Bad Homburg v. d. Höhe. Wer künftig nach Bad Homburg einfährt, wird an mehreren Stellen offiziell in der „Kurstadt Bad Homburg“ willkommen geheißen.
Bei einer Feierstunde im Speicher im Bad Homburger Kulturbahnhof hat Hessens Innenminister Prof. Dr. Roman Poseck 16 hessischen Kommunen eine offizielle Urkunde überreicht, die die Städte und Gemeinden dazu berechtigt, die Zusätze „Kurstadt“, „Kurort“ oder „Heilbad“ offiziell in ihrem Namen zu tragen und dies zum Beispiel auf Ortsschildern sichtbar zu machen. Möglich gemacht hat dies eine Änderung der Hessischen Gemeinde- und Landkreisordnung. Veranstaltet wurde die Feier vom Hessischen Heilbäderverband.
„Die Kur ist der Markenkern unserer Stadt und ein wesentlicher Bestandteil unserer Identität“, betonte Oberbürgermeister Alexander Hetjes und verwies auf die historische und sozioökonomische Bedeutung des Kurwesens für Bad Homburg. „Unsere Aufgabe ist es dabei, Tradition immer wieder neuzugestalten.“
Die Kur hat die Entwicklung Bad Homburgs seit dem 19. Jahrhundert maßgeblich geprägt. Mit der Nutzung der Heilquellen entwickelte sich die Stadt zu einer international bekannten Kur- und Gesundheitsmetropole. Dieses Erbe ist bis heute im Stadtbild sichtbar – etwa durch den Kurpark, das Kurhaus, die Spielbank oder die historische Bäderarchitektur. Zugleich war die Kur über Jahrzehnte Motor des wirtschaftlichen Wachstums, prägte das gesellschaftliche Leben und formte das Selbstverständnis der Stadt nachhaltig.
Aus dieser Tradition heraus entwickelte sich Bad Homburg nicht nur zu einem leistungsfähigen Gesundheitsstandort, sondern auch zu einem attraktiven Wirtschafts- und Wohnort mit hoher Lebensqualität. Der Namenszusatz „Kurstadt“ bringt diese besondere Bedeutung nun auch nach außen zum Ausdruck – als Bekenntnis zur Geschichte ebenso wie zur Gegenwart und Zukunft der Stadt.
Die neuen Ortsschilder werden in den kommenden Wochen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet angebracht.