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Vom Froschkönig bis zum Kaiser

Vom Froschkönig bis zum Kaiser

Bad Homburg. 4 Beiträge, 160 Seiten und 88 Abbildungen – das ist in Zahlen ausgedrückt der 32. Band der Reihe „Aus dem Stadtarchiv. Vorträge zur Bad Homburger Geschichte“. „Es ist jedes Mal wieder spannend zu erleben, welche Geschichten die Autoren ausgraben“, freut sich Oberbürgermeister Alexander Hetjes auf den neuen Band.
Oberbürgermeister Alexander Hetjes (v.r.), Dr. Bettina Gentzcke (Fachbereichsleiterin Kultur), Dr. Astrid Krüger (Leiterin Stadtarchiv) stellten die neue Publikation vor. | © Jochen Reichwein / Stadt Bad Homburg
Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann auch die Gegenwart nicht verstehen – das war schon immer das Leitmotiv der Arbeit im Bad Homburger Stadtarchiv. Die Publikationsreihe „Aus dem Stadtarchiv“ hilft den geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürgern sich zu orientieren. Für den neuen Band ergänzen vier Autoren mit ihren Beiträgen die Stadtgeschichte um interessante und richtungsweisende Details:
  • Klaus-Dieter Metz: Vom Froschkönig zu Dostojewski – eine literarische Kurpark-Route in Texten und Bildern
  • Reiner Ruppmann: Die landgräflich hessischen Grenzsäulen von 1857 und Abmarkungen in Bad Homburg - Eine Bestandsaufnahme
  • Ulrich Hummel: „Der Frieden muss erdroschen werden.“ Die Kaiserrede an die Bad Homburger über den Sonderfrieden mit der Ukraine am 10. Februar 1918
  • Roland Johne: Versuche einer Räterevolution in Bad Homburg - Der Arbeiterrat und die politische Neuordnung der Stadt nach dem Ersten Weltkrieg

Zum Inhalt

Der Bad Homburger Klaus-Dieter Metz lädt die Leserschaft zu einem Kurparkspaziergang der besonderen Art ein: Auf der Route „Vom Froschkönig zu Dostojewski“ zeigen sich die unterschiedlichsten literarischen Facetten: Es geht um Märchen und Sagen, spannende Kriminalromane, Helden auf der Bühne, amüsante Anekdoten und Lyrik. Diese Schatzkiste öffnet Metz und führt zu den Heilquellen, zur Russischen Kirche oder an die Sala Thai, um dort frische Gedanken, überraschende Sichtweisen und unbeachtete Räume zu präsentieren. Aber auch tragische Momente wie der gewaltsame Abschied Hölderlins aus Homburg oder der Großbrand von 1924, der das gesamte literarische Werk Samuel Josef Agnons vernichtete, werden nicht verschwiegen.
Reiner Ruppmann liefert eine Bestandsaufnahme der „Landgräflich hessischen Grenzsäulen von 1857 und Abmarkungen in Bad Homburg“ und nimmt damit Bezug auf ein historisches Erbe, das in der Öffentlichkeit bisher kaum Beachtung gefunden hat. Seine Spurensuche fördert „schwer auffindbare Grenzsteine sowie einige bisher noch nicht beschriebene Markierungssteine des Landgrafthums“ zu Tage. Die Geschichte Homburgs wird detailliert anhand von Grenz- und Hoheitszeichen dokumentiert – und das weit über die Zeit der Landgrafen hinaus.
Eine Titelseite des "Taunusboten" | © Stadt Bad Homburg
Es war der 10. Februar 1918, als sich Kaiser Wilhelm II. vom Balkon im Bad Homburger Schlosshof an „seine lieben Homburger“ wandte. Zuvor war es Deutschland und seinen Verbündeten gelungen, mit der Ukraine einen Sonderfrieden zu schließen, der am 3. März 1917 in Brest-Litowsk zum Diktatfrieden mit Sowjetrussland führte. Der Kaiser prägte an jenem Tag den harschen Satz: „Der Frieden muss erdroschen werden“. Was Wilhelm II. zu diesen radikalen Worten bewegte und wie die Homburger ihren Kaiser wahrgenommen haben, diesen Fragen ist Ulrich Hummel nachgegangen. Dabei kommt die ganze Tragik im Leben des Monarchen zum Vorschein: Von Kindheit an traumatisiert, abhängig vom Militär, dem Feldherrenduo Hindenburg und Ludendorff ausgeliefert und gesundheitlich angeschlagen war es Wilhelm II. letztendlich trotz der Erfolge im Osten nicht möglich, die deutsche Niederlage und damit den Untergang des Kaiserreichs abzuwenden.
Direkt daran knüpft der Beitrag von Roland Johne an. Nach dem Ende des Kaiserreichs wurden in vielen deutschen Städten Soldaten- und Arbeiterräte gegründet, welche die Macht an sich rissen. Roland Johne legt mit seinem Beitrag „Versuch einer Räterevolution in Bad Homburg“ dar, dass Revolution auch ohne Gewalt funktioniert, wenn Klugheit und Weitsicht der Verantwortlichen im Mittelpunkt stehen. Im Mittelpunkt stehen dabei Oberbürgermeister Walter Lübke und Landrat Ernst Ritter von Marx auf der einen und Jean Odenweller, der Vorsitzende des Homburger Arbeiterrats, auf der anderen Seite.

Ab jetzt erhältlich

Für 10 Euro kann der neue Band von Mittwoch, 08. Dezember 2021 an, im Stadtarchiv in der Villa Wertheimber, Tannenwaldallee 50 (Zufahrt Mariannenweg) in Bad Homburg v. d. Höhe, Telefon (06172) 100-4140, E-Mail: stadtarchivbad-homburgde, bei der Tourist-Info, über die örtlichen Buchhandlungen in Bad Homburg sowie bei Amazon erworben werden.
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