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04.07.2019

Kriegerdenkmal wird saniert

Bad Homburg/Kirdorf. Die Stadt lässt derzeit das Krieger-Denkmal Am Rabenstein in der Höllsteinstraße sanieren. Der Ortsbeirat Kirdorf hatte den Magistrat der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe beauftragt, das Denkmal wieder in einen angemessenen Zustand zu versetzen. Der für die Unterhaltung der Denkmale in Bad Homburg zuständige Fachbereich Tiefbau beauftragte den Gutachter Hermann Schäfer mit der Begutachtung und Kartierung der Schäden an dem Natursteinbauwerk und Instandsetzungsvorschlägen. Im August 2018 lag das gutachterliche Ergebnis vor.
In der Folge wurde für die anstehende Maßnahme eine denkmalschutzrechtliche Genehmigung beantragt, die im März 2019 auch erteilt wurde. Die Untere Naturschutzbehörde wurde ebenfalls involviert, da in unmittelbarer Nähe des Denkmals eine Felsgruppe mit Bäumen steht, die als Naturdenkmal firmiert.

Nach erteilter Genehmigung wurden die Sanierungsarbeiten ausgeschrieben; den Zuschlag erhielt die Firma Büttner, Rodgau. Die Arbeiten werden materialerhaltend und schonend, in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde, ausgeführt und umfassen unter anderem Reinigungsarbeiten, das Ausbessern von Verfugungen, das Neuversetzen von Bodenplatten, die Behandlung von Rissen sowie das Abdichten der Abdeckungsplatte. Im ersten Bauabschnitt 2019 wird das eigentliche Denkmal mit dem Podest saniert, in einem 2. Bauabschnitt im kommenden Jahr wird auch die Treppenanlage bearbeitet. Die Kosten für die Sanierungsarbeit (inklusive Voruntersuchungen und Gutachten) belaufen sich auf rund 33.500 Euro.

Zur Geschichte des Denkmals
Die „vereinigten Homburger Kriegervereine“ hatten 1920 mit Unterstützung aller Parteien außer SPD und KPD zu Spenden zum Bau eines Kriegerdenkmals aufgerufen. Die gesammelten Gelder wurden während der Inflation 1923 vollständig entwertet und das Denkmalkomitee löste sich wieder auf.
Im Dezember 1924 startete der Vorstand des Militärvereins einen neuen Anlauf. Nach einer Diskussion in einer Bürgerversammlung Anfang 1925 übernahm der Magistrat die Federführung des Projektes. Am 6. März 1925 beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig (also auch mit Stimmen von SPD und KPD) gemäß der Vorlage von Stadtbaurat Dr. Ludwig Lipp ein Ehrenmal am Rabenstein zu errichten. Ein Ideenwettbewerb ergab 26 Einsendungen, von denen aber nach Meinung des Preisgerichtes nur zwei der Vorgabe „Erhalt des Rabensteins in seiner natürlichen Schönheit und düsteren Großartigkeit“ entsprachen. Aber auch die beiden verbleibenden Entwürfe fanden kein Gefallen. Keiner wurde je zur Ausführung empfohlen.
Zweieinhalb Jahre später wurde das Ehrenmal erneut in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert. Beigeordneter Dr. Ludwig Lipp hatte nun einen eigenen Entwurf vorgelegt, der auf große Zustimmung stieß. Die Kosten von 15.000 Mark wurden zu einem Drittel aus Spenden und zu zwei Dritteln von der Stadt getragen. Am 11. März 1928 erfolgte die Einweihung.
Im wie eine Grabkammer wirkenden Innenraum befindet sich die Figur eines gefallenen Soldaten des Bildhauers Carl Stock. Das Ehrenmal hat einen quadratischen Grundriss, die Wände werden durch Spitzbogen unterbrochen. Die Kopfseite ist mit einer Inschrift geschmückt: „Horch, es rauscht in den Eichen / Die Totenklage der Heimat. / Brüder, in Trauer erstarkt, / reicht Euch einig die Hand.“
Bereits kurz nach der Einweihung wurde das Ehrenmal durch Vandalismus geschändet. Der Kopf wurde so stark beschädigt, dass er entfernt und durch einen neuen ersetzt werden musste. Offiziell wurde der Vorgang als Dummejungenstreich und nicht als politische Tat bewertet. Zum Schutz erhielt das Ehrenmal gusseiserne Gitter.

Der dazugehörige Auszug aus dem Denkmalbuch:

„Das aus Schiefer und Lavastein erbaute, gotisierende Ehrenmal entstand 1927 nach einem Entwurf von Dr. Ludwig Lipp. Die vier gleichlautend gestalteten, von Spitzbogen durchstoßenen Seiten erheben sich über quadratischem Grundriss und bilden die, auch nach oben durchlässige, Hülle des als Grabkammer konzipierten Innenraums, der die Tumba (Hochgrab) mit der Figur eines gefallenen Soldaten aufnimmt, ein Werk des Bildhauers Carl Stock. Kranzhalter, Widmungsinschrift, Weihespruch und eiserne Schwerter am Außenbau ergänzen die Ausstattung. Kulturdenkmal aus ortsgeschichtlichen Gründen." (Auszug aus dem Denkmalbuch)
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