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Parkpflege und Projekte

Parkpflege und Projekte

Die Ziele des Parkpflegwerkes werden schrittweise verwirklicht. Dies erfolgt im Rahmen der täglichen gärtnerischen Arbeiten sowie in Form besonderer Projekte.

Parkpflege und aktuelle Projekte

Viele Aspekte des Parkpflegewerkes können im Rahmen der regelmäßigen Pflege- und Unterhaltungsarbeiten umgesetzt werden. Dabei sind die Aussagen zur Entwicklung des Baumbestandes und der Vegetationsflächen von besonderer Bedeutung. Die Belange des Naturschutzes sind stets berücksichtigt. Sie bestimmen auch die Pflege der beiden gemäß Naturschutzrecht geschützten Biotope – der Brunnenallee und des Bachlaufes in der Grünfläche Taunus Therme. Den alten Baumbestand, in dessen Höhlen Vögel brüten und Fledermäuse ihre Jungen großziehen, sichern regelmäßige Erhaltungsmaßnahmen. Die Pflege der Parkwiesen erfolgt nach einem Konzept, dass die Artenvielfalt an Gräsern und Frühlingsblühern fördert. Neben diesen kontinuierlichen Arbeiten werden Ziele des Parkpflegewerkes, die Baumaßnahmen beinhalten, im Rahmen zeitlich und räumlich begrenzter Projekte umgesetzt. Über die Aussagen des Parkpflegewerkes hinaus ist für diese Projekte eine detaillierte Entwurfs- und Ausführungsplanung erforderlich, die von den entsprechenden Fachämtern zu genehmigen ist.

Die Umfriedung des Kurhausgartens nach oben

Mit der Wiederherstellung der Umfriedung an der Kaiser-Friedrich-Promenade im Frühjahr 2014 wurde das Erscheinungsbild des Kurhausgartens in diesem Bereich vervollständigt. Die als Teilstück erhaltene historische Umfriedung entstammt den Umgestaltungen des Kurhausgartens durch Philipp Siesmayer um 1912/13. Diese Fragmente wurden fachgerecht saniert und am originalen Standort wieder eingebaut. Gleichzeitig dienten sie als Muster für die Rekonstruktion der Zaunanlage beidseitig der 2012 wiederhergestellten doppelläufigen Treppenanlage.
Die neue Sockelmauer ist aus Miltenberger Sandstein gefertigt, der in Struktur und Farbton dem historischen Bestandsstein sehr ähnlich ist. Bei der Nachbildung des Eisenzaunes wurde auf ein Schmuckelement verzichtet, um Original und Rekonstruktion zu unterscheiden. Die Böschungen oberhalb der Umfriedung sind geprägt von großkronigen Bäumen. Beidseitig der Treppenanlage setzen einzelne immergrüne Eiben blickdichte Akzente. Eine flächige Unterpflanzung der grenznahen Bäume mit Efeu, Mahonie und Silberiger Goldnessel wird den Kurhausgarten in Zukunft als homogenen Rahmen einfassen.

Der Froschkönig-Teich nach oben

Der Teich südlich der Orangerie war bereits in den Planungen von Peter Josef Lenné 1857 und Ferdinand Jühlke 1867 enthalten. Die heutige rechteckige Form stammt aus den 1930er Jahren, erweiterte sich aber ursprünglich in unregelmäßiger Form nach Süden und wurde begrenzt durch Staudenpflanzungen und eine Felslandschaft, über die Wasser in den Teich lief. Der Teich war hier von einer Weide locker beschattet. Die Namen gebende Figur des Froschkönigs, ein Werk des Kronberger Bildhauers Fritz Best (1894 – 1980), kam 1937 in die Anlage.
© Stadt Bad Homburg v.d.Höhe

Im Frühjahr 2014 wurde die Gestaltung aus den 1930er Jahren gemäß der Zielplanung des Parkpflegewerks wieder hergestellt. Das historische Pflaster der südlichen Erweiterungsfläche konnte in den Teich einbezogen und der Wasserzulauf wieder aktiviert werden. Im Betonbecken wurde, in Anlehnung an die Originalsteine, Natursteinpflaster verlegt.

