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Der Immobilienmarktbericht 2026
Aktuelles – 16.07.2026
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Der Immobilienmarktbericht 2026

Immobilienmarkt in der Kurstadt zeigt erste Erholungstendenzen
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Immobilienwerte hat den aktuellen Immobilienmarktbericht 2026 für das Gebiet der Stadt Bad Homburg vorgelegt. Der Bericht, der auf der Auswertung der Kaufpreissammlung für das gesamte Jahr 2025 basiert, bietet fundierte Einblicke in die Entwicklung des Immobilienmarktes und zeigt erste Anzeichen für eine Stabilisierung nach mehreren Jahren angespannten Marktgeschehens. 

Seit Anfang 2022 war der Immobilienmarkt, insbesondere im Neubausegment, durch eine gewisse Zurückhaltung auf Seiten sowohl der Käufer als auch der Verkäufer geprägt. Diese vorsichtige Haltung war durch ein unsicheres wirtschaftliches Umfeld, steigende Baukosten und gestiegene Finanzierungskosten bedingt. Doch seit Mitte 2024 lässt sich eine allmähliche Trendwende beobachten: Die Zahl der Grundstückstransaktionen ist spürbar angestiegen, was auf eine insgesamt optimistischere Markteinschätzung hindeutet. 

„Die steigende Zahl an Immobilientransaktionen und die Stabilisierung der Preise zeigen deutlich, dass Bad Homburg als attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort weiterhin stark nachgefragt ist. Diese Entwicklung stärkt nicht nur den lokalen Markt, sondern auch das Vertrauen von Investoren und Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen“, fasst Oberbürgermeister Alexander Hetjes zusammen. 

Diese Entwicklung ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Insbesondere die ersten leichten Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank im Juni 2024 haben zu einer spürbaren Investitionsbereitschaft geführt. Gleichzeitig kam es zu einer Annäherung der Preisvorstellungen zwischen Käufern und Verkäufern. Auf Käuferseite zeigte sich eine höhere Flexibilität hinsichtlich Lage, Größe und Ausstattung der gesuchten Immobilien. Darüber hinaus tragen gesetzliche und regulatorische Änderungen im Bereich der energetischen Gebäudesanierung zur Planungssicherheit bei, was insbesondere bei Investitionen in Bestandsimmobilien von Bedeutung ist. 

Hetjes: „Der Immobilienmarktbericht 2026 liefert eine wertvolle Grundlage für fundierte Entscheidungen – sowohl für private wie auch institutionelle Akteure. Gerade mit Blick auf die energetische Sanierung und nachhaltige Stadtentwicklung brauchen wir solche verlässlichen Daten.“ 

Auch im überregionalen Vergleich, insbesondere im wirtschaftsstarken Rhein-Main-Gebiet, lassen sich ähnliche Entwicklungen feststellen. Die Transaktionen im Jahr 2025 sind insgesamt leicht gestiegen, was als Zeichen einer beginnenden Marktberuhigung und -konsolidierung gewertet werden kann. In Bad Homburg sind die Verkaufszahlen 2025 relativ leicht zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr bewegt sich dies aber auf dem Niveau der vergangenen drei Jahre, was auch dem überregionalen Trend entspricht und auf eine Konsolidierung des Marktes hinweist. 

Die Auswertung der bisher im Jahr 2026 erfassten Kaufverträge deutet darauf hin, dass sich die erzielten Kaufpreise in etwa auf dem Durchschnittsniveau der letzten vier Jahre bewegen. Besonders im Segment des Wohnungseigentums – sowohl im Neubau als auch im Wiederverkauf – zeigt sich eine weitgehende Preisstabilität. So lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für neu errichtete Eigentumswohnungen im Zeitraum Januar bis Mai 2026 bei 7.655 Euro, für wiederverkaufte Wohnungen bei 3.860 Euro. Im Vergleich zu den Jahren 2023 bis 2025 lassen sich damit nur geringe Schwankungen feststellen, was auf eine breit angelegte Stagnation auf hohem Preisniveau hindeutet. Dieser Trend gilt gleichermaßen für Eigentumswohnungen wie für Einfamilienhäuser. 

In Bad Homburg besteht nach wie vor eine anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigem Wohnraum. Diese Nachfrage sorgt dafür, dass sich die Kaufpreise trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Unsicherheiten auf stabilem Niveau bewegen. Eine spürbare Preisdynamik ist aktuell nicht zu erkennen, jedoch wird das hohe Preisniveau auch in naher Zukunft voraussichtlich Bestand haben. 

Im Bereich der Handels- und Gewerbeimmobilien ist die Situation differenzierter zu betrachten. Zwar sind die Preise im Kernbereich der Stadt bislang stabil geblieben, doch besteht Unsicherheit hinsichtlich der langfristigen Entwicklungen bei Vermietung und Verpachtung. Die Veränderungen, die sich durch strukturelle Verschiebungen – etwa vermehrtes Home-Office, der Aufschwung des Online-Handels und eine fortschreitende Digitalisierung – während und nach der Pandemie ergeben haben, lassen eine Neubewertung der Bedarfe im gewerblichen Bereich notwendig erscheinen. Es bleibt abzuwarten, wie sich dieser Teilmarkt mittelfristig entwickeln wird. 

Der Immobilienmarktbericht 2026 liefert nicht nur eine detaillierte Analyse der Preisentwicklung in Bad Homburg, sondern bietet auch wichtige Vergleichsfaktoren zur sachgerechten Bewertung von Grundstücken und Gebäuden. Er stellt damit ein wertvolles Instrument für die Immobilienwirtschaft, Gutachter, Investoren sowie private Käufer und Verkäufer dar. 

Der Bericht kann gegen eine Gebühr von 40,00 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses in gedruckter Form oder als PDF-Datei erworben werden. Alternativ kann dieser als Download über die Homepages www.bad-homburg.de oder https://hvbg.hessen.de heruntergeladen werden. 

 Der Gutachterausschuss der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe analysiert gemäß Baugesetzbuch (§§ 192–199) den Grundstücksmarkt, erstellt Verkehrswertgutachten und stellt relevante Marktdaten anonymisiert zur Verfügung. Grundlage ist die systematische Auswertung notariell gemeldeter Kaufverträge. Aufgrund der begrenzten Fallzahlen in Bad Homburg werden bestimmte Bewertungsdaten durch überregionale Analysen ergänzt. Der Immobilienmarktbericht 2026 basiert auf diesen Daten, kann jedoch aktuelle Unsicherheiten am Markt nur eingeschränkt abbilden. Weitere Informationen, wie Kaufpreisauszüge oder Bodenrichtwerte, sind über die Geschäftsstelle oder online erhältlich. Die Gutachten erstellt ein unabhängiges, ehrenamtlich tätiges Expertengremium.