Hölderlin erholte sich nicht wieder. Er lebte, vom Wahn befangen, bis zu seinem Tode am 7. Juni 1843 in Tübingen bei Schreinermeister Zimmer. Sein Freund Sinclair starb bereits am 29. April 1815.
Hölderlins Werke fanden zu seinen Lebzeiten nur bei einem kleinen Freundeskreis Anerkennung. Der Dichter stand in der deutschen Literaturgeschichte an der Scheide zwischen Klassik und Romantik. Erst die Nachwelt wurde ihm gerecht. Die Hölderlin-Gesellschaft erforscht und verbreitet des Dichters literarisches Werk.
In Bad Homburg v.d.Höhe ehrt man das Andenken des Dichters mit der jährlichen Verleihung des Friedrich-Hölderlin-Literaturpreises. Die Stadt besitzt außerdem eine reichhaltige Sammlung von Hölderlinhandschriften. Eine Schule sowie eine Straße wurden nach dem Dichter benannt.
Das Homburger Hölderlin-Denkmal (Foto: Stadtarchiv Bad Homburg v.d.Höhe) steht im Kurpark. Es wurde am 28. Juli 1883 enthüllt. Auf der Vorderseite einer dreiseitigen Pyramide aus Rotsandstein ist das Relief des Dichters aus weißem Marmor angebracht, darunter steht die Inschrift:
"Friedrich Hölderlin geb. zu Lauffen 20. März 1770 / gest. zu Tübingen 7. Juni 1843"
Zur Erinnerung an des Dichters Aufenthalt in Homburg (1798 - 1800 und 1804 - 1806) errichtet von dem Verein für Geschichte und Altertumskunde zu Homburg am 28. Juli 1883.
Auf den anderen Seiten ist zu lesen:
Ein Sohn der Erde
Bin ich
Zu lieben gemacht,
Zu leiden.
Hölderlin "Die Heimath"
Die Schönheit flüchtet
Aus dem Leben der Menschen
Sich herauf in den Geist,
Ideal wird, was Natur war.
Hölderlin "Hyperion“