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300 Erlen eingesetzt: Pflanzaktion im Stadtwald war ein voller Erfolg
Aktuelles – 09.02.2026
Aktuelles

300 Erlen eingesetzt: Pflanzaktion im Stadtwald war ein voller Erfolg

Stadt und Betriebshof danken allen Teilnehmenden und Unterstützern.
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#badhomburg

Bad Homburg v. d. Höhe. Der Einladung von Stadt und Betriebshof zu einer ebenso geselligen wie erfolgreichen Pflanzaktion im Stadtwald sind am vergangenen Samstag rund 100 Besucherinnen und Besucher tatkräftig gefolgt. Mit dem Einsetzen von insgesamt 300 Erlen konnten die Helferinnen und Helfer selbst Teil eines wichtigen Renaturierungs- und Wassermanagementprojektes werden, das im Zusammenspiel mit weiteren Maßnahmen langfristig den Wasserhaushalt im Wald positiv beeinflusst, die Trinkwassergewinnung begünstigt und somit die Klimaanpassung der Stadt vorantreibt.

 

Auf der eineinhalb Hektar großen Fläche unterhalb des Braumannstollens standen zuvor Fichten, denen der Borkenkäfer in den vergangenen Trockensommern stark zugesetzt und zu deren Absterben geführt hat. Diese Freifläche ist bedeutsam für die Etablierung zukunftsfähiger Baumarten und wurde nun mit Hilfe der Bürgerinnen und Bürger aufgeforstet. Für das leibliche Wohl sorgten die Taunus-Pfadfinder, nach getaner Arbeit gab es Wildbratwurst und Getränke am Vereinshaus des Wanderclubs Kirdorf. Auch ein Kinderprogramm hatten die Pfadfinder organisiert. Der Ortsbeirat und die Feuerwehr Dornholzhausen unterstützen ebenfalls tatkräftig. „Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und danken allen Teilnehmenden und Unterstützern für ihren wertvollen Beitrag zum Gelingen der Aktion“, sagten Bürgermeister Dr. Oliver Jedynak und Stadtrat Tobias Ottaviani, die ebenfalls mitgepflanzt haben.

 

Zu Beginn der Aktion berichtete Revierleiter Johannes Kreß vom Stadtforst über die aktuellen Projekte des Wassermanagements. Die Stadt Bad Homburg plant und verwirklicht in Zusammenarbeit mit dem Stadtforst kontinuierlich Maßnahmen zum natürlichen Wasser- sowie Hochwasserschutz. Revierleiter Kreß steht dafür in guter fachlicher Zusammenarbeit mit Dr. Jonas Laudan vom städtischen Produktbereich Umwelt und Landschaftsplanung.

 

Maßnahmen des städtischen Wassermanagements

Die Waldfläche des Bad Homburger Stadtforstes stellt durch die natürlichen Gegebenheiten des Waldbodens bereits eine wertvolle Retentionsfläche für Niederschlagswasser dar und ist Haupteinzugsgebiet für die Gewinnung des städtischen Trinkwassers. Aufforstungen und der Waldumbau in Richtung eines „Wasserwaldes“ beeinflussen den Wasserhaushalt positiv und stehen einerseits für einen wesentlichen Baustein des Wassermanagementkonzepts der Stadt, andererseits bewirken sie durch die Verzögerung des Abflusses einen gewissen Schutz vor Hochwasser in tiefergelegenen Stadtteilen. Durch Pflanzaktionen wie diese verfolgt die Stadt einen nachhaltigen und gewissenhaften Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser und treibt den natürlichen Hochwasserschutz voran.

 

In diesem Zusammenhang setzte der Stadtforst im Laufe des vergangenen Jahres zahlreiche Maßnahmen um, die positiv auf den Wasserhaushalt wirken. Durch bodenschonende Waldbewirtschaftung und die Anreicherung von Totholz fördert der Stadtforstbetrieb die Wasserspeicherkapazität des Waldbodens. In Abstimmung mit dem Produktbereich Umwelt- und Landschaftsplanung erfolgen wegebauliche Maßnahmen zur Retention und Wasserführung, um Niederschlagsmengen möglichst lange im Wald zu halten. Entstandene Freiflächen werden naturnah wieder aufgeforstet und die natürliche Verjüngung gefördert.

 

Auch auf der Fläche der Pflanzaktion wurden letzten Herbst bereits die nassen Gräben mit 2000 Erlen bepflanzt. Die Baumart findet dort ihren optimalen Lebensraum und ist robust gegenüber möglichen Wetterextremen. Gleiches gilt für 4500 Eichen, die auf der restlichen Fläche gepflanzt wurden. Natürliche Verjüngung von Pionierbaumarten wie Birke, Pappel und Vogelbeere bilden weitere standortgerechte Mischbaumarten. Zum Schutz vor Wildverbiss wurde die Fläche eingezäunt. Die Regulierung des Rehwildbestandes bleibt dennoch ein wichtiger Schlüssel zur Förderung der natürlichen Verjüngung für den Waldumbau.