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Bad Homburg verdient sich erneut den Namen Heilbad
Aktuelles – 27.02.2021

Bad Homburg verdient sich erneut den Namen Heilbad

Nach einem aufwendigen Prüfungsprozess, der trotz Corona in Rekordzeit abgeschlossen wurde, hat die Kurstadt das Prädikat „Heilbad“ ab sofort für weit
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Nach einem aufwendigen Prüfungsprozess, der trotz Corona in Rekordzeit abgeschlossen wurde, hat die Kurstadt das Prädikat „Heilbad“ ab sofort für weitere zehn Jahre inne. Die Auszeichnung stellt den Nachweis für herausragende Qualitätsmerkmale sicher und bescheinigt Bad Homburg ein wirksames Heilklima sowie Qualität und Kompetenz im medizinischen und therapeutischen Bereich.


Bad Homburg. Damit eine Kommune das Prädikat Heilbad erhält, dürfen ein gesundheitsförderndes Klima, Therapiemaßnahmen, die wissenschaftlich anerkannt sind, sowie Kurmitteleinrichtungen nicht fehlen. Hierbei prüft ein Gremium aus Vertretern des Regierungspräsidiums Kassel als zuständige Überwachungsbehörde und des Hessischen Heilbäderverbandes die Einhaltung der Kriterien. „Das Prädikat ist uns Auszeichnung und Verantwortung zugleich“, so Kurdirektor Holger Reuter, „Corona verdeutlicht einmal mehr die tragende Bedeutung von Kurorten mit ihren Gesundheitseinrichtungen und Kliniken. Ein solcher zu bleiben, ist unser oberstes Vorhaben.“


Dass die Prädikatisierung auch für Bad Homburg als Wirtschaftsstandort eine entscheidende Rolle darstellt, steht außer Frage. „Die Prädikatisierung sichert nicht nur Stadt und Kurbetrieb seinen Tätigkeitsanspruch, sondern auch zahlreichen in der Stadt ansässigen Unternehmen. Wir tun alles dafür, dass Bad Homburg mit seiner medizinisch-therapeutischen Kompetenz und mit seiner kurspezifischen Infrastruktur erhalten bleibt und weiter ausgebaut wird“, betont Oberbürgermeister Alexander W. Hetjes, „so arbeiten wir derzeit unermüdlich an der Luftqualität. In diesem Zusammenhang entwickeln wir auch ein umfassendes gesamtstädtisches Mobilitäts- und Verkehrskonzept. Ziel ist die Entwicklung und Sicherstellung einer nachhaltigen und klimaverträglichen städtischen Mobilität.“

Ausschlaggebend für die Prädikatisierung sind neben einem Luftqualitäts- und einem Klimagutachten sowie der Überprüfung der örtlichen Heilmittel, zahlreiche weitere Aspekte. Die Verleihung der Artbezeichnung Heilbad kann beispielsweise nur erfolgen, wenn die Niederlassung von mindestens einem Kur- oder Badearzt gegeben ist. Einrichtungen für sogenannte „aktivierende“ Behandlungsformen, wie es beispielsweise das Kaiser-Wilhelms-Bad anbietet, gehören ebenso zu den Richtlinien, wie das Vorhandensein eines „Haus des Gastes“. Im Fall von Bad Homburgs ist dies das Kurhaus, welches unter anderem als Informationszentrum für Kurgäste dient. Die erst im Winter 2020 mit dem i-Punkt zertifizierte Tourist Info gab der Vergabe der Prädikatisierung zusätzliches Gewicht. Eine ausgedehnte Parkanlage ist ein weiteres Kriterium, das Bad Homburg erfüllt. Neben den Gesundheitseinrichtungen floss auch die kurörtliche Infrastruktur in die Bewertungsskala ein. Die Erholungs-, aber auch die Kultur- und Unterhaltungsangebote wurden vom Gremium als besonders positiv aufgefasst. Ebenso die schnelle Durchführung des Prozesses selbst, was auf die gute Vorbereitung innerhalb der Verwaltung der Kur- und Kongreß-GmbH, zurückzuführen sei.


Oberbürgermeister Hetjes und Kurdirektor Reuter ist es wichtig, die lange Historie Bad Homburgs als anerkannten Kurort zu bewahren. Seit 1912 führt die Stadt das „Bad“ im Namen. Die Aufnahme des Kurbetriebs erfolgte jedoch schon 1834. Damals mischten sich gepflegte Traditionen und Zeugnisse des ehemaligen Fürstenbades mit modernem Leben und niveauvoller Kultur. So begründeten zur Zeit Kaiser Wilhelms die zwölf Trink- und Badequellen sowie der „Homburger Heilton“ den weltweiten Ruf der Taunusstadt als Kur- und Badeort. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen hatte einst der Elisabethenbrunnen, eine von insgesamt zehn Heilquellen der Stadt. Bis heute ist sie Sinnbild für den Homburger Kurbetrieb.


Von der medizinischen Wirkung der Heilquellen ist Kurdirektor Holger Reuter nach wie vor überzeugt. „Tagtäglich wird die Brunnenqualität kontrolliert. Hinzu kommen wöchentliche Messungen, monatliche Überprüfungen durchs Qualitätsmanagement und vierteljährliche mikrobiologische sowie jährliche chemische Analysen durch Institute. Wegen der Anwendung im Therapiebereich unterliegen die Brunnen der strengen Aufsicht des Regierungspräsidiums Kassel und dem Arzneimittelgesetz.“


Reuter und Hetjes wollen auch in Zukunft intensiv am Erhalt des Prädikats „Bad“ und der Weiterentwicklung des Kurbetriebs sowie einzelner Kompetenzbereiche arbeiten. „Mit dem Umbau des Soleparks im Kur-Royal Day Spa und der Angebotserweiterung im Kur-Royal Aktiv, dem Gesundheitsstudio inmitten des Kurparks, möchten wir Kundinnen und Kunden sowie unseren Gästen zukünftig weitere Mehrwerte schaffen. Etwas frischen Wind haben wir uns alle verdient nach dieser zermürbenden Zeit“, sagt Kurdirektor Reuter.


Über die Kur- und Kongreß-GmbH Die Kur- und Kongreß-GmbH ist eine 100%ige Tochter der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe und die Muttergesellschaft der Klinik Dr. Baumstark, der KuK Immobilienverwaltungsgesellschaft, der Bahnhof GmbH und der François-Blanc Spielbank GmbH in Bad Homburg. Als mittelständisches Unternehmen beschäftigt sie inklusive ihrer Tochtergesellschaften rund 450 Mitarbeiter.
Die Kur- und Kongreß-GmbH ist mit vielfältigen Aufgaben in Bad Homburg betraut, so obliegt ihr die Führung, der Betrieb, die Verwaltung, die Beratung und das Management von Gesundheits-, Fremdenverkehrs- und Veranstaltungseinrichtungen sowie diverser weiterer Einrichtungen zu öffentlichen Zwecken. Darüber hinaus ist sie für die Planung und Durchführung zahlreicher kultureller Veranstaltungen sowohl in ihren unternehmenseigenen Liegenschaften als auch darüber hinaus von weiteren Veranstaltungen überwiegend in Bad Homburg v. d. Höhe verantwortlich. Mit ihren Tochterunternehmen deckt sie ebenso die Bereiche Kongressplanung sowie Immobilienmanagement ab.

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