Bad Homburg v. d. Höhe. Oberbürgermeister und Stadtkämmerer Alexander Hetjes bringt am Donnerstag, 29. Oktober 2026, gemeinsam mit dem Kämmereibeauftragten Meinhard Matern den Entwurf für den Doppelhaushalt 2027/2028 in die Stadtverordnetenversammlung ein. Die Stadtverordneten werden voraussichtlich am 17. Dezember 2026 über die endgültige Fassung beschließen.
Bad Homburg stellt die Weichen für die kommenden Jahre: Mit dem Entwurf des Doppelhaushalts 2027/2028 legt die Stadt erneut einen ausgeglichenen Haushalt für beide Jahre vor. Zugleich ermöglicht die Planung ein umfangreiches Investitionsprogramm von insgesamt rund 214,8 Millionen Euro. Die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer bleiben unverändert.
Damit verbindet Bad Homburg finanzielle Stabilität mit einer klaren Perspektive für die Zukunft. Die Stadt investiert in ihre Infrastruktur, stärkt wichtige Angebote für die Bürgerinnen und Bürger und erhält sich ihre Handlungsfähigkeit – auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
„Dass wir für beide Haushaltsjahre einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen und gleichzeitig erhebliche Investitionen in die Zukunft unserer Stadt ermöglichen ist angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein wichtiges Ergebnis. Wir wollen Bad Homburg weiterentwickeln, unsere Infrastruktur modernisieren und die Lebensqualität in unserer Stadt sichern. Gleichzeitig behalten wir unsere finanzielle Verantwortung im Blick“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.
Die Ergebnis- und Finanzhaushalte der Jahre 2027 und 2028 sind ausgeglichen. Der Ergebnishaushalt weist für 2027 einen Überschuss von rund 27.950 Euro und für 2028 von rund 26.500 Euro aus. Den Erträgen von rund 295,87 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 306,04 Millionen Euro im Jahr 2028 stehen Aufwendungen von rund 295,85 Millionen Euro beziehungsweise rund 306,01 Millionen Euro gegenüber.
Verlässlichkeit für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen
Ein wichtiges Ziel bei der Haushaltsaufstellung ist es, die Bürgerinnen und Bürger sowie die Unternehmen am Standort nicht zusätzlich zu belasten. Deshalb sieht der Entwurf keine Erhöhung der kommunalen Steuerhebesätze vor.
Der Hebesatz der Gewerbesteuer bleibt bei 395 Prozent, der Hebesatz der Grundsteuer B bei 900 Prozent. Aus der Gewerbesteuer rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 113,85 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 116,13 Millionen Euro im Jahr 2028. Die Einnahmen aus der Grundsteuer B werden für beide Jahre mit jeweils rund 18,7 Millionen Euro veranschlagt.
Beim Gemeindeanteil an der Einkommensteuer erwartet die Stadt rund 56,36 Millionen Euro für 2027 und rund 58,73 Millionen Euro für 2028. Der Anteil an der Umsatzsteuer wird mit rund 15,98 Millionen Euro beziehungsweise rund 17,64 Millionen Euro angesetzt.
„Stabile Steuerhebesätze sind ein wichtiges Signal für die Menschen und die Unternehmen in unserer Stadt. Wir schaffen Verlässlichkeit und Planungssicherheit und setzen zugleich darauf, unseren Wirtschaftsstandort weiter zu stärken. Denn eine leistungsfähige Wirtschaft ist die Grundlage für gute Arbeitsplätze und für die Einnahmen, mit denen wir die Aufgaben unserer Stadt finanzieren“, betont Hetjes.
Die Gewerbesteuer bleibt dabei die wichtigste eigene Einnahmequelle der Stadt. Eine starke Wirtschaftsförderung, die Unterstützung ansässiger Unternehmen und die Begleitung neuer Ansiedlungen sind deshalb wichtige Bausteine, um die wirtschaftliche Basis Bad Homburgs langfristig zu verbreitern.
Rund 215 Millionen Euro für die Zukunft Bad Homburgs
Ein zentraler Schwerpunkt des Doppelhaushalts ist das umfangreiche Investitionsprogramm. Für 2027 sind Investitionsauszahlungen von rund 106,6 Millionen Euro vorgesehen, für 2028 weitere rund 108,2 Millionen Euro. Insgesamt stehen damit innerhalb von zwei Jahren rund 214,8 Millionen Euro für Investitionen zur Verfügung.
