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06.11.2018

Raum für eine Synagoge in Bad Homburg

80 Jahre nach der gewaltsamen Zerstörung der alten Synagoge in der Elisabethenstraße finden in Bad Homburg mehrere Veranstaltungen zum Gedenken an die Pogromnacht von 1938 statt.
Nach der offiziellen Benennung des Platzes der ehemaligen Synagoge eröffnet am Abend das jüdische Zentrum Bad Homburg unter der jüdischen Gemeinde Frankfurt die neue Synagoge in Räumen im Töpferweg.

Die Gedenken am die Pogromnacht beginnen mit einer Veranstaltung am 9. November in Oberursel, zu der die Gesellschaft für christliche-jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus e.V. und der Hochtaunuskreis einladen. Oberbürgermeister Alexander Hetjes und weitere Vertreter der Stadt werden teilnehmen. In Bad Homburg steht dann Sonntag, 11. November, im Mittelpunkt der Gedenkveranstaltungen.

Die offizielle Einweihung des Platzes der ehemaligen Synagoge ist an diesem Tag für 18:00 Uhr vorgesehen. Die Stadt hat dem Gelände in der Elisabethenstraße inzwischen offiziell den Namen gegeben. Er erinnert an die 1866 eingeweihte Synagoge, die dort 72 Jahre und einen Tag gestanden hat. Nationalsozialisten legten am 10. November Feuer in dem Gebäude und ließen es niederbrennen. Verbunden ist die Einweihung des Platzes mit einer Gedenkfeier in der Elisabethenstraße am Mahnmal für die Opfer der nationalsozialistischen Gewalt. Shimon Herz, Enkel des letzten Kantors Moses Herz, wird während der Veranstaltung auf dem Platz der ehemaligen Synagoge ein Gebet sprechen.

Anschließend weihen Juden aus Bad Homburg Räume im Töpferweg als Synagoge ein. Die Stadt stellt das Gebäude zur Verfügung. Es war bis vor einigen Jahren verpachtet. Nachdem der Vertrag ausgelaufen war und andere Nutzungsmöglichkeiten sich bei näherer Prüfung zerschlagen haben, schloss die Stadt jetzt einen Erbbaurechtsvertrag mit dem Verein der Freunde und Förderer der jüdischen Kultur und Religion Bad Homburg v. d. Höhe e.V.

Am Abend des 11. November um 19:30 Uhr gibt das Powerhouse Swingtett zusammen mit der Schauspielerin Doris Zysas ein Konzert im Kaiserin-Friedrich-Gymnasium. Es findet in Gedenken an Coco Schumann statt. Die gut einstündige Lesung mit Musik greift die Texte von Coco Schumann auf. Der Gitarrist und Jazzmusiker erzählt in dem Buch „Der Ghetto-Swinger“ von der Hölle der Konzentrationslager der Nazi-Zeit und auch von seinem Überleben. Die Schauspielerin Doris Zysas und die Musiker werden anschließend für Fragen und eine Diskussion zur Verfügung stehen. Mit dem Schlagzeuger Paul Planz wird auch ein musikalischer Weggefährte Schumanns an der Veranstaltung teilnehmen. Planz war viele Jahre Mitglied der Coco-Schuman-Band, mit der er fast die ganze Welt bereiste. Beide Musiker waren bis zum Tod von Schumann eng befreundet.

Bereits in den Tagen zuvor sind Nachfahren von Bad Homburger Familien auf Einladung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Hochtaunus e.V. zu Gast in Bad Homburg. Madeleine Gerrish und Michael Gerrish werden aus den Vereinigten Staaten bzw. aus Frankreich anreisen. Sie sind anschließend im Kaiser-Friedrich-Gymnasium, in der Humboldtschule und in Oberursel zu Gast, um das Gespräch mit Jugendlichen zu führen. Beide nehmen an der Gedenkveranstaltung in Oberursel am 9. November teil, an der sie auch sprechen werden. Zum Programm des Besuchs gehört außerdem ein Empfang durch Oberbürgermeister Hetjes.
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