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Kreativer Spielbereich im Gustavsgarten

Kreativer Spielbereich im Gustavsgarten

Im neuen Spielbereich im Gustavsgarten ist gleich was los... | © Jochen Reichwein/Stadt Bad Homburg
Bad Homburg. Manchmal stehen auch städtische Verwaltungsmitarbeiter vor nur sehr schwer lösbaren Prüfungen. Denn es ist nicht immer einfach, die unterschiedlichen Belange verschiedener Interessengruppen in der Stadt unter einen Hut zu bringen. Doch genau das ist jetzt im Gustavsgarten gelungen. Künftig gibt es in dem unter Denkmalschutz stehenden Landschaftspark auch einen eigenen Spielbereich für Kinder. „Es galt, die Belange von Denkmal- und Naturschutz sowie die Wünsche von Eltern miteinander in Einklang zu bringen. Das ist uns mit dem neu geschaffenen Spielbereich sehr gut gelungen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Hetjes.

Parkanlage und Ausflugsziel

Der Gustavsgarten wird seit Jahren von den unterschiedlichsten Personengruppen intensiv genutzt. Neben städtischen Veranstaltungen mit größtenteils kulturellem Hintergrund ist die historische Parkanlage auch ein beliebtes Ausflugsziel von Spaziergängern und Erholungssuchenden, aber auch von Familien und betreuten Kindergruppen. Die großen Wiesenflächen dienten zuletzt als Spielbereiche und auf den befestigten Parkwegen fanden regelmäßig Dreirad- und Bobby-Car-Rennen statt.

Wunsch von Eltern

In jüngster Zeit war wiederholt der Wunsch nach einem Spielplatz im Gustavsgarten an die Verwaltung herangetragen worden. Zuletzt hatten im Herbst 2019 einige Bürgerinnen und Bürger in einer Petition über 150 Unterschriften für dieses Anliegen gesammelt. Der Wunsch war auch in einer Bürgersprechstunde Oberbürgermeister Alexander Hetjes und Mitarbeitenden der Produktbereiche Landschaftsplanung und Grünflächen vorgetragen worden.

Lösung gefunden

In der Folgezeit wurde fachbereichsübergreifend nach Lösungsmöglichkeiten, die sowohl mit dem Denkmal- als auch dem Naturschutz in Einklang zu bringen sind, gesucht – und schließlich auch gefunden. Der Spielbereich mit Sandkasten und Holzelementen wurde in einer weniger sensiblen Zone der Parkanlage angelegt. Hier wurde ein „Parkplatz“ für die Spielgeräte, Bobbycars, Dreiräder, etc. die von Eltern mitgebracht und dem Garten „gespendet“ wurden, eingerichtet. Auf der benachbarten Rasenfläche wurden mit natürlichen Materialien wie Baumstämmen und Sand weitere Spielmöglichkeiten geschaffen, die je nach Fantasie der Kinder ganz unterschiedlich genutzt werden können. Auf den Einbau klassischer Spielgeräte wurde bewusst verzichtet, da diese dem natürlichen Charakter des Landschaftsparks nicht gerecht würden. Sitzgelegenheiten erhöhen die Aufenthaltsqualität auch für die Begleitpersonen. Zuvor war der Entwurf den Denkmalbehörden zur Entscheidung vorgelegt und genehmigt worden. Auch die politischen Gremien haben dem Vorschlag zugestimmt.

Holz und Sand

Die denkmalrechtlich genehmigten Vorschläge wurden vom Betriebshof und dem Hausmeister umgesetzt. In einem ersten Schritt war das Mähintervall auf der entsprechenden Wiesenfläche erhöht worden, so dass aus der Wiese eine bespielbare Rasenfläche wurde. Die Spielfahrzeuge wurden aus dem denkmalpflegerisch sensibelsten Parkbereich in den neuen Spielbereich transportiert und ein Hinweisschild aufgestellt. Im Anschluss wurden Baumstämme aus dem Gustavsgarten selber (Sturmschaden) und dem Forst am Rand der Fläche als Balancier- und Klettergruppe platziert und bearbeitet sowie eine kleine Sandfläche hergestellt. Entstanden ist ein geschützter, kreativ bespielbarer Bereich mit Aufenthaltsqualität für Kinder und Erwachsene. Die sehr intensive Nutzung der Wegefläche zwischen Mariannenweg und Tannenwaldallee kann so entzerrt und Konflikte mit Spaziergängern und erholungssuchenden Parkbesuchern minimiert werden.

Der einzige Prinzengarten

Innerhalb der Landgräflichen Gartenlandschaft stellt der Gustavsgarten aufgrund seiner vollständig erhaltenen Größe als einzig erhaltener „Prinzengarten“ eine Besonderheit dar. Der eine beachtliche Pflanzenvielfalt aufweisende Park war unter Julius Wertheimber in östlicher Richtung vergrößert und der englische Landschaftspark von Gustav und seiner Frau Louise Friederike erweitert worden. Gerade dieser noch erhaltene Bereich soll in seiner Wirkung als Landschaftspark erhalten bleiben und unterstützt werden. Neben der denkmalrechtlichen Bedeutung der Parkanlage spielen auch Natur –und Artenschutzaspekte eine große Rolle.
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