Im Jahr 1898 kauften der Bankier Julius Wertheimber aus Frankfurt und seine Frau Ketty den Gustavsgarten. Der Architekt Franz von Hoven baute eine große Villa im Stil der Neorenaissance. Die Familie Wertheimber war in Bad Homburg wichtig. Im Dritten Reich musste die Tochter Juliane Krahmer das Haus billig verkaufen. Sie ging nach Frankreich und starb 1940 in der Nähe von Paris. In den 1940er Jahren war die Marinemusikschule Frankfurt kurz in der Villa. 1947 machte der Verein Hirnverletzenheim eine Klinik in der Villa. Nach einem langen Prozess bekamen die Erben von Juliane Krahmer das Haus zurück. Sie verkauften es an die Bundesrepublik. Die Klinik wurde größer und eine bekannte neurologische Klinik. 2004 schloss die Klinik. Im April 2011 kaufte die Stadt Bad Homburg das Haus. Heute ist in der Villa das Stadtarchiv. Es bewahrt das Gedächtnis der Stadt. Man kann Urkunden, Akten, Bücher, Karten, Pläne, Fotos, Postkarten, Schallplatten, Filme und mehr im Lesesaal sehen. Es gibt Vorträge, Führungen und Stöbertage zur Geschichte von Bad Homburg. Im Obergeschoss der Villa ist die „Hölderlin-Wohnung“. Schriftsteller und Forscher können dort kostenlos wohnen, wenn die Stadt Bad Homburg sie einlädt.