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Stadt warnt: Aggressiven Bettlern kein Geld geben
Aktuelles – 05.12.2022

Stadt warnt: Aggressiven Bettlern kein Geld geben

Vermehrt auftretende, offensiv bettelnde Personen in der Louisenstraße.
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#badhomburg

Bad Homburg. Die Verwaltung der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe bittet die Bürgerinnen und Bürger, die in jüngster Zeit wieder vermehrt auftretenden bettelnde Personen auf der Louisenstraße nicht mit Geld zu unterstützen. Hintergrund ist, dass es sich bei diesen Personen in vielen Fällen um Angehörige von gewerbsmäßig agierenden Gruppierungen mit kriminellen Hintergrund handelt. Das eingesammelte Geld bleibt in solchen Fällen nicht bei den bettelnden Menschen, die vornehmlich aus Osteuropa stammen, sondern wird von Hintermännern eingesammelt. „Wer helfen möchte, kann diesen Personen einen Kaffee spendieren oder etwas zu essen ausgeben. Auch ein freundlicher Blick, ein Lächeln oder ein paar freundliche Worte können eine Hilfe sein“, sagt Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor.

 

In der Stadtverwaltung gehen in den Bereichen „Sicherheit und Ordnung“ und „Bürgerservice“ derzeit vermehrt entsprechende Beschwerden ein. Auch die Stadtpolizei hat diese Entwicklung auf ihren Streifen festgestellt und zum Anlass genommen, einen wachsamen Blick auf die Praktiken der bettelnden Personen zu haben.



„Das einfache Dasitzen mit einem Gefäß vor sich, kann in der Regel nicht untersagt werden, weil ein derartiges Betteln grundsätzlich in Deutschland nicht verboten ist“, so Lewalter-Schoor weiter. Das hartnäckige Ansprechen, das sogenannte aggressive Betteln, wozu auch das Zeigen von Zetteln gehört, sowie das Zugehen auf Passanten, die dann ausweichen müssen, hingegen ist in Bad Homburg verboten. Auch der „unfreiwillige Blumenverkauf“ kann eine Form des aggressiven Bettelns darstellen.



Das sogenannte organisierte Betteln, bei dem die bettelnden Personen einen Großteil ihrer Erlöse abliefern müssen, lässt sich in den meisten Fällen nur sehr schwer gerichtsfest nachweisen. Die Praxis zeigt, dass derartig organisierte Gruppen immer wieder ihre Einsatzgebiete tauschen und somit immer wieder andere Gruppierungen in Bad Homburg aktiv werden.



Damit die Bad Homburger Innenstadt für derartige Gruppierungen weniger attraktiv wird, rät auch der Präventionsrat der Stadt Bad Homburg, dem neben Mitarbeitenden der Verwaltung auch Vertreter der Landespolizei angehören, daher dringend davon ab, Geld zu geben.



„Wer Geld spenden möchte, ist beispielsweise beim Haus Mühlberg, Telefon (06172) 59760286, und der Bad Homburger Tafel, Telefon (06172) 597660, an der richtigen Adresse. Bei diesen Einrichtungen kommen Ihre Spenden wirklich bei den Menschen an, die das Geld benötigen“, so Lewalter-Schoor weiter.

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