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12.09.2017

Feuerwehr deckt mit neuen Fahrzeugen ein breiteres Einsatzspektrum ab

Bad Homburg v.d.Höhe. Notrufe gehen bei der Feuerwehr Bad Homburg aus vielen verschiedenen Gründen ein, und für jede Lage sind andere Hilfsmittel erforderlich. Mal ist ein Keller vollgelaufen, mal erfordert die Situation eine mobile Einsatzleitstelle vor Ort, und vielleicht müssen die Wehrleute auch einmal Personen evakuieren. „Wir müssen auf viele Szenarien vorbereitet sein, können aber nicht für jeden Fall einen Spezialwagen vorhalten. Deshalb nutzen wir künftig Mehrzweckeinsatzfahrzeuge, die wir für den jeweiligen Einsatz bestücken“, erläutert Daniel Guischard, Leiter der Feuerwehr. Das dahinter stehende Konzept der Feuerwehr sieht sechs baugleiche Wagen vor, die bei den Stadtteilwehren stationiert sind. Die sechs Wagen sowie zwei neue Wechsellader hat die Feuerwehr Bad Homburg jetzt in Dienst gestellt.
Gut eine halbe Million Euro kostet ein Mehrzweckfahrzeug – samt Einrichtung und Ausstattung. „Gut investiertes Geld“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes. Denn die Feuerwehr nehme ein immer breiter werdendes Spektrum an Aufgaben wahr. „Unsere Feuerwehr ist für viele Arten von Rettungseinsätzen ausgebildet. Sie kann mit den neuen Fahrzeugen die jeweils erforderlichen Hilfsmittel aufladen“, so Hetjes, zu dessen Dezernat auch die Feuerwehr gehört. Damit erweitere die Stadt die Einsatzmöglichkeiten und vereinheitlicht gleichzeitig die Ausstattung der Stadtteilfeuerwehren.

Das seit 2002 genutzte Vorgängerfahrzeug war ein Mannschaftstransporter. Das kann der Neue natürlich auch. Doch die dafür vorhandenen Sitze sind bei Bedarf schnell ausbaubar, ebenso der Arbeitstisch. Über eine Rampe im Heck können mit Hilfe einer Winde Rollcontainer geladen werden. Die Feuerwehr kann ihn bei Hochwasser mit Pumpen ausstatten, im anderen Fall die Einsatzkräfte vor Ort versorgen, eine mobile Führungsstelle oder Abschnittsleitung einrichten, die Bevölkerung warnen, Schadstoffe bei einem ABC-Einsatz messen, Personen im Rollstuhl evakuieren und mehr.

„Mit den diversen Sonderfähigkeiten steht erstmalig in allen Stadtteilen der Freiwilligen Feuerwehr ein baugleicher Systemträger zur Verfügung“, erläutert Guischard, „so sind einheitliche Reaktionsfähigkeiten möglich.“ Der Ausbildungs- und Schulungsaufwand werde aufgrund der Baugleichheit vereinheitlicht.

Der zweite, jetzt in Dienst genommen Wagen ersetzt ein Wechselladerfahrzeug mit dem Baujahr 1986. Er trägt künftig moderne Spezialcontainer, die ebenfalls je nach Lage eingesetzt werden. So stehen die Ausrüstungen für Gefahrstoffunfälle, Notstromversorgung, ABC-Abwehr, Dekontamination und Entgiftung sowie für die Logistik von Sonderlöschmitteln bereit. Die Trägerfahrzeuge bringen die jeweils angeforderten Container an die Einsatzstelle. Das Konzept der Feuerwehr Bad Homburg sieht drei solche Trägerfahrzeuge vor, die im Verbund die entsprechende Ausrüstung zum Einsatzort transportieren. Da diese drei Fahrzeuge baugleich sind, verbessert die Feuerwehr die Handhabungssicherheit insbesondere der ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Zwei sind bereits vorhanden, das dritte Fahrzeug wird mittelfristig beschafft. Bis dahin fährt ein älterer Wagen, dessen Möglichkeiten etwas begrenzt sind.

Die Wechselladerfahrzeuge verfügen über eine fernsteuerfähige Mehrzweck-Krananlage. Möglich wäre außer einem Kran- und Winden- auch ein Bagger- und Greifereinsatz, um zum Beispiel nach Unwettern zu räumen und zu bergen. Bei Bedarf kann auch ein Hubarbeitskorb genutzt werden. „Bei der Konzeption haben wir großen Wert auf Multifunktionalität und ein breites Einsatz- und Verwendungsspektrum gelegt“, erläutert Guischard.

Die neuen Wechsellader verfügen über einen hydrostatischen Vorderachsantrieb. Damit sind auch in unwegsamem Gelände liegende Einsatzstellen sicher erreichbar.


Technische Daten Multifunktionsfahrzeuge

Mercedes Benz 316 CDI Sprinter – 3,8 t
Motorleistung 120 kW / 163 PS Automatik – schadstoffreduzierte Ausführung EURO 6
4 x 2 Heckantrieb mit 7G-Tronic-Plus Automatikgetriebe
Besatzung: 1 Fahrer + 7 Personen Besatzung

Aufbau und Ausstattung:
• Ausstattung mit variabler Sitzanordnung und Raumaufteilung der Fahrgastzelle
• Fernmeldeausstattung im Analogfunkt und digitalen Sprech- und Datenfunk sowie zusätzlicher UMTS-Drahtlosanbindung an Datennetze
• Volldurchgängiges Ladungssicherungssystem im Fahrgastraum, zugänglich über heckseitiges Rampensystem und windenunterstützte Ladehilfe
• Zusätzliche Wärme- und Kühleinrichtung sowie separate Spannungsversorgung einschließlich einer allseitigen Umfeldbeleuchtung für den Betrieb als mobile Betreuungs- und Versorgungsstelle
• Ergänzende Gewichtsreserve und Ausstattung mit Zugeinrichtung für einen modularen Materialtransport und zum Einsatz als Zugfahrzeug für Anhänger

Kosten Fahrzeug: 297.000 Euro
Aufbau und Ausstattung:209.000 Euro


Technische Daten Wechselladerfahrzeuge

Mercedes Benz Typ Arocs – Standard – 26 t
Motorleistung 375 kW / 510 PS Automatik – schadstoffreduzierte Ausführung EURO 6
Hydrostatischer Vorderachsantrieb mit Nachlauflenkachse zum Einsatz in engen Straßen und unwegsamen Gelände
Besatzung: 1 Fahrer + 1 Person Besatzung
Hubkraft der Hakenanlage für Abrollbehälter und Container bis 20 t.
Krananlage:
• Hiab Teleskopkran Typ X-HiPro 192; Hubkapazität 18,5 Metertonnen über Hydraulik- und Schubzylinder, drahtlose Fernsteuerung über eine XSDrive-Fernbedienung mit Kipphebelschalter
• Ausstattung mit starrem Haken und Windenanlage mit einer Hubkraft von 25 kN bei einer Seillänge von 45 m. Eignung für den Rettungs-und Bergungseinsatz bei höher oder tiefer gelegenen Einsatzstellen.
• Schnellwechselfähige Kupplungsanlage an der Kranspitze zur Aufnahme eines Schaufelgreifers bzw. eines Polyp-Greifers für den Räum- und Bergeeinsatz sowie Vorrüstung für die Aufnahme eines Hubarbeitskorbes.
• Zusätzliche Aufnahme eines Wasserwerfers an der Kranspitze mit Schlauchführung und Wasserversorgung.

Kosten Trägerfahrzeuge: 408.000 Euro
Wechselladereinrichtungen, Krananlagen: 338.000 Euro
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