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Ein dreifacher Meister, auf den die Stadt sehr stolz ist

Ein dreifacher Meister, auf den die Stadt sehr stolz ist

Florian Wilhelm | © Jochen Reichwein/Stadt Bad Homburg
Bad Homburg. Der November – kalt und neblig wie in traurigen Volksliedern besungen, kommt er daher. Zum Glück ist es für uns ganz selbstverständlich, ein geheiztes Zuhause zu haben, wo wir uns geborgen fühlen, ein wärmendes Bad nehmen können. Ganz so selbstverständlich ist es jedoch nicht – denn die erforderliche Infrastruktur für eine verlässliche Gas- und Wasserversorgung ist enorm.

Landesbester Rheinland-Pfalz

Einer, der sich mit beiden Netzen (Gas und Wasser) im Bad Homburger Stadtgebiet verbrieft gut auskennt, ist Florian Wilhelm. Er ist gleich dreifacher Meister seines Fachs, nämlich Industriemeister Metall, Rohrnetzmeister Wasser und seit Sommer auch noch Rohrnetzmeister Gas. Schon die ersten beiden Prüfungen hat der Rodgauer mit Auszeichnung bestanden, die für die Gasnetze mit 98 Prozent sogar so gut, dass er kürzlich den Landesbestenpreis Rheinland-Pfalz (wo die Prüfung stattfand) überreicht bekommen hat.

Lob von den Vorgesetzten

Bei den Stadtwerken ist man natürlich sehr stolz auf den 34-Jährigen und hat die berufsbegleitende Ausbildung unterstützt. Wilhelm revanchiert sich dafür mit dem Versprechen, mindestens fünf Jahre bei den Stadtwerken Bad Homburg zu bleiben. „Natürlich sind wir mächtig stolz auf Florian, das hat er ganz hervorragend gemacht“, so der kaufmännische Direktor der Stadtwerke, Ralf Schroedter. Dessen Pendant auf technischer Seite, Markus Philipp, sagt: „Schade, dass wegen Corona nur eine Begleitperson mit zur Verleihung kommen durfte, wir hätten einen ganzen Fan-Bus zusammenbekommen.“ Seine Begleitperson war übrigens seine Mutter sein, denn Florian Wilhelm ist auch ein Familienmensch.

Spannende Facetten in Bad Homburg

Wie hat es den zuvor für den Zweckverband Wasserversorgung Offenbach (ZWO) Tätigen 2018 in die Kurstadt verschlagen? „In Offenbach gab es keine richtige Perspektive für mich. Ich habe mich umgeschaut und die Tatsache, dass Bad Homburg so schön ist, so viele Seiten hat, hat mich gereizt.“ Er meint indes nicht unbedingt die Sehenswürdigkeiten, wenn er vom Kurpark und der Altstadt schwärmt, sondern die „total spannenden, verschiedenen Facetten der Versorgungsbereiche.“ Und im Hinterkopf hatte er schon die weitere Qualifikation zum Netzmeister Gas: „Es war mein Anspruch an mich, auch auf diesem Gebiet richtig Ahnung zu haben, auch wenn sich ein Teil der Ausbildung mit dem Netzmeister Wasser überschneidet. Aber die Gefährdungen und der Druck sind völlig anders.“

Schreibtisch und Außendienst

Auch wenn seine Arbeit als Abteilungsleiter Gas-/Wasser-Netzbetrieb, Messstellen und Projektmanagement (Bau- und Erneuerungen) mit 24 Mitarbeitern überwiegend Schreibtischarbeit bedeutet, ist er durchaus auch vor Ort anzutreffen. Bei Baubesprechungen oder -besichtigungen, aber auch, wenn in seinem Bereitschaftsdienst eine Störung gemeldet wird: „Dann bin ich auch wieder am Schrauben.“ Ein Bereitschaftsdienst dauert für die Mitarbeiter der Stadtwerke übrigens sieben Tage lang 24 Stunden, was bedeutet: normale Arbeitszeit von 7 bis 16 Uhr, danach in Rufbereitschaft bis zum nächsten Morgen. Im Schnitt gibt es bei den Wassernetzen ein bis zwei Notfallmeldungen pro Woche (Stichwort Wasserrohrbruch), bei Gas etwas weniger, „da gibt es auch häufiger Fehlalarme, da kann der wahrgenommene Geruchsstoff auch mal von einem Sack Knoblauch im Keller stammen“, weiß der frischgebackene Gasleitungs-Meister aus Erfahrung. Andererseits: „Bei Gas haben wir es im Fall der Fälle mit einer hohen Gefährdung zu tun, weil man es ja nicht sieht. Und da gilt auch immer der Grundsatz der Unverzüglichkeit.“

Der Besuch beim Wasserwerk

Dass Florian Wilhelm regelmäßig Prüfungen mit Auszeichnung besteht, war übrigens nicht immer so. „Ich war ein relativ schlechter Schüler – im Gegensatz zu meinem Zwillingsbruder. Und ich hatte richtig große Prüfungsangst, weshalb auch mein Realschul-Abschlusszeugnis nicht besonders gut war und ich im Wunschberuf zum Elektriker keinen Ausbildungsplatz bekommen habe“, erzählt er ganz freimütig. Weil ihm ein Schulausflug in der 5. Klasse zu einem Wasserwerk im Wald mal richtig gut gefallen hatte, entschied er sich für diese Sparte. Das war ein guter Plan des Schicksals, denn in der Verantwortung für Versorgungs-Infrastruktur, aber auch mit der Planung neuer Projekte und Erprobung neuer Techniken, Personalführung und Organisation hat er seine Profession gefunden.

Jagdschein und Hochzeit

„Man wächst an seinen Aufgaben“, lacht er und erzählt von den nächsten Projekten, die indes nichts mit Rohren und Versorgungsleitungen zu tun haben: „Im nächsten Jahr mache ich meinen Jagdschein, und – natürlich noch viel wichtiger – im nächsten Jahr werden meine Verlobte und ich heiraten“, verrät er. Weitere berufliche Fort- oder Ausbildungen schließt er momentan aus: „Ich habe genug Abendschule und Wochenendseminare hinter mir.“ Schließlich gilt es auch noch eine ganze Reihe von Hobbys zu pflegen: So spielt er im Musikverein Weiskirchen das Tenorhorn, joggt, spielt Golf „und ich sehe mir sehr gerne Fernseh-Dokus an“.
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