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Litauens Fußball-Nationalmannschaft trainiert in der Kurstadt Bad Homburg
In Bad Homburg bereitet sich Litauens Fußball-Nationalmannschaft auf die anstehenden Aufgaben in der Qualifikation für die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 vor. Die Auswahl-Spieler trainieren vom 23. bis 26. März in der Kurstadt am Fuß des Taunus im Sportzentrum Nordwest. Der Elf des portugiesischen Trainers José Couceiro stehen zwei schwere Spiele gegen Vize-Weltmeister Frankreich bevor: am 28. März in Kaunas und am 1. April in Paris. Litauen liegt derzeit in Gruppe sieben punktgleich mit Spitzenreiter Serbien auf Platz zwei.

„Bad Homburg freut sich auf diesen Besuch“, sagt Oberbürgermeisterin Dr. Ursula Jungherr. „Als die Anfrage kam, haben wir selbstverständlich zugesagt. Für uns ist es eine Auszeichnung, wenn eine Nationalmannschaft in unsere Stadt kommt und Sportler mit vergleichsweise hohen Anforderungen auf einer unserer Anlagen trainieren. Ich freue mich besonders für die vielen am Sport interessierten Bürger und die Nachwuchsspieler aus unseren Sportvereinen, die Gelegenheit haben werden, Trainingseinheiten von Profi-Spielern mitzuerleben.“

Die Stadt stellt der litauischen Mannschaft den Rasenplatz im Sportzentrum Nordwest zur Verfügung. Alle Trainingseinheiten seien öffentlich, berichteten Tony Päffgen, Manager der litauischen Nationalmannschaft, und Teambetreuer Norbert Erlach. Begonnen wird am Montag um 18.30 Uhr, das Abschlusstraining ist am Donnerstag, 17.30 Uhr, weitere Trainings sind am Dienstag und am Mittwoch jeweils für 10 Uhr und 18 Uhr angesetzt. Bei den Trainingszeiten bleiben kurzfristige Änderungen vorbehalten.

„Bad Homburg verfügt mit dem Sportzentrum Nordwest über eine hervorragende Anlage, auf der vom Fußball über Hockey bis zum Baselball gleich mehrere Sportarten professionell betrieben werden können“, so Stadtrat Peter Vollrath-Kühne, als Dezernent verantwortlich für das Sportbüro. „Die Anfrage belegt, dass unser Angebot stimmt. Sie zeigt mir aber auch: Unsere Plätze sind gut in Schuss.“ Denn Bedingung für das Training der Auswahl ist nicht nur ein Rasenplatz, gefordert ist explizit ein Top-Zustand. Auf der Wunschliste der litauischen Gäste stehen außerdem eine Flutlichtanlage, Umkleidekabinen, zwei bewegliche Tore und die exklusive Nutzung des Platzes. Ein Platzwart soll ständig bereit stehen.

Die litauischen Spieler können während ihres Aufenthaltes auch die exklusiven Einrichtungen Kur Royal und Kur Royal Aktiv nutzen. „In beiden Einrichtungen haben wir unter den Gästen Prominente, einige als Stammgäste“, berichtet Kurdirektor Ralf Wolter. Zuletzt hatte Tennis-Profi Rainer Schüttler, früher ein Bad Homburger, im Kur Royal Aktiv vor seinen Matches in Rotterdam, Marseille und Dubai trainiert. Die Mitarbeiter sind also auf außergewöhnliche Gäste vorbereitet. „Beide Einrichtungen stehen bei Bedarf zur Verfügung“, so Wolter. „Ich bin sicher, die Fußballer werden sich wie jeder Gast sehr wohl bei uns fühlen.“

Die Präsenz der Mannschaft wird bis ins Stadtbild wahrnehmbar sein: Am Europakreisel, den sonst ausschließlich die Nationalflaggen der Bad Homburger Partnerstädte zieren, werden für die Dauer des Aufenthaltes auch litauische Fahnen wehen.

Auf Bad Homburg ist die Wahl unter anderem wegen der guten Lage in der Nähe des Flughafens Frankfurt gefallen. Wenn sie nicht für ihr Land kicken, verdienen viele Spieler aus Litauen ihr Geld in den europäischen Ligen. Sie kommen aus ganz Europa an den Fuß des Taunus, unter anderem aus Polen, Schottland, Russland und Rumänien. Frankfurt Rhein-Main liegt zentral, und Bad Homburg ist von dort aus gut erreichbar.

Litauen ist seit 1990 unabhängig. Die Mannschaft nimmt seit 1992 an internationalen Fußball-Wettbewerben teil. Die deutschen Kicker haben durchwachsene Erinnerungen. In der Qualifikation zur Europameisterschaft 2004 gelang der Mannschaft aus dem Baltikum in Nürnberg gegen Deutschland ein überraschendes 1:1 – ein Resultat, das die Fußballwelt aufhorchen ließ.

In den bisherigen Spielen der Qualifikationsrunde sieben haben die Litauer sich achtbar geschlagen. In Rumänien (0:3) sowie gegen Österreich (2:0) und die Färöer Inseln (1:0) gab es Siege ohne Gegentor, nur in Belgrad musste die Mannschaft sich gegen Serbien geschlagen geben.
Autor Pressestelle  
Datum 16.03.2009
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