, da es sich schnell erwärmt und perfekte Möglichkeiten zum Sonnenbaden und als Lebensraum bietet.
Der Bereich, in dem das Sandarium errichtet wurde, war zuvor mit Brombeeren zugwuchert, die drei junge Birnbäume in ihrem Wachstum behindert haben. Die entstandene Freifläche war prädestiniert für ein Sandarium, aufgrund der Ost-Süd Ausrichtung und dem vorhandenen Bewuchs im nordwestlichen Bereich, der schützend gegen Witterungseinflüsse wirkt. Mit dem anfallenden Obstbaumschnitt vom Platzenberg wurde zudem um das Sandarium eine Benjeshecke (Totholzhecke) erstellt, die als Einrahmung und Schutz dient.
Zusätzlich wurde auf der vormals eintönigen Brombeer-Fläche eine Vielzahl heimischer Gehölze wie Kornelkirsche, Haselnuss, Weißdorn, Liguster, Holunder und Weiden gepflanzt, welche künftig als Pollenspender fungieren.
Neben Sandarien am Mariannenweg, in der Saarstraße und an der Kleingartenanlage Königsteiner Straße ist das nun fertiggestellte Sandarium am Platzenberg das vierte auf städtischem Grund. Weitere sollen folgen.
Die Stadt bittet Bürgerinnen und Bürger darum, die Sandarien nicht zu betreten und Hunde fernzuhalten.