Skip to main content Skip to footer
Geschichte am Wegesrand | © Kreisarchiv des Hochtaunuskreises
9/26/26 | Führungen / Wanderungen

Geschichte am Wegesrand

Über den Taunuskamm zur Talmühle im Stahlnhainer Grund

Ortsgeschichtliche Wanderung mit Andreas Mengel

Treffpunkt: Gotisches Haus (Bushaltestelle)
Tourencharakter: Abwechslungsreiche, mittelschwere Waldwanderung mit teils kräftigen An- und Abstiegen, felsigen Passagen (Trittsicherheit erforderlich) und zahlreichen Fernblicken
Länge: 20 km (ganztägig) | Höhenmeter: ca. 400 m
Routenverlauf: Gotisches Haus – Lindenweg – König-Wilhelms-Weg – Marmorstein – Taunuskamm (Kieshübel/Hollerkopf) – Hans-Stephan-Stein – Unterer Hangweg – Talmühle – Metzgerpfad – Herzberg – Telefonschneise – Lindenweg – Gotisches Haus


Die Herbstwanderung der Reihe führt über den Lindenweg und ein kurzes Teilstück des König-Wilhelms-Weges zunächst zum Naturdenkmal Marmorstein (444 m). Von dort geht es weiter Richtung Taunuskamm, der zwischen dem Kieshübel (632 m) und dem Hollerkopf (615 m) überschritten wird. Auf einem der selten gewordenen Pfade folgt ein längerer, teilweise steiler Abstieg, bis oberhalb des Hessenparks der Untere Hangweg erreicht wird. Auf diesem parallel zum alten römischen Grenzwall verlaufenden Forst- und Wanderweg, der an einigen Stellen schöne Ausblicke ins Usinger Becken bietet, geht es dem Zielpunkt der Tageswanderung – der am Oberlauf des Erlenbachs im sogenannten Stahlnhainer Grund gelegenen Talmühle – entgegen. Diese 1782 erstmals erwähnte ehemalige Mahlmühle wurde bereits 1895 stillgelegt und beherbergt seit 1901 ein nicht nur im Hintertaunus bekanntes und beliebtes Gasthaus. Hier ist auch die Mittagsrast eingeplant. Der Rückweg erfolgt über den Metzgerpfad und den Herzberg (Homburger Hausberg), wo u. a. eine Besteigung des Aussichtsturmes auf dem Programm steht. Unterwegs erfahren die Teilnehmer zudem Wissenswertes zu Wegen, Bachläufen, Naturdenkmalen und anderen am Wegesrand liegenden Zeugnissen der Vergangenheit.

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenfrei, eine vorherige Anmeldung unter der angegebenen Telefonnummer bzw. E-Mail-Adresse jedoch aus organisatorischen Gründen erforderlich. Festes Schuhwerk wird empfohlen. Trotz der vorgesehenen Einkehrmöglichkeiten sollten die Teilnehmer eine kleine Rucksackverpflegung und ausreichende Trinkvorräte bereithalten. Die Rückkehr am Gotischen Haus erfolgt gegen 18 Uhr.
Date

Saturday, 9/26/26 -

Starts at 09:00 Uhr

Ends at 18:00 Uhr

Save the date
Address
Gotische Allee 1
61350 Bad Homburg v. d. Höhe
Open image in lightboxOpen image in lightboxOpen image in lightboxOpen image in lightboxOpen image in lightboxOpen image in lightbox
Event organizer
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Venue
Museum Gotisches Haus

Das Gotische Haus ist ein 1823 im Auftrag der Landgräfin Elizabeth für ihren Mann, Landgraf Friedrich VI. Joseph, errichtetes Jagdschlösschen am Großen Tannenwald. Es hat, nach dem Tod des Landgrafen im Jahr 1829, seine Funktion nie aufnehmen können und diente fortan den unterschiedlichsten Zwecken. Seine Architektur wurde mehrfach der sich ändernden Nutzung angepasst, bis es nach einem Brand im Inneren völlig zerstört wurde. Nach einer ersten Sanierung in den 1980er Jahren wurde es im Äußeren der ursprünglichen Form weitestgehend angeglichen. Im Inneren hatte das Feuer alles zerstört. Ein mehrgeschossiger Beton- und Mauerbau ersetzte die einstig eingeschossigen Räumlichkeiten, die in viele gesonderten Räume unterteilt wurden.

1985 zog hier das 1916 gegründete Städtische historische Museum ein. Im Mittelpunkt seiner Präsentationen standen die Sammlungen zur Stadt- und Landesgeschichte Hessen-Homburgs sowie die Exponate der Kur- und Kulturgeschichte der Stadt Bad Homburg. Sonderbereiche waren ein Münzkabinett, die „Marienbader Stube“ und das sogenannte „Hutmuseum“.  

2020 wurde mit einer erneuten Sanierung des Gotischen Hauses begonnen. Es wurde mit einem zusätzlichen Treppenhaus ausgestattet, technisch auf den neuesten Stand gebracht und klimaneutral gemacht.

Während der Sanierung blieben 40 000 Objekte der Sammlung vorübergehend im „Schaudepot im Horex Museum“ Interessierten jederzeit zugänglich. Bis dahin wurden im 2012 eröffneten Horex Museum die industriegeschichtlichen Objekte unserer Sammlung, insbesondere zur Mobilitätsgeschichte, ausgestellt.  

Die Sanierung des Gotischen Hauses geht zu Ende. 2025 wird das Museum wiedereröffnet. Seine Fassade zeigt sich in der historischen Formensprache der im 19. JahrhundertTudor-Gotik, einzigartig auf dem europäischen Festland, dessen „Gotische Häuser“ in englischen Landschaftsgärten (s. Puschkin, Pulawy oder das Gartenreich Dessau-Wörlitz) die Architektur der deutschen Gotik, teils mit anderen Stilen kombiniert, zitieren.

Damit entspricht die Fassadengestaltung unseres Gotischen Hauses und die Wegeführung wieder den ursprünglichen Plänen der Landgräfin Elizabeth. Sein Inneres bleibt ein funktionaler Bau dessen neueste Museumstechnik helfen wird, die kostbaren und oft sehr fragilen Objekte, ausgeführt in unterschiedlichsten Materialien, auch für künftige Generationen zu erhalten.  

Alle Sammlungsbereiche werden nach der Eröffnung des Museums Gotisches Haus, in regelmäßig wechselnden Präsentationsformen, ausgestellt. Sonderausstellungen werden die einzelnen Sammlungsgebiete vertiefend darstellen.

Museum Gotisches Haus von Oben | © Norbert Miguletz; Open image in lightboxMuseum Gotisches Haus von Oben | © Norbert Miguletz; Open image in lightbox

The surrounding places