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Friedrich Hölderlin-Preis 2010 für Georg Kreisler Der Friedrich-Hölderlin-Preis wird jährlich verliehen in Gedenken an den zweimaligen Aufenthalt des Dichters in der damaligen Landgrafenresidenz Homburg. Hölderlin lebte von 1798 bis 1800 und von 1804 bis 1806 in der Stadt, vollendete den „Hyperion“ und schrieb wichtige Gedichte. Der Preis wird 2010 zum 28. Mal verliehen und ist mit 20.000 Euro dotiert. Der Förderpreis ist mit 7.500 Euro ausgestattet. Informationen zum Hölderlinpreis gibt es hier und bei Frau Zervos, Telefon 06172/896039-08, Fachbereich Kultur und Bildung im Gebäude der ehemaligen Bundeswertpapierverwaltung, Bahnhofstraße 16-18. |
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Georg Kreisler erhält den mit 20.000 Euro dotierten Friedrich Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg. Die Auszeichnung wird jährlich gemeinsam mit der Stiftung Cläre Jannsen als Literaturpreis für hervorragende Leistungen vergeben. Die Jury unter dem Vorsitz von Jochen Hieber (FAZ) begründete die Wahl Georg Kreislers wie folgt: „Der Friedrich Hölderlin-Preis 2010 der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe (Stiftung Cläre Jannsen) wird verliehen an Georg Kreisler für sein Lebenswerk. Mit Liedern, Gedichten und Stücken, erzählenden und autobiographischen Schriften hat er, der ein Vertriebener war und sich selbst einen Heimatlosen nennt, im freundlichen Asyl der Künste Refugien gesucht und gefunden. Seit Jahrzehnten bestechen sein wissender Spott, sein scharfer Blick auf die Zeit, sein satirisches Vermögen, sein melancholischer Esprit. Ihn im Namen Hölderlins auszuzeichnen, heißt, mit dem Wechsel der Töne auch dem dauerhaft poetischen Rang seines Œuvres Reverenz zu erweisen.“ Georg Kreisler ist am 18. Juli 1922 in Wien geboren. Er emigrierte 1938 mit den Eltern in die Vereinigten Staaten von Amerika und ist seit 1943 amerikanischer Staatsbürger. Georg Kreisler lebt heute mit seiner vierten Ehefrau, der Kabarettistin Barbara Peters, in Salzburg.
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Der mit 7.500 Euro dortierte Förderpreis geht an Eva Baronsky Den Förderpreis zum Friedrich Hölderlin-Preis erhält Eva Baronsky, deren Debüt „Herr Mozart wacht auf“ 2009 im Aufbau-Verlag erschienen ist. In ihrem Roman lässt sie den berühmten Komponisten im Jahr 2006 auferstehen. Sie beschreibt mit viel Witz die für ihn nicht erklärbare Verwandlung seines Umfelds. Baronsky kombiniert unterhaltsame Episoden wie Mozarts unbeholfene Reaktionen auf moderne Technik oder seine Überlegungen zur T-Shirt-Aufschrift „AC/DC“, die er als „Adorate, Cherubim, Dominum Cantu! Betet an, ihr Engel, den Herrn mit eurem Gesang“ liest, mit durchaus tragischen Elementen wie der Verleugnung des Namens und den Folgen der Preisgabe echter Identität. Einzig die Musik, bei Eva Baronsky ein Medium zwischen Zeiten und Kulturen, dient ihrem Mozart als Orientierung. Die Autorin offenbart in ihrem Debüt ein beeindruckendes Wissen über Leben und Werk ihrer Hauptfigur. Als Quellen dienten ihr nach eigenen Angaben neben Mozarts Musik seine Briefe. Die Jury begründet ihre Entscheidung für Baronsky: „Der Förderpreis zum Friedrich Hölderlin-Preis 2010 der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe (Stiftung Cläre Jannsen) wird verliehen an Eva Baronsky für ihren Debütroman „Herr Mozart wacht auf’. In einer originellen Variation der Künstlernovelle erweckt die Autorin den Ewigkeitskomponisten im Wien des Jahres 2006 wieder zu realem Leben. Mit Sachkenntnis, geschickter Figurencharakteristik und subtilem Witz wird erzählt, wie er sich in einer Welt der Handtelefone und Untergrundbahnen, der CDs und des Jazz zurechtzufinden sucht. Ausgehend von Mozarts ‚Requiem’, einem zentralen Element der Handlung, gewinnt die Sprache des Romans auch eine ganz eigene, gleichsam musikalische Struktur.“ Eva Baronsky ist Jahrgang 1968. Sie studierte Innenarchitektur und Marketing-Kommunikation. Zuletzt arbeitete sie selbständig als Beraterin für Kommunikation und als Journalistin. Sie lebt im Taunus.
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Der Magistrat der Stadt Fachbereich Kultur und Bildung Rathausplatz 1 61348 Bad Homburg v.d.Höhe Telefon: 0 61 72 / 896039-09 Telefax: 0 61 72 / 100 - 1162 E-Mail: |
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