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Was sich die Jugend für Bad Homburg wünscht

Was sich die Jugend für Bad Homburg wünscht

Junge Leute wünschen mehr Plätze zum "Chillen". | © Stadt Bad Homburg
Bad Homburg. Wo wollen junge Bad Homburgerinnen und Bad Homburger ihre Freizeit verbringen? Und wie sollen solche „Chill-Zonen“ gestaltet werden? Mit diesen und weiteren Fragen hat sich eine Online-Umfrage zum Thema „Jugendplätze“ in Bad Homburg v. d. Höhe beschäftigt, die der städtische Fachdienst Kinder- und Jugendförderung initiiert hat. Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 12 und 21 Jahren konnten zwischen Mitte Januar und Mitte März 2020 anonym, freiwillig und ohne jegliche Verpflichtungen, Vorstellungen und Anregungen zu ihrer Freizeitgestaltung in Bad Homburg äußern. „Ziel der Umfrage war es, die Wünsche an und Bedarfe in der Stadt aus Sicht der Jugendlichen zu ermitteln“, erklärt Stadträtin Lucia Lewalter-Schoor. Jetzt liegen die Ergebnisse vor.

Fachdienst wertet aus

Insgesamt haben sich 190 Kinder und Jugendliche aus allen Stadtteilen an der Umfrage beteiligt - davon 80 Mädchen und 83 Jungs (6 Befragte haben keine Angaben zum Geschlecht gemacht, 18 Teilnehmer haben gänzlich ohne Angaben zur Person an der Umfrage teilgenommen). Die Altersstruktur setzt wie folgt zusammen: 32 Teilnehmer sind zwischen 12 und 14 Jahre, 69 zwischen 15 und 17 Jahre und 69 zwischen 18 und 21 Jahren alt. Sämtliche Antworten wurden im Anschluss an die Umfrage vom Fachdienst Kinder- und Jugendförderung gesichtet und ausgewertet. Die Ergebnisse sind - divers. Jedoch sind sich die Kinder und Jugendlichen grundsätzlich einig: Aus ihrer Sicht fehlt es in Bad Homburg an geeigneten, attraktiven Treffpunkten im Freien sowie an Flächen, auf denen die Ausübung von Trendsportarten und kulturelle Aktivitäten möglich sind.

Viele wollen das Kino

Bei der Frage „Was wünscht Du Dir für Jugendliche in Bad Homburg v. d. Höhe?“ haben 40 Befragte das geplante Kino am Bahnhof genannt, zudem wurde der Wunsch nach jugendfreundlichen Lokalitäten (20 Nennungen) und nach einer Trendsporthalle sowie nach einer Beleuchtung des Abenteuerspielplatzes (jeweils 16) geäußert. Sehr oft wurden auch überdachte Sitzmöglichkeiten genannt. Weitere Wünsche: Bessere Fahrradwege, Plätze, an denen sich große Gruppen treffen können, eine Open-Air-Bühne für Konzerte oder Partys sowie ein neues Becken im Schwimmbad.

Unterschiedliche Wünsche in den Stadtteilen

Bei der Frage „Was fehlt Dir in Deinem Stadtteil?“ konnten die Befragten zwischen vorgegebenen Antworten wählen (Mehrfachwahl möglich) und falls nötig eigene Ergänzungen aufschreiben. Bei keiner Frage waren sich die Kinder und Jugendlichen so einig wie bei dieser: Die Antwort „Orte zum Chillen“ wurde 100 Mal angeklickt. Dazu kamen 65 Ergänzungen: ein Bikepark und ein Parkourpark (Dornholzhausen), W-Lan im öffentlichen Raum und ein Wasserspender sowie Beleuchtung am Abenteuerspielplatz (Eichenstahl), überdachte Sitz- und Verweilmöglichkeiten sowie eine Tischtennisplatte (Kirdorf), ein überdachter Platz zum Treffen und Chillen, an dem es im Winter nicht kalt ist (Gartenfeld, Berliner Siedlung und Innenstadt), eine Grillwiese (Gonzenheim), einen Sportplatz zur freien Nutzung, einen Basketballplatz, einen Park mit Sitzmöglichkeiten und einen Raum für private Feiern (Ober-Eschbach) und in Ober-Erlenbach wurde der Ruf nach einem Skatepark und einem Bolzplatz laut.

Anwohner mit einbeziehen

„Wir werden jetzt im KollegInnen-Kreis die Wünsche, Ideen und Anregungen gründlich besprechen und prüfen. Geklärt werden muss: Was kann in der Zukunft realisiert werden“, erklärt die für die Umfrage zuständige Mitarbeiterin Mira Lauer. Die Jugend ist in diesem Prozess durch den Jugendbeirat vertreten. Sobald es konkret um potentielle Flächen und bestimmte Orte geht, werden die Ortsbeiräte, die Anwohner*innen und selbstverständlich auch wieder die interessierten Jugendlichen beteiligt. Im Anschluss sollen die erarbeiteten Vorschläge an die Kommunalpolitik weitergereicht und in den politischen Gremien diskutiert und letztendlich entschieden werden.

Einige Maßnahmen wurden bereits umgesetzt

Einige Maßnahmen konnten bereits verwirklicht werden. So hat die Stadt an folgenden Orten Sitzmöglichkeiten für junge Leute aufstellen lassen: an er der Ballspielwiese im Salzgrund, auf dem Grünstreifen neben dem Rathausplatz und an der Ballspielwiese Bornberg in Gonzenheim. Auch an der Ochsenwiese in Ober-Erlenbach steht wieder eine Sitzgruppe. Darauf hatte sich Sozialdezernentin Frau Lewalter-Schoor bei einem Treffen mit Anwohnern und Jugendlichen aus Ober-Erlenbach geeinigt. Zudem ist eine Erneuerung der Skateanlage an der Polizeistation in der Saalburgstraße in Planung. Um dieses Projekt voranzutreiben, hatte der Fachdienst Kinder- und Jugendförderung zusammen mit den zwei Bad Homburger Streetworkern vom Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe im Januar zu einem Treffen auf der Anlage geladen, an dem die Jugendlichen sagen konnten, welche Skatemöglichkeiten sie sich für Bad Homburg wünschen und wie sie sich die zukünftige Anlage vorstellen.

Jugendliche brauchen Räume

Tatsache ist, dass Jugendliche einen Großteil ihrer Freizeit im öffentlichen Raum verbringen, da ihnen hier die Möglichkeit geboten wird, in einem anderen Umfeld als in der Schule und im Elternhaus das „Leben zu lernen“ und soziale Kontakte zu pflegen und zu knüpfen. „Jugendliche brauchen Möglichkeiten, sich treffen zu können, und das Gefühl, an solchen Orten auch erwünscht zu sein. Sie brauchen Orte, an denen sie sich gerne aufhalten möchten, sich bewegen können und auch mal lauter sein zu dürfen, ohne von Anwohner*innen oder anderen Nutzer*innen verdrängt zu werden“, stellt Lewalter-Schoor fest. Das bedeute jedoch nicht, dass sich die Jugendlichen nicht an Regeln zu halten hätten. Lewalter-Schoor: „Klare Regeln sind wichtig, damit sich Kinder und Jugendliche an ihnen orientieren können. Und wenn die Grenzen überschritten werden, muss es auch Konsequenzen geben. Wichtig ist eine intensive Kommunikation mit allen Beteiligten.“

Kontakt

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61343 Bad Homburg v. d. Höhe
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mira.lauerbad-homburgde
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