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14.12.2018

Land, Kreis und Stadt werben für Solidarität mit Rettungskräften

Bad Homburg v. d. Höhe. Bad Homburger Feuerwehrleute kennen sehr unterschiedliche Reaktionen auf ihre Anwesenheit. Die ganze Bandbreite erlebten sie bei einem Unfall in der Frankfurter Landstraße im September, bei dem ein Mädchen unter einem Auto eingeklemmt war. Zwei Zeugen befreiten das Opfer mit Hilfe eines Wagenhebers. Aus einem vorbeifahrenden Bus filmten Jugendliche das Geschehen. Am Einsatzort pöbelten Unbeteiligte die Mitglieder der Feuerwehr an.
„Manche Menschen helfen. Andere sind neugierig und wir sind sehr froh, wenn das unsere Arbeit nicht zusätzlich erschwert. Wieder andere beleidigen oder behindern die Einsatzkräfte bewusst“, berichtet der Branddirektor Daniel Guischard von dem, was seinen Leuten bei Einsätzen erleben. Seit 2015 verzeichnet auch die Feuerwehr Bad Homburg eine zunehmende Zahl von Übergriffen auf Einsatzkräfte.

Einigkeit besteht im Land Hessen, im Hochtaunuskreis und in der Stadt Bad Homburg darin, Solidarität mit den Einsatzkräften zu zeigen. Das unterstrichen Innenminister Peter Beuth, Landrat Ulrich Krebs und Bürgermeister Meinhard Matern jetzt bei einer Pressekonferenz in der Feuerwache Bad Homburg.

„Männer und Frauen bei der Feuerwehr gewährleisten genauso wie Polizei und Sanitäter tagtäglich und häufig unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, sagte Beuth. „Sie haben unsere Solidarität, unsere Unterstützung und unseren bedingungslosen Schutz verdient.“ Das Land Hessen hatte bereits 2015 über eine Bundesratsinitiative gesetzliche Regelungen dazu angestoßen. Anlass waren damals Angriffe auf Polizeibeamte im Rahmen der EZB-Eröffnung in Frankfurt.

Das Innenministerium rief daraufhin 2016 die Aktion „Schutzschleife“ ins Leben, eine Kampagne, mit der auf das Problem steigender Angriffe gegen die Einsatzkräfte aufmerksam gemacht und für mehr Rückendeckung für Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Rettungskräfte geworben wird. Im Rahmen dieser Kampagne wurde die Schutzschleife als Symbol der Solidarität mit den Einsatzkräften entwickelt: In den Farben Blau, Rot und Weiß gehalten, steht sie für die Polizei-, Feuerwehr- und Rettungskräfte in Hessen und ist ein Symbol für die Verbundenheit mit den Einsatzkräften. Deutschlandweit wurden mittlerweile über 70.000 Schutzschleifen verteilt, mit Beginn dieses Monats führte sie das Saarland ein.

Die Initiative stößt auch im Taunus auf breite Zustimmung. Der Hochtaunuskreis und die Stadt Bad Homburg unterstützen die Aktion. „In allen Städten des Hochtaunuskreises arbeiten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren jeden Tag daran, die Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Diese Menschen brauchen die Solidarität von uns allen“, sagt Landrat Ulrich Krebs, Dezernent für Brandschutz und Rettungsdienst.

„Der Schutz und die Solidarität mit den Frauen und Männern unserer Feuerwehr sind mir persönliche Anliegen. Daher unterstütze ich dieses Projekt und freue mich besonders, dass das Land, der Kreis und die Stadt hier gemeinsam für diese wichtige Sache eintreten“, so Bürgermeister Meinhard Matern, zu dessen Dezernat die Feuerwehr Bad Homburg gehört.

„Übergriffe auf Einsatzkräfte sind weder in verbaler Form und schon gar nicht in Form von tätlicher Gewalt auch nur ansatzweise hinzunehmen. Hier sind der Staat, aber auch ganz klar die Gesellschaft gefordert, ihre Feuerwehren und Rettungskräfte in jeglicher Form zu schützen“, so Norbert Fischer, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes Hessen e.V.

Die Stadt Bad Homburg bildet angesichts einer zunehmenden Zahl von Übergriffen auch ihre eigenen Leute aus. Sie schult ihre hauptamtlichen Einsatzkräfte in Deeskalations- und Schutzstrategien. Nach Abschluss der Pilotphase wird das freiwillige Angebot auf alle ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr erweitert. Parallel wurde ein hauptamtlich Beschäftigter des Fachbereichs Bevölkerungsschutz an der Landesfeuerwehrschule in Kassel als interkultureller Berater ausgebildet.

Außerdem spricht die Stadt das Thema öffentlich an. Beuth, Krebs, Matern und Fischer brachten vor der Wache in der Dietigheimer Straße gemeinsam ein Plakat an, das Solidarität mit den Einsatzkräften einfordert. Zu sehen ist darauf die Schutzschleife, die Aktion des Landes Hessen.

Mit Plakaten wie dem vor der Feuerwache will die Stadt Bad Homburg außerdem die breite Öffentlichkeit erreichen und die Wertschätzung gegenüber Einsatzkräften in der Bevölkerung zum Thema machen. Die Plakate werden an den Bad Homburger Feuerwehrhäusern sowie an der PPR-Kreuzung gehängt. Diese Aktion wird durch eine Signiertafel ergänzt, auf welcher zunächst Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens durch Ihre Unterschrift öffentlich Ihre Solidarität gegenüber Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zum Ausdruck bringen. Diese Tafeln werden ergänzt durch ein gleiches Format, welches an den Tagen der offenen Tür sowie zu verschiedenen Veranstaltungen im Stadtgebiet der Bevölkerung die Möglichkeit einer Solidaritätsbekundung gibt.

Die Feuerwehr Bad Homburg plant, die Mitglieder des Magistrats auf die Aktion anzusprechen. Wer sich weiter über das Thema und die Aktion „Schutzschleife“ informieren will, findet in 2019 Informationsmaterial bei Veranstaltungen der Feuerwehr wie den Tagen der offenen Tür sowie in Kürze am Stadtladen im Rathaus. Der Stadtkreisfeuerwehrverband wird das gesamte Jahr 2019 das Thema Respekt gegenüber Helferinnen und Helfern ansprechen.
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