Sprungmarken
Dynamische Navigation anspringen
Volltextsuche
Seitenspalte anspringen
 
Sie befinden sich hier:
Startseite
Rathaus
Aktuelles
Pressemeldungen

Pressemeldungen

20.06.2017

Museum sucht nach Zeugnissen jüdischer Geschichte

Bad Homburg v.d.Höhe. Das Städtische historische Museum arbeitet zurzeit an der Neukonzeption der Ausstellung. Die Geschichte der Kurstadt soll nach dem geplanten Umbau des Gotischen Hauses auf neue Art und Weise präsentiert werden.
Verbindend für alle Bereiche, von der Kur über die Kultur bis hin zum Handwerk und der Industrie der Neuzeit, ist bis in die 1930er-Jahre das friedliche und produktive Zusammenleben der Mitglieder verschiedener Religionsgemeinschaften: Waldenser und Hugenotten, Juden, evangelische und katholische Christen, Freikirchliche und Gläubige aus England und Russland, vertreten durch jeweils eigene Kirchen, bildeten die Gesellschaft Bad Homburgs.

Zum jüdischen Leben in Bad Homburg hat das Museum bisher nur einen relativ geringen Bestand. Die vorhandenen Objekte sind in der bereits 1985 konzipierten Dauerausstellung in einer kleinen Vitrine zu sehen. „Das Museum plant, diesen Teil in Zukunft größer darzustellen und damit auch der historischen Situation in Bad Homburg, wo eine große jüdische Gemeinde existierte, gerecht zu werden“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

Zwischen September 2014 und Juli 2015 leitete der wissenschaftliche Mitarbeiter des Städtischen historischen Museums, Dr. Peter Lingens, das Seminar „Aspekte jüdischen Lebens in Bad Homburg“. Ergebnisse des Seminars wurden 2016 in Buchform veröffentlicht. Eines der Ergebnisse war die Aufarbeitung der Literatur, die in jüdischen Druckereien in Homburg vor der Höhe entstanden ist. Das Museum bewahrt sie heute in seinen Depots auf. Sie sind allerdings für eine dauerhafte Ausstellung nicht geeignet, weil die Werke auf Papier gegenüber Licht und Klima zu empfindlich sind.

Das Städtische historische Museum nimmt daher eine Anregung von Imrich Donath auf, die Bürgerinnen und Bürger um Unterstützung zu bitten. „Vielleicht gibt es im privaten Bereich Objekte zum Beispiel aus dem Bereich des jüdischen Handwerks, seiner Alltagsgeschichte, der Kulturszene oder aus der Zeit der jüdischen Kurkliniken in Bad Homburg, von denen sich die Eigentümer für eine Präsentation im Museum trennen würden?“ fragt Museumsleiterin Dr. Ursula Grzechca-Mohr.

„Die Stadt wäre sehr dankbar für Schenkungen dieser Art. So würde es dem Museum möglich, die Vielfalt gesellschaftlichen Lebens in Bad Homburg zu zeigen und zugleich die Größe der dargestellten Gruppe endlich angemessen widerzuspiegeln“, sagt Hetjes.
Volltextsuche

Online-Rathaus

  • Dienstleistungen
  • Formulare
  • mehr...

Lebenssituationen

  • Heirat
  • Geburt
  • mehr...

Bad Homburg für...

  • Familien
  • Ältere Menschen
  • mehr...
  • Stadt Bad Homburg auf facebook
  • Stadt Bad Homburg twitter