Am 2. Juli liest der Historiker und Autor Robert Focken in der Buchhandlung Supp aus seinem Sachbuch "Fangt den Washington!", das auf kurzweilige Weise die Rolle der deutschen Söldner im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg schildert. Focken erzählt dort weiter, wo die Romanverfilmung "Der Winter, der ein Sommer war" einst endete. Vor 250 Jahren nämlich machten sich 12.000 hessische Männer (und auch Frauen!) in britischem Dienst nach Amerika auf, um die Steuerrebellen im Gefolge George Washingtons zur Räson zu bringen. Die braven Hessen staunten ohne Ende: Über halbnackte "Wilde", mit denen man verbündet war, über reizende Amerikanerinnen, in die sich die Soldaten verliebten, über den Wohlstand der "Revolutionäre" - wogegen rebellierten die denn? Nicht gegen die Sklaverei, offenbar: Schwarze entflohen reihenweise ihren Herren, um bei den Hessen anzuheuern - und am Ende mit ihnen Freiheit in Kassel zu suchen. Bilder und Musik untermalen den Vortrag, der mindestens so unterhaltsam wie informativ ist.