Bad Homburg v. d. Höhe. Zwischen Schaukeln, Rutschen und grünen Oasen wird es künftig noch mehr zu entdecken geben als nur Spiel und Bewegung: Auf sechs Spielplätzen im Bad Homburger Innenstadtbereich laden neue Tafeln dazu ein, Kinderrechte mit allen Sinnen zu erleben. Der Kinderrechtepfad bringt wichtige Themen dorthin, wo Kinder ohnehin sind – mitten in ihren Alltag.
Mit insgesamt zehn liebevoll gestalteten Tafeln, illustriert von der Künstlerin Teresa Linke, macht der Kinderrechtepfad zentrale Rechte von Kindern anschaulich und begreifbar. Jede Station widmet sich einem eigenen Recht – von Bildung und Gesundheit über Beteiligung bis hin zum Schutz vor Gewalt – und verbindet Information mit spielerischen und sinnlichen Elementen, die Motorik, Fantasie und Empathie fördern.
Die Tafeln sind auf folgenden Spielplätzen zu finden: Weberstraße (2 Tafeln), Untertor/Am Stadtgraben, Volkshochschule (2 Tafeln), Jubiläumspark (2 Tafeln), Römerbrunnen (2 Tafeln) sowie am Mühlweg.
Der Kinderrechtepfad ist Teil eines bundesweiten Konzepts des Deutschen Kinderhilfswerks und wurde in Bad Homburg durch die koordinierende Arbeit der Präventionsketten Bad Homburg in enger Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund Hochtaunus umgesetzt. Ziel ist es, Kinderrechte dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar zu machen und ihre Bedeutung stärker im Bewusstsein der Stadtgesellschaft zu verankern.
„Kinderrechte gehören mitten in unsere Gesellschaft – und genau dort machen wir sie jetzt sichtbar und erlebbar. Der Kinderrechtepfad ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir die Perspektiven und Bedürfnisse von Kindern ernst nehmen und ihnen Raum geben“, betont Stadtrat Tobias Ottaviani.
Auch Projektleiter Daniel Matuschewski unterstreicht die Bedeutung des Projekts: „Der Kinderrechtepfad ist mehr als ein Bildungsangebot. Er lädt Kinder dazu ein, ihre Rechte spielerisch zu entdecken und sich aktiv mit ihnen auseinanderzusetzen. Gleichzeitig schaffen wir ein niedrigschwelliges Angebot für Familien, Kitas und Schulen, um Kinderrechte ganz konkret im Alltag zu thematisieren.“
„Wir freuen uns sehr, dass die Stadt Homburg heute einen ‚Kinderrechtepfad‘ eingeweiht hat und damit ein wahrnehmbares Zeichen für Kinderrechte setzt. Dass die Kinderrechte in Bad Homburg mit dem Lernpfad nun fest im Stadtbild verankert sind, ist ein wichtiges Signal. Denn wir brauchen die gesamte Gesellschaft, damit Deutschland ein kinderfreundliches Land wird”, betont Kai Hanke, Geschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Zur feierlichen Eröffnung des Kinderrechtspfads am 5. Mai 2026 auf dem Spielplatz im Jubiläumspark wurde noch ein besonderes Highlight der Aktion vorgestellt: die Rallyekarte, die alle sechs Standorte verbindet. Kinder und interessierte Erwachsene können damit auf Entdeckungstour gehen und herausfinden, welches Kinderrecht an welchem Ort zu finden ist. Über einen integrierten QR-Code gelangen sie zudem zu weiterführenden Informationen und Unterstützungsangeboten. Wer alle Stationen richtig zuordnet, kann sich über eine kleine Belohnung freuen.
Die ausgefüllten Rallyekarten können abgegeben oder noch blanko abgeholt werden bei der Koordination der Präventionsketten Daniel Matuschewski (06172/2657388, daniel.matuschewski@bad-homburg.de), welcher auch bei Fragen zum Pfad oder den Kinderrechten zur Verfügung steht.
Der Kinderrechtepfad ist ein zentrales Ergebnis der Zusammenarbeit vieler Institutionen des Netzwerks Präventionsketten Bad Homburg, die im Rahmen des hessischen Landesprogramms „Gelingendes Aufwachsen, Kinderrechte leben“ seit 2022 den Aufbau einer kinderfreundlichen und vernetzten Infrastruktur vorantreiben. Im Fokus stehen dabei die Stärkung von Kinderrechten, die Förderung von Beteiligung sowie die Verbesserung von Übergängen und Teilhabechancen für junge Menschen.
Ottaviani: „Mit dem neuen Kinderrechtepfad setzt Bad Homburg ein nachhaltiges Zeichen: für mehr Sichtbarkeit, mehr Bewusstsein – und vor allem für die Rechte der Kinder.“ Zudem dankte der Stadtrat dem Land Hessen und der Auridis Stiftung für deren finanzielle Unterstützung.