Zu den großen Vorhaben gehören insbesondere die Weiterführung der U-Bahn, die Kläranlage und der Straßenbau. Darüber hinaus investiert die Stadt in Digitalisierung, Sportanlagen, Bevölkerungsschutz und Feuerwehr.
Allein für die Weiterführung der U-Bahn einschließlich Schallschutz sind rund 41,0 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 42,4 Millionen Euro im Jahr 2028 eingeplant. Für die Kläranlage sind in beiden Jahren jeweils rund 13,7 Millionen Euro vorgesehen.
Weitere Investitionsschwerpunkte im Jahr 2027 sind der Straßenbau mit rund 7,0 Millionen Euro, die Digitalisierung mit rund 3,8 Millionen Euro sowie Bevölkerungsschutz und Feuerwehr mit rund 2,5 Millionen Euro.
„Mit unserem Investitionsprogramm gestalten wir die Zukunft Bad Homburgs ganz konkret. Wir verbessern und modernisieren die Infrastruktur, investieren in die Mobilität und stärken wichtige Einrichtungen für die Menschen in unserer Stadt. Rund 215 Millionen Euro in zwei Jahren sind ein deutliches Bekenntnis dazu, Bad Homburg weiterzuentwickeln und seine Lebensqualität langfristig zu sichern“, ergänzt der Kämmereibeauftragte Meinhard Matern.
Investitionen verantwortungsvoll finanzieren
Das hohe Investitionsvolumen erfordert neben den laufenden Einnahmen auch eine Kreditfinanzierung. Der Haushaltsentwurf sieht Kreditaufnahmen von 69,6 Millionen Euro im Jahr 2027 und 69,1 Millionen Euro im Jahr 2028 vor. Dem stehen Tilgungen von rund 12,5 Millionen Euro beziehungsweise rund 14,9 Millionen Euro gegenüber.
Die Stadt setzt damit auf Investitionen, die ihre Infrastruktur erhalten, modernisieren und langfristig nutzbar machen. Gleichzeitig berücksichtigt die Haushaltsplanung die finanziellen Verpflichtungen, die mit der Kreditaufnahme verbunden sind.
„Investitionen in Straßen, öffentliche Einrichtungen und technische Infrastruktur kommen nicht nur der heutigen Generation zugute. Auch die Menschen, die künftig in Bad Homburg leben, werden davon profitieren. Deshalb ist es richtig, notwendige Zukunftsprojekte voranzubringen. Zugleich müssen wir sicherstellen, dass Finanzierung, Betrieb und Unterhaltung langfristig tragfähig bleiben“, erläutert der Kämmereibeauftragte Meinhard Matern.
Sorgfältig wirtschaften und Gestaltungsmöglichkeiten erhalten
Wie viele Kommunen steht auch Bad Homburg vor der Aufgabe, steigende Kosten mit einer verantwortungsvollen Haushaltsplanung in Einklang zu bringen. Dabei kommt es darauf an, die vorhandenen Mittel gezielt einzusetzen und die finanziellen Möglichkeiten der Stadt langfristig zu sichern.
Die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen belaufen sich auf rund 62,2 Millionen Euro im Jahr 2027 und rund 62,6 Millionen Euro im Jahr 2028. Für Personal- und Versorgungsaufwendungen sind rund 71,2 Millionen Euro beziehungsweise rund 73,9 Millionen Euro vorgesehen.
Auch die Kreis- und Schulumlage bindet erhebliche Mittel. Zusammen belaufen sich diese Aufwendungen 2027 auf rund 59,15 Millionen Euro und steigen 2028 auf rund 62,52 Millionen Euro. Die Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, Ausgaben und Investitionen sorgfältig zu planen und nach Bedarf, Umsetzbarkeit und dauerhafter Finanzierbarkeit zu priorisieren. Zugleich bleibt es das Ziel, die Leistungen der Stadt zu sichern und wichtige Zukunftsprojekte umzusetzen.
Mit dem Doppelhaushalt 2027/2028 verbindet Bad Homburg damit drei zentrale Ziele: einen ausgeglichenen Haushalt, stabile Steuerhebesätze und umfangreiche Investitionen in die Zukunft.
„Wir haben einen Haushalt aufgestellt, der finanzielle Verantwortung und Zukunftsgestaltung zusammenbringt. Wir halten den Haushalt ausgeglichen, verzichten auf höhere Steuerhebesätze und investieren zugleich in erheblichem Umfang. Das ist eine gute Grundlage, um Bad Homburg auch in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten verlässlich und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln“, fasst Hetjes zusammen.