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Horex Museum
"Inspiration Technik“ 10. März bis 20. Juli 2019

"Inspiration Technik“ 10. März bis 20. Juli 2019

Im Rahmen der Sonderausstellungen zum Thema „Inspiration Technik“ zeigt das Horex Museum in Zusammenarbeit mit der Brass Collectors Club Germany (BCCG):

„Schimmernde Schönheiten. Messingobjekte aus Jugendstil und Art Déco“

Messing Objekt | © Foto©Knud Schöber (BCCG)
Der Formenreichtum des beginnenden 20. Jahrhunderts findet sich im Horex Museum in zahlreichen Beispielen wieder: im Design der REX-Gläser und –Töpfe, im Design der Räder und Motorräder und insbesondere im Design der ausgestellten Siegerpokale. Es sind dies die Siegerpokale von Fritz Kleemann (1901 – 1975), dem Gründer der Horex-Werke, die er in den 1920er, 1930er und in den 1950er Jahren bei Automobil- und Motorradrennen gewann. Diese einzigartige Sammlung, die bis zuletzt in Privatbesitz von Fritz Kleemann war, ist ein Geschenk seiner Nachkommen an das Horex Museum und steht nun im Zentrum der neuen Ausstellung.
Woran orientierten sich die Gestalter solcher, in hoher Stückzahl produzierter Pokale? Die überbordenden Formen des Historismus und sein kostbares Material, wie Gold oder Silber, waren es nicht mehr. Der Geschmack und die Empfindung für die Eleganz der Form und die Wertigkeit ihrer Materialien haben sich im Zeitalter der Industrialisierung geändert. Mit dem „Gold des Bürgertums“, dem Messing, wurde der Einfluss von Jugendstil und Art Déco aufgegriffen. Die Metalllegierung Messing konnte mit vorindustrieller, noch kunsthandwerklicher Technik gestaltet werden und entsprach vortrefflich dem neuen, bürgerlichen Repräsentationsbedürfnis.
© Foto©Knud Schöber (BCCG)
Anfangs, mit der Buckelung des Messings noch an den Historismus erinnernd, löste sich das Kunsthandwerk immer mehr von den traditionellen Vorbildern. Der Einfluss des Jugendstils und der Art Déco weiteten sich aus. Auch alltägliche Gegenstände wie Kaffeemühlen, Tee- und Kaffeeservice, Lampen und Leuchter, Rauch- und Schreibutensilien, Vasen und Bowlenservice entsprachen nun den neuen Formen und waren in dem edel wirkenden Material Messing relativ einfach zu gestalten. Der neuen Formensprache folgte schon bald auch die Gestaltung von Pokalen. Entgegen den Messingobjekten in großen Mengen produziert, zitierten auch sie Weinblatt- oder Rankendekore, übernahmen die sich verjüngenden Formen vieler Jugendstilobjekte oder zitierten kunsthandwerkliche Techniken aus der Bearbeitung des Messings: Glättung und Hammerschlagdekor bestimmten die Oberflächen und vegetabile Formen zeichneten die eleganten Linienverläufe aus.
Bei den Messingobjekten machte die kunsthandwerkliche Bearbeitung die einzelnen Gegenstände kostbar. Sogar in den 1950er Jahren knüpfte man noch daran an, als der Motorradhersteller Horex Rauchgarnituren und Schreibutensilien aber auch Uhren zu besonderen Anlässen verschenkte. Damit wurde auch das bürgerliche Repräsentationsbedürfnis aufgegriffen, das sich in elegant ausgestatteten Herrenzimmern wiederspiegelte – mit Garnituren, wie sie auch die „Schimmernden Schönheiten“ zeigen.

Öffnungszeiten

Mittwoch 10-14 Uhr
Samstag und Sonntag 12-18 Uhr

Eintritt: 2,50 Euro, ermäßigt 1,00 Euro. Bad Homburger Schulklassen und Inhaber des Bad Homburg-Passes frei.

Öffnungszeiten an Feiertagen

Karfreitag: geschlossen
Ostern: 12-18 Uhr
Himmelfahrt: 12-18 Uhr
Pfingsten: 12-18 Uhr
Fronleichnam: 12-18 Uhr
Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober): 12–18 Uhr

 

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Messing Objekt Foto©Knud Schöber (BCCG)
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