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Das (Bad) Homburger Brunnensälchen | © Stadtarchiv Bad Homburg v. d. Höhe
11/18/26 | Vortrag / Lesung

Das (Bad) Homburger Brunnensälchen

Vortrag in der Reihe "Aus dem Stadtarchiv"
  • Accessible

Das (Bad) Homburger Brunnensälchen - Kur-Gesellschaftshaus, Fitness-Center und Wiege der Spielbank

 

Vortrag in der Reihe "Aus dem Stadtarchiv. Vorträge zur Bad Homburger Geschichte"

Referentin: Ulrike Koberg

 

Nachdem im Jahr 1809 die erste Homburger Quelle (wieder-) entdeckt worden war, entwickelte sich schnell ein erstes, wenn auch noch sehr bescheidenes Kurleben. Erste Kurgäste kamen, der Versand des Heilwassers begann und die Stadt entwickelte sich allmählich von einem Provinzstädtchen zum späteren Weltbad. In unmittelbarer Nähe der ersten Quelle, dem Ludwigsbrunnen, wurde 1838 mit dem Bau eines sogenannten Brunnensälchens als Gesellschaftshaus für die Kurgäste begonnen. Den Entwurf für das Gebäude hatte der berühmte Baumeister Georg Moller im Auftrag von Landgraf Ludwig erstellt. Am 23. Mai 1841 eröffneten die Brüder François und Louis Blanc in diesem Gebäude die erste Spielbank. Zwei Jahre später zog sie in das neu errichtete Kurhaus in der Louisenstraße um, wo sie bis zum landesweiten Verbot aller Spielbanken bis zum 31. Dezember 1872 blieb.
In ihrem Vortrag berichtet Ulrike Koberg von der bewegten Geschichte des Hauses an der Brunnenallee. Nach dem Umzug der Spielbank in das Kurhaus diente das Brunnensälchen in den folgenden Jahrzehnten unter anderem als Gottesdienstraum, als Inhalatorium, als Therapeutikum und als Atelier. 1949 eröffnete die Spielbank erneut ihre Pforten in Bad Homburg – wieder in den Räumen des ehemaligen Brunnensälchens.

Date

Wednesday, 11/18/26 -

Starts at 19:00 Uhr

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Entrance fee

Eintritt frei

Address
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg
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Event organizer
Stadtarchiv in der Villa Wertheimber
Tannenwaldallee 50
61348 Bad Homburg

Venue
Villa Wertheimber

1898 erwarben der Frankfurter Bankier Julius Wertheimber und seine Frau Ketty den Gustavsgarten und ließen durch den Architekten Franz von Hoven eine prächtige Sommerfrische-Villa im Stil der Neorenaissance errichten. Die Familie Wertheimber gehörte in Bad Homburg zum Kreis der Honoratioren. Im Dritten Reich musste die Tochter des Ehepaars Wertheimber, Juliane Krahmer, das Anwesen unter Preis veräußern. Sie emigrierte nach Frankreich und starb 1940 nahe Paris. In den 1940er Jahren war kurzzeitig die Marinemusikschule Frankfurt in der Villa untergebracht, 1947 richtete der Verein Hirnverletzenheim eine Klinik darin ein. Nach einem mehrjährigen Restitutionsprozess wurde das Anwesen an die Erben von Juliane Krahmer zurückgegeben, die es der Bundesrepublik verkauften. Das Hirnverletztenheim wurde im Laufe der Jahre um Therapie- und Bettenbauten erweitert und zu einer namhaften Neurologischen Klinik ausgebaut. 2004 schloss die Klinik ihre Pforten. Im April 2011 erwarb die Stadt Bad Homburg das Anwesen. Heute befindet sich in der Villa das Stadtarchiv, das in einem Anbau das "Gedächtnis der Stadt" verwahrt. Urkunden, Akten, Bücher, Karten, Pläne, Fotos, Postkarten, Schallplatten, Filme und vieles mehr kann man zu festen Öffnungszeiten im Lesesaal einsehen. Vorträge, Führungen und Stöbertage ergänzen das Angebot zur Bad Homburger Stadtgeschichte auf vielfältige Art und Weise . Im Obergeschoss der Villa befindet sich die „Hölderlin-Wohnung“, in der Schriftsteller*innen und Forscher*innen auf Einladung der Stadt Bad Homburg kostenfrei wohnen können.

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