Bad Homburg v. d. Höhe. Uniformen in der Fußgängerzone, direkte Ansprachen und konsequente Kontrollen: Am vergangenen Freitag haben Stadtpolizei und Landespolizei gemeinsam mit Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak Kontrollen auf der Louisenstraße durchgeführt und damit ein deutliches Zeichen für Ordnung, Rücksichtnahme und Präsenz im öffentlichen Raum gesetzt.
Die Stadtpolizei war dabei im Rahmen ihrer regulären Aufgaben vor Ort. Die Landespolizei unterstützte den Einsatz, um gemeinsam einen besonderen Schwerpunkt auf die Einhaltung der geltenden Regeln zu legen.
Im Fokus der Kontrollen standen insbesondere Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer sowie Nutzerinnen und Nutzer von E-Scootern. Während das Radfahren in der Louisenstraße lediglich zwischen 20 Uhr und 9 Uhr erlaubt ist, gilt tagsüber ein Fahrverbot. Verstöße werden mit einem Bußgeld von 25 Euro geahndet. E-Scooter dürfen die Fußgängerzone grundsätzlich nicht befahren; hier beträgt das Bußgeld 50 Euro.
Im Verlauf der Kontrollen konnten einige Verstöße festgestellt werden, die unmittelbar mit einem Bußgeld geahndet wurden. Ziel der Maßnahme ist es, die Sicherheit und die Aufenthaltsqualität in der stark frequentierten Fußgängerzone weiter zu erhöhen.
„Die Louisenstraße ist ein zentraler Aufenthaltsbereich in unserer Stadt. Regeln gelten hier für alle gleichermaßen – und wir sorgen gemeinsam mit der Landes- und Stadtpolizei dafür, dass sie auch eingehalten werden. Nur so können wir Sicherheit und ein gutes Miteinander gewährleisten“, sagt Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak.
Der gemeinsame Einsatz unterstreicht den klaren Tenor: Für Sicherheit und Ordnung in der Louisenstraße ziehen Stadtverwaltung, Stadtpolizei und Landespolizei an einem Strang. Die Stadtpolizei wird auch weiterhin regelmäßig vor Ort Präsenz zeigen und für die Einhaltung der geltenden Regeln sorgen.
Neue „Schutzfrau vor Ort“ vorgestellt
Neben den Kontrollen wurde auch die neue „Schutzfrau vor Ort“ vorgestellt: Sina Döll übernimmt künftig gemeinsam mit Martin Scheiber die Betreuung der Bürgeranliegen in Bad Homburg und Friedrichsdorf und steht als direkte Ansprechpartnerin für Fragen, Hinweise und Anliegen aus der Bevölkerung zur Verfügung.
Die 49-jährige Polizeihauptkommissarin lebt in Wehrheim und stammt ursprünglich aus dem Raum Marburg. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung bei der Polizei und einem Jahr bei der Bereitschaftspolizei in Lich wechselte sie nach Bad Homburg in den Wechselschichtdienst, in dem sie insgesamt 19 Jahre tätig war. Anschließend arbeitete sie viereinhalb Jahre im Ermittlungsdienst. Im Zuge polizeiinterner Umstrukturierungen und der Auflösung ihres bisherigen Bereichs entschied sie sich für die neue Aufgabe als Schutzfrau vor Ort. „Mir wurde die Tätigkeit angeboten. Da ich ein sehr kontaktfreudiger Mensch bin, habe ich sofort zugesagt“, berichtet Sina Döll.
Zu ihren Zielen gehört es, die Zusammenarbeit mit Vereinen weiter auszubauen und den direkten Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern zu stärken: „Mir ist wichtig, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, auch wenn gerade nichts passiert ist. Die Polizei soll für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar und greifbar sein. So können Vertrauen und gegenseitiges Verständnis wachsen.“
An Bad Homburg schätzt sie besonders das Gesamtpaket aus attraktivem Stadtbild, vielfältigen Freizeit- und Kulturangeboten, der lebendigen Fußgängerzone, der Vielfalt der Menschen sowie der gesamten Region.
Der Arbeitsalltag einer Schutzfrau vor Ort ist vielseitig. Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem Führungen durch die Polizeistation, Besuche in Kindergärten und Schulen, die Aufnahme von Anzeigen, die Unterstützung des Wechselschichtdienstes, die Bearbeitung von Bürgeranfragen, die Begutachtung von Orten mit gemeldeten Problemlagen oder aber auch die Betreuung von Fundsachen.
Bürgerinnen und Bürger erreichen Sina Döll und Martin Scheiber per E-Mail unter svo-bad-homburg-pst.ppwh@polizei.hessen.de oder telefonisch unter 06172 120-103/104. Darüber hinaus werden offene Sprechstunden ohne Terminvereinbarung im Rathaus, Zimmer 335, angeboten: dienstags von 14 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 10 bis 12 Uhr.