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Neuerwerbung: Affirmations, 1980 - eine Grafikserie von Michael Heindorff
5/26/26 | Ausstellungen

Neuerwerbung: Affirmations, 1980 - eine Grafikserie von Michael Heindorff

31.01.2026 bis 29.03.2026
  • Accessible
  • Child friendly
  • Has entrance fee

Die Serie zeigt großformatige Darstellungen aus dem Inneren einer Schiffs-Kettenschmiede, vor ihrem Abriss an den Ufern der Themse gelegen. Die Räume sind eng, mit Material verschiedenster Art vollgestellt. An den Fenstern und Türen erkennt man, dass alles Teil einer Industriearchitektur ist. 
Jeder einzelne Raum scheint gerade von Handwerkern oder Industriearbeitern verlassen worden zu sein. Nur die Materialien zeugen davon, das in den Räumen gearbeitet wird: Drehen, Fräsen, Schmieden, Schweißen, Schneiden – für alles gibt es Werkzeuge und Geräte. Jeder Winkel ist genutzt, auch um Materialien, die später noch einmal gebraucht werden könnten, zu verwahren. 
Die künstlerischen Techniken der Kaltnadelradierung und Aquatinta führen zur beinah malerischen Wiedergabe dieser Werkstatt. Kunsthistorisch ordnet sich die Raumdarstellung Heindorffs der holländischen Tradition der Stillleben unter. Auch der „horror vacui“, die Scheu vor der Leere, taucht wieder auf. Bei Heindorff ist er der Realität der Werkstatt geschuldet, in der z.T. schöpferisches Chaos herrschen kann und zugleich präzis gearbeitete Objekte der Technik entstehen.

2017 wurde dieser Zyklus zusammen mit den Skulpturen der Reihe „Protections“ von Rainer Hunold im Horex Museum gezeigt. Die Ausstellung war Teil der Ausstellungsreihe „Inspiration Technik“, die sich jenen Künstlern widmete, deren Werk von Technik- und Industriegeschichte inspiriert wurde. 
Die Grafikserie „Affirmations“ ist die erste Neuerwerbung des Jahres 2026 und ein Geschenk Rainer Hunolds an das Museum Gotisches Haus. Mit Michael Heindorff verbindet ihn nicht nur eine langjährige Freundschaft, sondern auch ein intensiver künstlerischer Austausch, der als Dialog der Skulpturen Rainer Hunolds und der Bildwelten Michael Heindorffs verstanden werden kann.

Date

Tuesday, 5/26/26 -

Starts at 14:00 Uhr

Ends at 17:00 Uhr

Save the date
Entrance fee

5 Euro regulär, 2,50 Euro reduziert

Contact
Address
Gotische Allee 1
61350 Bad Homburg v. d. Höhe
Event organizer
Museum Gotisches Haus von Oben | © Norbert Miguletz
Museum Gotisches Haus
Gotische Allee 1
61350 Bad Homburg v. d. Höhe

Venue
Gotisches Haus

Das Gotische Haus ist ein 1823 im Auftrag der Landgräfin Elizabeth für ihren Mann, Landgraf Friedrich VI. Joseph, errichtetes Jagdschlösschen am Großen Tannenwald. Es hat, nach dem Tod des Landgrafen im Jahr 1829, seine Funktion nie aufnehmen können und diente fortan den unterschiedlichsten Zwecken. Seine Architektur wurde mehrfach der sich ändernden Nutzung angepasst, bis es nach einem Brand im Inneren völlig zerstört wurde. Nach einer ersten Sanierung in den 1980er Jahren wurde es im Äußeren der ursprünglichen Form weitestgehend angeglichen. Im Inneren hatte das Feuer alles zerstört. Ein mehrgeschossiger Beton- und Mauerbau ersetzte die einstig eingeschossigen Räumlichkeiten, die in viele gesonderten Räume unterteilt wurden.

1985 zog hier das 1916 gegründete Städtische historische Museum ein. Im Mittelpunkt seiner Präsentationen standen die Sammlungen zur Stadt- und Landesgeschichte Hessen-Homburgs sowie die Exponate der Kur- und Kulturgeschichte der Stadt Bad Homburg. Sonderbereiche waren ein Münzkabinett, die „Marienbader Stube“ und das sogenannte „Hutmuseum“.  

2020 wurde mit einer erneuten Sanierung des Gotischen Hauses begonnen. Es wurde mit einem zusätzlichen Treppenhaus ausgestattet, technisch auf den neuesten Stand gebracht und klimaneutral gemacht.

Während der Sanierung blieben 40 000 Objekte der Sammlung vorübergehend im „Schaudepot im Horex Museum“ Interessierten jederzeit zugänglich. Bis dahin wurden im 2012 eröffneten Horex Museum die industriegeschichtlichen Objekte unserer Sammlung, insbesondere zur Mobilitätsgeschichte, ausgestellt.  

Die Sanierung des Gotischen Hauses geht zu Ende. 2025 wird das Museum wiedereröffnet. Seine Fassade zeigt sich in der historischen Formensprache der im 19. JahrhundertTudor-Gotik, einzigartig auf dem europäischen Festland, dessen „Gotische Häuser“ in englischen Landschaftsgärten (s. Puschkin, Pulawy oder das Gartenreich Dessau-Wörlitz) die Architektur der deutschen Gotik, teils mit anderen Stilen kombiniert, zitieren.

Damit entspricht die Fassadengestaltung unseres Gotischen Hauses und die Wegeführung wieder den ursprünglichen Plänen der Landgräfin Elizabeth. Sein Inneres bleibt ein funktionaler Bau dessen neueste Museumstechnik helfen wird, die kostbaren und oft sehr fragilen Objekte, ausgeführt in unterschiedlichsten Materialien, auch für künftige Generationen zu erhalten.  

Alle Sammlungsbereiche werden nach der Eröffnung des Museums Gotisches Haus, in regelmäßig wechselnden Präsentationsformen, ausgestellt. Sonderausstellungen werden die einzelnen Sammlungsgebiete vertiefend darstellen.

Museum Gotisches Haus von Oben | © Norbert MiguletzMuseum Gotisches Haus von Oben | © Norbert Miguletz
Address
Gotisches Haus
Gotische Allee 1
61350 Bad Homburg v. d. Höhe

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