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27.11.2018

Stadt will Bürger bei Vorhaben stärker beteiligen

Bad Homburg v. d. Höhe. Große Vorhaben sollen in Bad Homburg künftig mit stärkerer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger beschlossen werden. Das war eines der Anliegen, die während Bad Homburg 2030 von vielen Teilnehmenden geäußert worden waren. Die Stadtverordneten werden den Magistrat voraussichtlich in ihrer Dezember-Sitzung damit beauftragen, Richtlinien für die Bürgerbeteiligung auszuarbeiten.
Bürgerbeteiligung ist einer von fünf Vertiefungsbereichen, die nach Abschluss der Ausarbeitung des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes Bad Homburg 2030 mit Vorrang behandelt werden sollen. Das gesamte Konzept war am 15. August 2018 nach einem Jahr gemeinsamer Arbeit von Bürgerinnen und Bürgern, Mitgliedern der gewählten Gremien der Stadt Bad Homburg, dem Stadtplanungsbüro Albert Speer und Partner, dem Kommunikationsbüro KO-KONSULT und der Stadtverwaltung auf dem 5. Stadtforum im Kurhaus das vorgestellt worden. In gedruckter Form wird das Konzept voraussichtlich Anfang kommenden Jahres vorliegen.

Das Konzept enthält ein Leitbild mit Entwicklungszielen und empfiehlt 16 Vertiefungsbereiche. Von diesen sind folgende fünf prioritär zu behandeln:
• Etablierung der Beteiligungskultur
• Erstellung eines ganzheitlichen Mobilitätskonzeptes
• Gestaltungskonzept Innenstadt und Kurhausumfeld
• Akzentuierung der Stadteingänge
• Aktivangebote für Jugendliche

Wer sich aus der Bürgerschaft an der Arbeit in diesen Bereichen beteiligen möchte, kann sich seit Mitte August auf der Internetseite www.BadHomburg2030.de für einen Newsletter anmelden. Dort werden alle Informationen zum Stand des jeweiligen Themas und die Beteiligungsoptionen – von der Information bis hin zur aktiven Teilnahme an Arbeitsgruppen – aufgeführt.

Die auf dem 5. Stadtforum vorgestellten Ergebnisse werden derzeit in einer umfassenden Broschüre aufgearbeitet, die das gesamte einjährige Verfahren von Erkundung, Konzeption und Ergebnis dokumentiert. Die Broschüre soll von der Stadtverordnetenversammlung als „Regiebuch“ für die weitere Entwicklung Bad Homburgs beschlossen werden. Sie wird auf der Homepage der Stadt nachlesbar sein. Zusätzlich wird ein kompakterer Druck geplant, der außer den Ergebnissen auch den Kommunikationsprozess darstellt.

Parallel zur Verschriftlichung von Bad Homburg 2030 fließen die Erkenntnisse aus der Bürgerbeteiligung bereits heute in konkrete Bauprojekte ein. Vorreiter ist das Radverkehrskonzept. Dieses wurde aufgrund des Wunsches nach einer fahrradfreundlicheren Stadt überarbeitet. 2018 flossen bereits rund 80.000 Euro für die Umsetzung fahrradfreundlicher Projekte.

Dies sind unter anderem die Kosten für die Fahrradüberdachung der U-Bahnstation Ober-Eschbach und die Erneuerung des Fuß- und Radweges „Im unteren Würzgarten“ einschließlich neuer Beleuchtung. Bis Jahresende 2018 sind zudem weitere Fahrradständer im Bahnhofsumfeld, am Walter-Lübke-Platz sowie eine Verlängerung des Zweirichtungsradwegs am Schwedenpfad vorgesehen. Hinzu kommen Kosten für die laufende Instandhaltung des städtischen Radverkehrsnetzes durch die Meldeplattform Radverkehr.
Das Radverkehrskonzept selbst soll am 13. Dezember 2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen werden und bildet die Planungsgrundlage für die kommenden Jahre. An der Umsetzung soll dann im kommenden Jahr ein Radverkehrsbeauftragter mitwirken.
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