Zum Hauptinhalt springen Zur Fußzeile springen
Rind-Testament an Stadtarchiv übergeben
Aktuelles – 04.05.2026
Aktuelles

Rind-Testament an Stadtarchiv übergeben

Bedeutendes historisches Dokument für Bad Homburg
Folgen Sie uns auf
#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Im Rahmen einer Veranstaltung des Stadtarchivs in der Villa Wertheimber wurde am 22. April ein bedeutendes Stück Bad Homburger Geschichte offiziell übergeben: Das Original-Testament von Johann Christian Rind (1726–1797) befindet sich künftig im Stadtarchiv Bad Homburg.

Die Übergabe erfolgte durch den Vorstandsvorsitzenden der Rind’schen Bürgerstiftung, Hans-Dieter Homberg, an Oberbürgermeister Alexander Hetjes sowie die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Astrid Krüger. Anlass war das Doppeljubiläum „300 Jahre Johann Christian Rind“ und „250 Jahre Rind’sche Bürgerstiftung“. Oberbürgermeister Hetjes würdigte die Bedeutung des Dokuments für die Stadt: „Mit dem Testament kehrt ein zentrales Zeugnis Homburger Geschichte an einen Ort zurück, an dem es dauerhaft gesichert und für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.“

Das Testament aus dem Jahr 1776 bildet die Grundlage der bis heute bestehenden Rind’schen Bürgerstiftung. Es regelt detailliert die Verwendung des Vermögens zugunsten sozialer Zwecke und dokumentiert eindrucksvoll das Engagement des Stifters für die Stadtgesellschaft.

Dem Abend vorausgegangen war eine enge Abstimmung zwischen der Bürgerstiftung, dem Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg v. d. Höhe sowie dem Stadtarchiv. Über diesen Weg konnte die Übergabe des Dokuments an die Stadt vereinbart werden. Das historische Schriftstück wird nun zunächst fachgerecht restauriert. Die Arbeiten übernimmt die Restauratorin Martina Noehles (Atelier Carta, Frankfurt/Mühlheim). Im Anschluss wird das Testament in die Bestände des Stadtarchivs integriert und dauerhaft gesichert.

Im Anschluss an die Übergabe widmete sich ein Vortrag von Prof. Dr. Barbara Dölemeyer der Person Johann Christian Rind. Auf Grundlage aktueller Forschungen beleuchtete sie dessen Wirken als Kaufmann, Finanzier, Stifter und Mitglied der Homburger Schützengesellschaft und ordnete seine Biografie in die Stadtgeschichte des 18. Jahrhunderts ein.

Die Veranstaltung fand im Beisein zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter aus Stiftung, Politik und Kultur statt und klang mit einem gemeinsamen Austausch aus.