Schon kurz nach 1866 wollten Bürger in Homburg ein Denkmal für das Landgrafenhaus. Das Landgrafendenkmal wurde aber erst 1869/1871 gebaut. Louis Jacobi entwarf es. Es stand im Englischen Garten. Der Garten gehörte Marie Blanc. Sie war die Witwe des Gründers der Spielbank. Sie half viel und gab Geld für das Denkmal.
Der Sockel ist aus Taunus-Quarzit. Ein Eichenstamm ohne Krone aus rotem Mainsandstein hat 6 Aststümpfe. Auf dem Stamm stehen die Namen aller Landgrafen. Darunter steht: „Euch bleibt Ehre und ewiger Nachruhm“. Auf der anderen Seite sind das Familienwappen und die Widmung: „Erinnerung an das Fürsten- und Heldengeschlecht von Hessen-Homburg“. Auf dem Sockel sind an den vier Ecken kleine Löwen. Der Bildhauer Schneider aus Kreuznach machte sie. An den Stamm lehnten sich zwei Bildnismedaillons von Jacob May (1839–1897) aus weißem Marmor. Sie zeigen den berühmtesten Landgrafen von Homburg, Friedrich II., und den letzten des Stammes, Ferdinand. Nur das Medaillon von Friedrich II. ist noch da. Es war zeitweise verschwunden.
Das Medaillon mit dem Bild von Ferdinand wurde neu gemacht. Auch das Wappen wurde neu gemacht. Die Bildhauerin Ortrud Krüger-Stohlmann aus Bad Homburg machte es 2001. Für das Bild von Ferdinand diente eine bekannte Lithographie als Vorlage. Das Foto von Fritz Jacobi (1841–1861) war die Vorlage. Welche Vorlage hatte Jakob May für das Medaillon von Friedrich II.?