Die beidseitig des Teichbeckens nach historischem Vorbild errichteten Pergolen wurden bepflanzt und werden zu lauschigen Laubengängen zuwachsen. Vervollständigt wird das Ensemble mit dem Aufstellen von neuen Sitzbänken in den Nischen der Pergolen.

Die Treppenanlage am Kurhausgarten nach oben

Die Zielplanung für den Kurhausgarten sieht an der Grenze des Kurhausgartens zur Kaiser-Friedrich-Promenade eine Gestaltung in Anlehnung an die Situation um 1912/13 vor. Zu diesem Zeitpunkt waren die Umgestaltungen des Kurhausgartens durch Philipp Siesmayer abgeschlossen. Als die Granit-Treppenanlage aus den frühen 1980er Jahren aufgrund von Bauschäden eine Sanierung verlangte, bot sich die Gelegenheit für die Umsetzung dieser Ziele. So konnte 2012 die doppelläufige Treppenanlage mit zentralem Aussichtsbalkon erneuert werden. Die beiden vier Meter breiten Treppen sind aus rötlichem Miltenberger Sandstein gefertigt und werden von schlichten Geländern aus Flachstahl gesäumt. Gerahmt werden die Treppenläufe an den Außenseiten jeweils durch einen Pfeiler aus massiven Sandsteinblöcken. Die zentrale Maueranlage ist verputzt und umschließt einen vom Kurhausgarten zu betretenden Aussichtsplatz. Dieser ist von einer breiten Ligusterhecke gerahmt und mit Sitzbänken ausgestattet. Hier öffnet sich der Blick über die Promenade in die Tiefen des Lennéschen Landschaftsparks.

Der Konzertplatz an der Orangerie nach oben

Die Orangerie am Elisabethenbrunnen wurde 2011/12 umfassend saniert und als Restaurant/Café in Betrieb genommen. Leitbild war das Bauwerk des Architekten Louis Jacobi von 1908/09. Parallel wurde auch der benachbarte Musikpavillon an der Brunnenallee nach einem Entwurf Jacobis erneuert. Gleichzeitig konnten im nahen Umfeld dieser Bauten weitere Ziele des Parkpflegewerkes umgesetzt werden.
Mit dem Abriss der Orangerie-Anbauten aus den 1970er Jahren erfolgte die erneute Öffnung des Konzertplatzes nach Südwesten. Damit wurden die gestalterischen Zusammenhänge zwischen Brunnenallee, Konzertplatz und der den Golfplatz säumenden Lindenallee wiederhergestellt und durch die Neupflanzung eines Teilstücks dieser Allee betont. Das Mosaikpflaster der Brunnenallee wurde im Anschluss an den historischen Bestand von 1905/10 nach Süden bis an die Orangerie verlängert. Mit dem Homburger Wappen hat dieses Pflasterband nun nahe dem Elisabethenbrunnen wieder einen dekorativen Abschluss.

Der Schwanenteich nach oben

Der Schwanenteich konnte 2011 als malerisches Parkgewässer regeneriert werden. Der gestalterische Höhepunkt Anfang des 20. Jahrhunderts galt dabei als Zielzustand. Die Dichtigkeit in den Uferbereichen wurde in denkmalpflegerisch und ökologisch vertretbarer Bauweise mit Steinerde, Ton, Kokosmatten und Rasensoden wiederhergestellt. Die buchtenreiche historische Uferlinie wurde durch Aufschütten ehemaliger Landzungen nachgezeichnet. Unter der Rasennarbe verborgene Wegestücke und Sitzplätze konnten freigelegt und dem Rundweg um das Gewässer angeschlossen werden.
Reizvolle Sichtbeziehungen entstanden wieder durch den Wechsel offener Rasenufer mit dichteren Gehölzpflanzungen und Staudensäumen. Das Auslaufbauwerk musste aus Stahlbeton neu errichtet werden. Mit Taunusquarzit erfolgte eine Verkleidung des Bauwerks in Form der ursprünglichen Felsenszenerie. Die Teichfontäne erhebt sich heute wieder als gebündelter Strahl inmitten der Sichtachse zwischen dem Kurhaus und den Hängen des Hardtwaldes.

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