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Oberbürgermeister Alexander Hetjes (Mitte), MdL Elke Barth (links daneben) mit Daniel Ott (Firma Krauth Technology) und Stephanie Molkenbuer und Carsten Schlosser von der Stadtplanung. (Foto: Stadt)  | © Stadt
Aktuelles – 02.11.2026
Aktuelles

Spatenstich für Fahrradparkturm am Bahnhof

Inbetriebnahme für das vierte Quartal 2027 geplant
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Mit dem Spatenstich für den neuen Fahrradparkturm am Walter-Lübke-Platz auf der Südseite des Bad Homburger Bahnhofs beginnt ein weiterer wichtiger Schritt für den Ausbau der städtischen Fahrradinfrastruktur. Der vollautomatisierte Fahrradparkturm wird künftig 110 Fahrrädern einen sicheren und komfortablen Abstellplatz bieten. Insbesondere Pendlerinnen und Pendler, die mit dem Fahrrad zum Bahnhof kommen und ihre Fahrt mit Bus oder Bahn fortsetzen, sollen von dem neuen Angebot profitieren. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen.

 

„Mit dem Fahrradparkturm schaffen wir am Bahnhof eine moderne und sichere Abstellmöglichkeit, die den Bedürfnissen der Menschen entspricht, die im Alltag flexibel und klimafreundlich unterwegs sein möchten. Gerade für hochwertige Fahrräder und Pedelecs ist ein geschützter Abstellplatz ein wichtiger Baustein, um den Umstieg vom Fahrrad auf Bus und Bahn noch attraktiver zu machen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes. „Wir investieren damit ganz konkret in eine zukunftsfähige Mobilität und stärken die Verbindung zwischen Radverkehr und öffentlichem Nahverkehr.“

 

Der Fahrradparkturm wird auf einer Gebäudegrundfläche von rund 65 Quadratmetern errichtet und eine Höhe von zwölf Metern erreichen. Damit bleibt das Bauwerk deutlich unter der maximal zulässigen Gebäudehöhe von 16 Metern. Die Fassade wird aus hinterleuchteten Aluminium-Paneelen bestehen.

 

Die Nutzung wird über eine App oder einen stationären Terminal gesteuert. Mehrere Fahrradzugänge ermöglichen eine parallele Nutzung durch verschiedene Radfahrende. Im Inneren übernimmt eine vollautomatisierte Anlage die Einlagerung und Ausgabe der Fahrräder. Das soll den Parkvorgang beschleunigen und die Nutzung besonders komfortabel gestalten. Auch hochwertige Fahrräder, darunter Pedelecs, können so sicher untergebracht werden.

 

Mit der Umsetzung ist die Krauth Technology GmbH aus Eberbach in Baden-Württemberg beauftragt. Das Unternehmen hat bereits vergleichbare Fahrradparktürme in Waiblingen und Ravensburg realisiert und in Betrieb genommen.

 

Bauarbeiten starten – Inbetriebnahme Ende 2027 geplant

In einem ersten Schritt werden die Erdarbeiten und die Herstellung der Bodenplatte voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen. Die Errichtung des Stahlbaus sowie die Montage der technischen Anlagen im Gebäude sind anschließend für das Frühjahr vorgesehen, sobald es die Witterungsverhältnisse zulassen. Die Inbetriebnahme des Fahrradparkturms ist für das vierte Quartal 2027 geplant.

 

Zur Vorbereitung der Baustelle werden in den kommenden Tagen die Fahrradabstellbügel im Bereich des Walter-Lübke-Platzes demontiert. Anschließend wird der Baustellenbereich durch einen Bauzaun gesichert. 

 

Oberbürgermeister Hetjes betont: „Während der Bauphase wird es im unmittelbaren Umfeld zu Einschränkungen kommen. Wir bitten alle Nutzerinnen und Nutzer des Bahnhofs sowie die Anlieger um Verständnis. Aber: Mit dem neuen Fahrradparkturm schaffen wir eine langfristige Verbesserung, von der viele Menschen profitieren werden.“

 

Bund fördert rund 75 Prozent der Baukosten

Das Auftragsvolumen beträgt rund 1,6 Millionen Euro. Hinzu kommen weitere Kosten, unter anderem für die Gründung und Erschließung des Bauwerks sowie für die Wiederherstellung der angrenzenden Verkehrs- und Grünanlagen nach Abschluss der Hochbauarbeiten.

 

Das Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) fördert das Projekt im Rahmen des Programms „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ des Bundesministeriums für Verkehr. Der Bund übernimmt rund 75 Prozent der Baukosten. Die im Fördermittelbescheid festgesetzten zuwendungsfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Der städtische Anteil beträgt rund 500.000 Euro.

 

Baustein für die Mobilität der Zukunft

Der Fahrradparkturm ist Teil des integrierten Mobilitäts- und Verkehrskonzepts Bad Homburg 2035 (MOKO) sowie des städtischen Radverkehrskonzepts. Beide Konzepte setzen auf sichere Fahrradabstellanlagen und eine bessere Verknüpfung von Fahrrad und öffentlichem Personennahverkehr. Darüber hinaus unterstützt das Vorhaben die Ziele des Integrierten Klimaschutzkonzepts (IKK).

 

Auch mit Blick auf die geplanten Erweiterungen des Schienenpersonennahverkehrs gewinnt die Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel an Bedeutung. Dazu zählen die Verlängerung der U2, die 

 

Eröffnung der Regionaltangente West und die geplante Durchbindung der RB 16 von Friedberg zum Bad Homburger Bahnhof.

 

„Der Bahnhof ist eine zentrale Mobilitätsdrehscheibe unserer Stadt. Mit dem Fahrradparkturm bereiten wir uns auch auf die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs vor und sorgen dafür, dass das Fahrrad als Zubringer eine noch größere Rolle spielen kann“, so Hetjes. „Unser Ziel ist es, den Menschen attraktive Alternativen zum Auto zu bieten – mit sicheren Abstellmöglichkeiten, kurzen Wegen und einem guten Zusammenspiel der Verkehrsmittel.“