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Hölderlin und Homburg

Hölderlin und Homburg

Der Verein für Geschichte und Landeskunde Bad Homburg widmet sich in seinem neuesten Mitteilungsheft den beiden Aufenthalten Friedrich Hölderlins in Bad Homburg.
Oberbürgermeister Alexander Hetjes (2.v.li.) und die Autoren des Heftes. v.li. Ismene Deter, Barbara Dölemeyer, Ursula Grzechca-Mohr, Gregor Maier, Julia Cloot und Peter Lingens. | © Stadt Bad Homburg
Bad Homburg v. d. Höhe. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Im kommenden Jahr feiert Deutschland den 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin. Der Dichterfürst hat bekanntlich auch eine intensive Homburger Vergangenheit. Dieser widmet sich im Vorausblick auf das große Jubiläumsjahr nun das 68. Mitteilungsheft (2019) des Bad Homburger Geschichtskreises mit dem Titel „Hölderlin und Homburg“. Die beiden Aufenthalte des Dichters in Homburg vor der Höhe von Ende September 1798 bis Anfang Juni 1800 und Ende Juni 1804 bis zum 11. September 1806 waren in unterschiedlicher Weise wichtige Perioden in seinem Leben und Werk. Markierte der erste Aufenthalt eine wesentliche neue Schaffensphase (Arbeit am „Empedokles“, Pindar-Übertragungen, große Werke der Lyrik), so war der zweite gekennzeichnet von wachsender Geisteszerrüttung und dem Kampf dagegen, doch auch durch neue Bekanntschaften wie der mit Johann Isaak von Gerning. Auch schon während seiner Frankfurter Zeit (1796-1798) als Hofmeister im Hause Gontard hatte Hölderlin mehrfach Kontakt zu dem Kreis um Isaac von Sinclair in Homburg, kannte die Stadt durch Besuche und die Taunusregion durch seine Wanderungen. In diesem Heft sind Beiträge vereint, die verschiedene Aspekte der Homburger Aufenthalte betrachten und vertiefen und damit auch neue Erkenntnisse zu Hölderlins Homburger Zeit bringen.
Friedrich Hölderlin | © Stadt Bad Homburg

Diplomat und Dichter

Gregor Maier beleuchtet in seinem Beitrag „Johann Isaak von Gerning und Friedrich Hölderlin – Homburger Netzwerke“ die Position des Sammlers, Gelehrten Dichters und Diplomaten von Gerning im Bekanntenkreis Hölderlins in Homburg und zugleich seine Rolle in den intellektuellen Beziehungen seiner Zeit. Gerning war in vielfältiger Weise im Literaturbetrieb tätig und in seiner Person werden die literarisch-gelehrten Netzwerke greifbar, in denen sich auch Friedrich Hölderlin bewegte.

Beeindruckender Musiker

Ismene Deter widmet sich „Hölderlins Begegnungen mit der Musik“ und geht deren Spuren in Frankfurt und Homburg vor der Höhe nach. Als ausübender Musiker hatte Hölderlin sein Umfeld immer wieder beeindruckt; er spielte Klavier, Geige und Flöte. In Homburg gab es in dieser Beziehung zwei wichtige Kontaktpersonen: zum einen der Konrektor an der Homburger Knabenschule, der vielseitige Musiker Johann Conrad Zinck, zum anderen der Hofprediger Johann Georg Breidenstein, Leiter eines privaten Erziehungsinstituts.

Vertontes Leben

Julia Cloot nähert sich dem Thema „Hölderlin und die Musik“ aus einer ganz anderen Perspektive, sie behandelt in ihrem Aufsatz „Vertontes Leben, vertonte Aura“ die Hölderlin-Rezeption in der Musik vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Einblicke in den Landgrafenhof

Der Beitrag von Barbara Dölemeyer und Peter Lingens über „Louise und Gustavie de Sinclair, zwei Hofdamen im weiteren Umfeld Hölderlins“ versucht anhand von zwei Personen, deren verwandtschaftliche Verbindungen zum Hölderlin-Freund Isaac von Sinclair immer wieder zu Spekulationen Anlass gaben, Einblicke in die Verhältnisse am Homburger Landgrafenhof zu geben. Der Hofdame Gustavie de Sinclair verdanken wir zwei Aquarelle mit Ansichten des Homburger Schlosses und seiner Umgebung, die zu den wenigen Blättern gehören, die die Residenz in den Jahren um 1815 zeigen und damit einen Eindruck vom Homburg zur Zeit Hölderlins vermitteln.

Zyklus Hölderlin

Zwei weitere Beiträge befassen sich mit dem künstlerischen Aspekt der Hölderlin-Rezeption. Ursula Grzechca-Mohr analysiert den „Zyklus Hölderlin (1971/1972) von Alfred Hrdlicka“, eine der bedeutendsten Arbeiten der Abteilung Grafik des 20. Jahrhunderts des Städtischen historischen Museums, die uns mitten in die künstlerischen aber auch politischen Diskussionen der 1970er Jahre führt. Einen völlig anderen Zugang zum Bild Hölderlins beschreibt Barbara Dölemeyer in dem Beitrag „Bildnisse Hölderlins von Maximilian Wittmann“. Der Hölderlinverehrer und Bildhauer aus München gestaltete auf eigene Initiative seit den 1930er Jahren die frühen plastischen Darstellungen Hölderlins, die er den beiden Hölderlinstädten Tübingen und Nürtingen zum Geschenk machte. Vier Plaketten Wittmanns, die die Numismatische Sammlung des Städtischen historischen Museums bewahrt, waren Ausgangspunkt zu intensiven Recherchen zum Werk dieses fast vergessenen Hölderlinverehrers.

Vorträge und Gedenkveranstaltungen

Den Abschluss des Heftes bildet eine Zusammenstellung der Aktivitäten des Bad Homburger Geschichtsvereins zum Thema „Hölderlin und Homburg“. Der Verein widmet sich seit seiner Gründung 1875 dem Dichter Friedrich Hölderlin große Aufmerksamkeit. In zahlreichen Veröffentlichungen, Vorträgen und Gedenkveranstaltungen trug der Geschichtsverein dazu bei, das Andenken des Dichters und seiner Aufenthalte in Homburg zu wahren.

Im Buichhandel erhältlich

Das Mitteilungsheft "Hölderlin und Homburg" ist für 12 Euro im Bad Homburger Buchhandel erhältlich.
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