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25.11.2014

Bad Homburg unterstützt Kroatien weiter bei der Minenräumung

Bad Homburg v.d.Höhe. Bad Homburg hilft auch zukünftig in Kroatien bei der Beseitigung der Bürgerkriegsfolgen. Gemeinsam mit der Partnerstadt Dubrovnik unterstützen Bürgerinnen und Bürger die Aktion „Kroatien ohne Minen“ im ehemaligen Bürgerkriegsgebiet. Über den Stand gab es jetzt einen Bericht bei einer Veranstaltung im Bad Homburger Rathaus.
„Mitten in Europa, in einem Mitgliedsland der EU, liegen im Jahr 2014 immer noch Minen, das Betreten der Flächen ist für 100 Jahre lebensgefährlich – das darf nicht sein“, sagte Oberbürgermeister Michael Korwisi während der Veranstaltung, auf der Mladen Crnković, Stabschef der Minenräumorganisation CROMAC, und Djurdja Adlešič von der Vereinigung Croatia Supports die Situation vor Ort erläuterten. Neben Oberbürgermeister Korwisi informierten sich auch Stadtverordnetenvorsteher Holger Fritzel, Olga Stoss von der Kroatienhilfe und der Bad Homburger Unternehmer Peter Löw bei der Veranstaltung.

Ivana Tomaš, Stellvertrende Landrätin des Kreises Lika-Senj, berichtete aus einem der besonders betroffenen Gebiet, in dem bis heute große Flächen wegen der von den Minen ausgehenden Gefahr nicht nutzbar sind. Das Projekt zur Beseitigung der Minen im Landkreis Lika-Senj gilt als vorrangig. „Die Flächen sind verseucht mit Antipanzer- und Antipersonen-Minen“, erfuhren die Gäste bei der Veranstaltung. Drei große Minenfelder mit zusammen rund 70.000 Quadratmetern sind derzeit bekannt und sollen möglichst bald geräumt werden. Die Minen liegen auch in der Nähe der Siedlungen neben Häusern, Gärten oder einem Friedhof.

Die Räumung der Minen ist aufwändig. Der Staat Kroatien und die EU unterstützen die Räumung, dennoch rechnet man – verlaufen die Arbeiten weiter wie bisher – mit einem Zeitraum von zehn Jahren, bis die Region geräumt ist. Die Fläche, auf der Minen vermutet werden, umfasst auch heute rund 550 Quadratkilometer. Betroffen sind 80 Städte und Gemeinden.

630 Pyrotechniker sind mit der Räumung beauftragt. 35 Firmen arbeiten mit. 20 ausgebildete Minensuchhunde sind in den betroffenen Regionen unterwegs, 80 Spezialgeräte werden eingesetzt. Seit 1991 sind 60 Minenräumer bei ihrer Arbeit ums Leben gekommen, insgesamt beklagen die Kroaten 511 Todesfälle, 1.121 Menschen erlitten Verletzungen durch Minen. Die Minenfelder sind nicht nur eine Gefahr, sie hemmen auch die Entwicklung der Landwirtschaft in den betroffenen Gebieten.

Wer die Minenräumung unterstützen möchte, kann auf ein von der Stadt eingerichtetes Konto spenden. Die Daten: Empfänger Stadt Bad Homburg, IBAN: DE64 5125 0000 0001 000802, BIC: HELA DEF1 TSK. Stichwort: Spende Kroatisches Minencenter.
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