Bad Homburg v. d. Höhe. Wie können Handwerksbetriebe am Standort Bad Homburg langfristig gestärkt und neue Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Wirtschaftsdialogs Handwerk, zu dem die städtische Wirtschaftsförderung am Mittwoch, 28. Oktober 2026, eingeladen hatte. Rund 30 Unternehmen folgten der Einladung in die Albin-Göhring-Halle, um sich über die geplante Entwicklung des Gewerbegebiets „Massenheimer Weg“ zu informieren und mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt ins Gespräch zu kommen.
Oberbürgermeister Alexander Hetjes begrüßte die Teilnehmenden und unterstrich die Bedeutung des Handwerks für den Wirtschaftsstandort Bad Homburg. Rund 300 Handwerksbetriebe prägen die Stadt, schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze und tragen mit ihrer Fachkompetenz und Innovationskraft zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Um den Betrieben auch künftig geeignete Rahmenbedingungen zu bieten, verfolgt die Stadt neben wichtigen Infrastrukturprojekten wie der geplanten U2-Verlängerung und der Regionaltangente West insbesondere die Bereitstellung zusätzlicher Gewerbeflächen durch Neuausweisung und Nachverdichtung.
„Das Handwerk ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Wirtschaftsstandorts. Unsere Betriebe schaffen Arbeits- und Ausbildungsplätze, sichern wertvolles Fachwissen und tragen maßgeblich zur Entwicklung unserer Stadt bei. Deshalb ist es uns wichtig, ihnen auch langfristig Perspektiven zu bieten. Mit der Entwicklung des Gewerbegebiets am Massenheimer Weg wollen wir die Voraussetzungen dafür schaffen und die Bedürfnisse der Unternehmen frühzeitig in unsere Planungen einbeziehen“, betont Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes.
Gewerbegebiet Massenheimer Weg im Fokus
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die geplante Gewerbegebietsentwicklung am Massenheimer Weg. Sie soll bestehenden Unternehmen neue Entwicklungsperspektiven eröffnen und zugleich Möglichkeiten für die Ansiedlung weiterer Betriebe schaffen.
Ole Pelster aus dem Fachbereich Stadtplanung stellte den aktuellen Stand des Bebauungsplanverfahrens sowie die weiteren Schritte hinsichtlich Erschließung, Grundstücksvergabe und zeitlicher Umsetzung vor. Nach der derzeitigen Planung wird der Satzungsbeschluss Anfang 2027 erwartet. Daran schließen sich die Grundstücksneuordnung und die Erschließung an.
Besonderes Interesse galt der möglichen Vergabe städtischer Grundstücke im Erbbaurecht. Auch die Idee eines Gewerbehofs im Rahmen eines Konzeptvergabeverfahrens wurde thematisiert. Über die konkrete Ausgestaltung und die Vergabekriterien wird derzeit noch beraten. Die entsprechenden politischen Beschlüsse stehen aus.
Austausch und Vernetzung stärken
Im Anschluss an den fachlichen Teil nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Fragen zu stellen, Erfahrungen auszutauschen und eigene Anregungen einzubringen. Neben Vertreterinnen und Vertretern der Handwerksbetriebe beteiligten sich unter anderem die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, die Taunus Sparkasse und die Frankfurter Volksbank Rhein/Main am Dialog.
Die Wirtschaftsförderung und die Stadtplanung nehmen die Rückmeldungen aus den persönlichen Gesprächen und den ausgefüllten Feedbackbögen in ihre weitere Arbeit auf. Ziel ist es, die Bedürfnisse der Unternehmen frühzeitig zu berücksichtigen und gemeinsam tragfähige Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung Bad Homburgs zu schaffen.
Der Wirtschaftsdialog bot darüber hinaus Gelegenheit, bestehende Kontakte zu vertiefen, neue Verbindungen zu knüpfen und den Austausch zwischen Stadtverwaltung und örtlicher Wirtschaft weiter zu stärken. „Eine bedarfs- und zielgruppenorientierte Entwicklung der Gewerbeflächen und des Wirtschaftsstandortes Bad Homburg, wo Unternehmen investieren und sich wettbewerbsfähig für die Zukunft aufstellen können, ist ein unsere Zielsetzung“ erklärt Dong-Mi Park-Shin, Leiterin der Wirtschaftsförderung.